Zusammengefasster Lagebericht

Die Telefónica Deutschland Group auf einen Blick

DIE TELEFÓNICA DEUTSCHLAND GROUP AUF EINEN BLICK

Finanzkennzahlen

1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR)20182017% Veränderung
Umsatzerlöse 7.3207.2960,3
Umsatzerlöse (exkl. regulatorische Effekte 2018) 7.3647.2960,9
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen5.2675.287(0,4)
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen (ohne regulatorische Effekte 2018)5.3105.2870,4
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) bereinigt um Sondereffekte¹ (exkl. regulatorische Effekte 2018)1.9381.8405,3
OIBDA bereinigt um Sondereffekte-Marge (ohne regulatorische Effekte 2018)26,3%25,2%1,1%-p.
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) bereinigt um Sondereffekte¹1.8841.8402,4
OIBDA bereinigt um Sondereffekte-Marge25,7%25,2%0,5%-p.
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) 1.7971.7850,7
OIBDA-Marge24,6%24,5%0,1%-p.
Betriebsergebnis (190)(84)125,2
Periodenergebnis (230)(381)(39,5)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)²(0,08)(0,13)(39,5)
CapEx gesamt³(966)(950)1,7
davon CapEx⁴(958)(932)2,8
davon Zugänge aus aktivierten Finanzierungsleasingverhältnissen(8)(18)(55,5)
Investitionsquote (CapEx/Sales-Ratio)⁵13,213,01,4
Operating Cashflow (OIBDA-CapEx)⁶839853(1,7)
Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen⁷7336807,8
Anschlüsse gesamt zum 31. Dezember (in Tausend) 47.08947.604(1,1)
Mobilfunkanschlüsse (in Tausend)42.81943.155(0,8)
davon M2M Anschlüsse (in Tausend)1.1881.02715,7
Mobilfunkanschlüsse (in Tausend) nach marktüblicher Berechnungsweise⁸45.25645.918(1,4)
Netto-Neuanschlüsse mobiles Prepaid-Geschäft (in Tausend)(1.338)(1.903)(29,7)
Netto-Neuanschlüsse mobiles Postpaid-Geschäft (in Tausend)1.00273735,9
Postpaid Anteil (%) 52,0%49,3%2,7%-p.
Gesamt-ARPU (in EUR) 10,09,73,1
Postpaid churn excl. M2M (%) 1,6%1,6%0,0%-p.
Anteil Datenumsatz ohne SMS am gesamten Datenumsatz (%) 85,4%80,8%4,6%-p.
Zum 31. Dezember
20182017% Veränderung
Nettofinanzschulden ⁹1.1291.0646,1
Verschuldungsgrad ¹⁰0,6x0,6x8,5
Anzahl Mitarbeiter8.8689.281(4,4)
Grundlagen des Konzerns

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Dieser Bericht umfasst den Konzernlagebericht der Telefónica Deutschland Group, bestehend aus der Telefónica Deutschland Holding AG (nachfolgend auch Telefónica Deutschland oder Gesellschaft), ihren konsolidierten Tochtergesellschaften und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (gemeinsam nachfolgend auch die Telefónica Deutschland Group oder Gruppe), sowie den Lagebericht der Telefónica Deutschland Holding AG.

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist eine Aktiengesellschaft (AG) deutschen Rechts mit Sitz in München, Deutschland.

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist die Obergesellschaft der Telefónica Deutschland Group. Diese wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft, der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (Telefónica, S.A.; deren Konzern: Telefónica, S.A. Group), einbezogen. Die direkte Muttergesellschaft der Telefónica Deutschland Group ist die Telefónica Germany Holdings Limited, eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (O2 (Europe) Limited), und eine mittelbare Tochtergesellschaft der Telefónica, S.A.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).
 

Geschäftstätigkeit

 

Mit 47,1 Mio. Kundenanschlüssen zum 31. Dezember 2018 ist die Telefónica Deutschland Group einer der drei führenden integrierten Netzbetreiber in Deutschland. Wir bieten Mobilfunk- und Festnetzdienste für Privat- und Geschäftskunden sowie innovative digitale Produkte und Services im Bereich IoT (Internet of Things) und Datenanalyse an. Des Weiteren beziehen unsere zahlreichen Wholesale-Partner umfangreiche Leistungen im Bereich Mobilfunk von uns.

Im Mobilfunkbereich bedienen wir die steigende Nachfrage nach mobilen Dienstleistungen, die sich aus der Digitalisierung von immer mehr Lebensbereichen ergibt. Wir sind der einzige Telekommunikationsanbieter mit eigenem Mobilfunknetz, der sich ausschließlich auf Deutschland konzentriert – den attraktivsten Mobilfunkmarkt Europas. Wir sind mit insgesamt 42,8 Mio. Mobilfunkanschlüssen zum 31. Dezember 2018 ein führender Anbieter in diesem Markt. Zu mehr als 80% unserer Mobilfunkkunden haben wir eine direkte Kundenbeziehung. Darüber hinaus konnten wir im Festnetzbereich bereits 4,3 Mio. Kunden für unsere Telefonie- und Highspeed-Internet-Produkte gewinnen. Wir gehören zur Telefónica, S.A. Group, einem der größten Telekommunikationsunternehmen weltweit.
 
Unsere Marken decken sämtliche Marktsegmente und Kundenbedürfnisse ab
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Marketing- und Vertriebsansatzes ist unsere konsequente und fokussierte Mehrmarkenstrategie. Mit unserer Kernmarke O2 bieten wir Privat- und Geschäftskunden eine große Bandbreite an hochwertigen Mobilfunk- und Festnetzprodukten. Internationale Großkonzerne werden von unserer Marke Telefónica abgedeckt.

Wir setzen auf sich ergänzende Vertriebskanäle, um die verschiedenen Kundenbedürfnisse bestmöglich bedienen zu können. Zu unserer Vertriebslandschaft gehören sowohl direkte Vertriebskanäle, darunter eigene Läden, ein landesweites Netzwerk unabhängig betriebener Franchise- und Premium-Partner-Shops, Online- und Telesales, als auch indirekte Vertriebskanäle, wie Partnerschaften und Kooperationen mit Einzelhändlern über physische oder Online-Kanäle.
  

Mit unseren Zweit- und Partnermarken sowie über unsere Wholesale-Kanäle erreichen wir weitere große Kundenkreise, welche wir nicht über die Marke O2 ansprechen. Zudem bieten wir durch gemeinschaftliche Tätigkeiten und strategische Partnerschaften weitere Mobilfunkmarken an. Hierzu zählen beispielsweise TCHIBO mobil oder ALDI TALK in Kooperation mit MEDIONmobile. Unser Mehrmarkenansatz gibt uns die Möglichkeit, das komplette Kundenspektrum mit einem maßgeschneiderten Produktangebot, Vertrieb und Marketing anzusprechen und so unseren potenziellen Umsatz zu erhöhen.
  
Mobilfunkdienstleistungen sind unser Hauptumsatzträger
Im Jahr 2018 bildeten die Mobilfunkdienste mit 5.267 Mio. EUR den wichtigsten Umsatzstrom für die Telefónica Deutschland Group (72 % des Gesamtvolumens). In diesem Bereich bieten wir Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste sowohl auf Vertragsbasis (Postpaid) als auch im Prepaid-Segment an.

Basis hierfür ist unser hochmodernes Mobilfunk-Netzwerk. Per Ende 2018 haben wir die Zusammenführung der Netze von O2 und E-Plus weitestgehend abgeschlossen, so dass unsere Kunden von der Stärke des neuen gemeinsamen Netzes profitieren. Die kombinierte UMTS/LTE-Abdeckung für mobiles Internet beträgt rund 95%. Die Telefónica Deutschland Group hat ferner den Ausbau ihres LTE- Netzwerks weiter konsequent fortgesetzt. Per Ende Dezember 2018 erreichte das Unternehmen eine landesweite LTE-Abdeckung von
88 %. Damit bieten wir insbesondere in Ballungszentren ein qualitativ hochwertiges Netzerlebnis.

Auch was unser Spektrumsportfolio betrifft, sind wir hervorragend aufgestellt. Die Telefónica Deutschland Group hat Zugang zu einem Spektrum von insgesamt 315,5 MHz und verfügt über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frequenzen, die Abdeckung (niedrige Frequenzen) einerseits und Kapazität (hohe Frequenzen) andererseits bieten. Verglichen mit unseren Mitbewerbern befinden wir uns in einer ausgezeichneten Position, um zukünftige Netzentwicklungen voranzutreiben.
 

Hardwaregeschäft: Hochmoderne Produkte und Finanzierungsangebote
Wir nutzen viele Wege, um eine große Vielfalt an Endgeräten an unsere Kunden zu vertreiben. Über unser Programm O2 My Handy kann der Kunde z.B. unabhängig vom Mobilfunkvertrag jedes Gerät im Angebot von O2 – egal, ob Handy, Tablet oder Smartwatch – sofort kaufen oder in 24 Monatsraten abzahlen. Für den Kunden bietet dieser Ansatz mehr Flexibilität und mehr Transparenz hinsichtlich der Kosten des Mobiltelefons bzw. des Mobilfunkvertrags. Unsere Kunden können aus einer großen Vielfalt an Mobiltelefonen einschließlich der neuesten Premiumgeräte wählen, attraktive Zahlungsbedingungen nutzen und ihr Gerät außerhalb der 24-monatigen Laufzeit eines Mobilfunkvertrags austauschen. Wir versorgen z.T. auch unsere Wholesale-Partner mit Hardware und unterstützen sie bei Bedarf bei Vertrieb und Vermarktung der Hardware an ihre Kunden.

Unsere wichtigsten Lieferanten für Mobiltelefone sind die Hersteller Samsung, Apple, Huawei und Sony, wobei wir uns insbesondere auf den Verkauf von LTE-fähigen Smartphones konzentrieren. Infolgedessen wuchs die Zahl der Kunden mit LTE-fähigen Geräten und LTE Tarifen um 7 Prozentpunkte gegenüber dem 31. Dezember 2017 auf rund 44 %2 unseres Kundenstamms an. Die wachsende Nachfrage von Kunden unserer Zweitmarken nach mehr mobilen Datendiensten decken wir über ein breites Spektrum erschwinglicher Smartphones ab.
 
Innovative Produkte und digitale Dienste erschließen zusätzliche Geschäftspotentiale
Um unsere Angebote rund um Smartphones noch attraktiver für unsere Kunden zu gestalten, bieten wir zusätzliche Produkte wie Versicherungsleistungen oder Virenschutz an. Digitale Zusatzdienste, wie etwa Video- oder Musik-Streaming, eine Gaming-Flat für mobile Endgeräte, ein Online Fitness-Studio oder unser preisgekröntes O2 Banking liefern unseren Kunden zusätzlichen Mehrwert.

Wir treiben auch die digitalen Wachstumsfelder „Advanced Data Analytics (ADA)“ und IoT voran. So bieten wir Unternehmen und öffentlichen Institutionen neue Erkenntnisse in Themenfeldern wie Verkehr, Handel oder Werbung, die wir mit Hilfe innovativer Datenanalyse-Methoden (ADA) schaffen. Zudem bieten wir Privat- und Geschäftskunden IoT-Lösungen, um ihnen die vernetzte Welt des Internets der Dinge zu erschließen.
  
Festnetzgeschäft: Umfassende Dienstleistungsangebote auf Grundlage einer zukunftssicheren Infrastruktur
Ergänzend zu unseren Mobilfunkdiensten bieten wir landesweit Festnetzdienste an. Dieses Angebot basiert auf unserer strategischen Partnerschaft mit der Telekom Deutschland GmbH. Sie gewährt uns langfristigen Zugang zu zukunftssicherer Festnetzinfrastruktur der nächsten Generation und kann bereits über 32 Mio. Haushalten in Deutschland  einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang bereitstellen. Ferner profitiert die Telefónica Deutschland Group von sämtlichen künftigen Verbesserungen der Deutschen Telekom im Festnetzbereich wie beispielsweise einer Zunahme der VDSL-Abdeckung und höheren Geschwindigkeiten durch neue Technologien wie Glasfaser. Mit diesen Pluspunkten befindet sich die Telefónica Deutschland Group in einer ausgezeichneten Ausgangslage, um sowohl Privat- als auch Geschäftskunden umfassende Festnetz-Dienstleistungen anbieten zu können.

 

Unsere Marktbereiche


Wir stärken die Position unserer Kernmarke O2 im Markt. Hier wollen wir weiter hochwertige Kunden im Privat- und Geschäftskundenbereich gewinnen. Darüber hinaus ist die Telefónica Deutschland Group der führende Wholesale-Anbieter in Deutschland. Wir bieten unseren Wholesale-Partnern Zugang zu unserer Infrastruktur und unseren Dienstleistungen.
  
Privatkunden: Mobile Freiheit in der digitalen Welt bieten
Die Marke O2 ist nach der Anzahl der Anschlüsse Marktführer im Postpaid-Bereich für Privatkunden in Deutschland. Wir honorieren dieses Vertrauen und haben den Anspruch, unseren Kunden mobile Freiheit in der digitalen Welt zu bieten. Als Vorreiter auf dem deutschen Markt liegt unser strategischer Fokus auf dem Verkauf von datenzentrierten Mobilfunkverträgen an Smartphone-Nutzer, die wir mit unserem O2 Free-Tarifportfolio adressieren. O2 Free ist mit der Einführung der Tarifbestandteile Connect (bis zu 10 SIM-Karten für beliebige Endgeräte im Mobilfunkvertrag inklusive) und Boost (doppeltes Datenvolumen für 5 Euro Aufpreis) im Juni 2018 noch attraktiver geworden. Seit August 2018 bieten wir unseren Kunden mit O2 Free Unlimited sogar unbegrenztes Datenvolumen zu einem sehr attraktiven Preis an.

Die großen Datenpakete in den O2 Free-Tarifen bieten den Kunden ein überzeugendes Preisleistungsverhältnis. Wir stimulieren so die zunehmende Nutzung mobiler Datendienste. Da unsere Kunden zudem vermehrt LTE-fähige Geräte nutzen, die die Datennutzung weiter fördern, gelingt es uns, die Umsatzerlöse pro Kunde zu steigern. Wir beobachten zudem auch im Prepaid-Bereich ein steigendes Interesse an Smartphones und der Nutzung mobiler Daten. Wir haben daher im Juli 2018 unser komplett überarbeitetes O2 my Prepaid-Tarifportfolio, das insbesondere Smartphone-Nutzer adressiert, eingeführt.

Mit unserem im Oktober 2018 neu vorgestellten O2 my Home-Tarifportfolio realisieren wir die Freiheitspositionierung der Marke O2 auch konsequent in unserem DSL-Angebot. Wir bieten Privatkunden damit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s in den eigenen vier Wänden. Darüber hinaus haben wir seit August 2018 mit O2 my All in One einen Tarif im Angebot, der unlimitierten Mobilfunk mit einem vollwertigen Festnetzanschluss inkl. Telefonie- und Internet-Flatrate zu einem sehr interessanten Preis-Leistungsverhältnis kombiniert.

Die Marke Blau ist eine klar von O2 abgegrenzte Zweitmarke für preisbewusste Privatkunden, die diesem Kundensegment ein auf das Wesentliche reduziertes Mobilfunk-Portfolio und transparente Kommunikation bietet. Im Sommer 2018 wurde das neue Blau Tarif-Portfolio eingeführt, das dieses Kundenversprechen realisiert und mobile Freiheit zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis bietet.
  
Wholesale-Partner: Festigung der Marktführerschaft
Unser Partnergeschäft ist eine wichtige Säule unseres Mehrmarkenansatzes. Wir bieten unseren Partnern ein breites Portfolio an Möglichkeiten an. Grundlage ist ein skalierbares Geschäftsmodell mit unterschiedlichen Wertschöpfungstiefen, das wir potenziellen Partnern anbieten können, die in den deutschen Mobilfunkmarkt einsteigen möchten.

Zu unseren größten Partnern aus dem Reseller- und Service Provider-Bereich gehören MEDIONmobile (ALDI TALK), 1&1 Drillisch, mobilcom/debitel und Kabelanbieter. Darüber hinaus sprechen wir mit Marken wie AY YILDIZ oder Ortel Mobile auch ethnische Zielgruppen an. Wir haben uns im Rahmen des Zusammenschlusses mit E-Plus verpflichtet, 20 % unserer mobilen Netzwerkkapazität über Mobile Bitstream Access (MBA) an die Drillisch Online AG (vormals: MS Mobile Service GmbH), die mittlerweile zur 1&1 Drillisch-Gruppe gehört, zu veräußern. Drillisch verfügt ferner über eine Option, die Netzkapazität auf eine Gesamtkapazität von bis zu 30% zu erhöhen.
  
Geschäftskunden: Fokussierung auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Wir bedienen KMU sowie Small Offices/Home Offices (SoHo) über unsere Kernmarke O2 beispielsweise mit dem innovativen Produkt-Portfolio O2 Free Business oder dem Produkt O2 Business Fusion. Letzteres ist ein ganzheitliches Angebot bestehend aus Mobilfunk, Internet und Festnetztelefonie, bei dem der Kunde alles in einem kombinierten Produkt erhält, was er für die Kommunikation am Arbeitsplatz oder unterwegs benötigt und das zu einem überzeugenden Preis-Leistungsverhältnis. Mit O2 Unite haben wir zudem ein im deutschen Markt einmaliges Pooling-Tarifmodell für Firmenkunden.

Im Geschäftskundenbereich bieten wir auch Dienstleistungen im Bereich Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) und Managed Connectivity an. Diesen Geschäftsbereich wollen wir in Zukunft weiter ausbauen. Der Fokus unseres Produkts Telefónica IoT Connect liegt z.B. nicht nur auf der reinen Übertragung von Daten, sondern realisiert vielmehr die intelligente Vernetzung und Steuerung von Konnektivität und ermöglicht dadurch ein breites Spektrum von neuen Services, welche flexibel auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden angepasst werden können.
 
New Business: Internet of Things und intelligente Datenanalyse
Telefónica Deutschland Group treibt gezielt Innovation in den Bereichen Datenanalyse und IoT voran. Wir erschließen die großen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Potenziale des Internet of Things und von intelligenter Datenanalyse (ADA: Advanced Data Analytics). Wir entwickeln neue Geschäftsmodelle in diesen Bereichen und nutzen dabei sowohl agile Methoden als auch die Stärken der Telefónica Deutschland Group.

Wir werden das Wachstumsfeld Internet of Things (IoT) für alle Marktsegmente erschließen, die wir bereits mit unserem Kerngeschäft adressieren. Wir beabsichtigen, eine führende Rolle im Bereich Consumer IoT einzunehmen.
  

Steuerungssystem

 

Die Telefónica Deutschland Group wird von den Mitgliedern des Vorstands gesteuert.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Telefónica Deutschland Group und berichtet an den Aufsichtsrat. Dieser nimmt bei zustimmungsbedürftigen Geschäften an der Geschäftsführung teil (z.B. bei der Festlegung des Jahresbudgets, bei Änderungen der Unternehmensstruktur oder der Grundsätze der Unternehmensstrategie). Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat lädt der Vorstand zur jährlichen Hauptversammlung ein.

Im achtköpfigen Vorstand werden in den wöchentlichen Sitzungen alle operativen und strategischen Entscheidungen zur erfolgreichen Steuerung des Unternehmens in den einzelnen Geschäftsbereichen getroffen. Dies beinhaltet z.B. die Festlegung und Verabschiedung der Strategie über alle operativen Bereiche, die konsistente und einheitliche Operationalisierung der Strategie, das Management der operativen Performance, die Sicherstellung der funktionsübergreifenden Abstimmung und Zusammenarbeit, Sicherstellung der Budgetzielerreichung, Definition und Implementierung von Maßnahmen zur Performanceverbesserung sowie das funktionale Risiko Management für den jeweiligen Verantwortungsbereich.

Wir streben an, den Unternehmenswert im Sinne unserer Aktionäre zu erhöhen. Darüber hinaus sind wir fest davon überzeugt, dass die Zufriedenheit unserer Kunden und Mitarbeiter maßgeblich zu dieser Wertsteigerung beiträgt.

Die Geschäftsführung der Telefónica Deutschland Group hat für die Steuerung der Gruppe ein umfassendes internes Managementsystem eingeführt, das in erster Linie folgende Bestandteile umfasst:
 
  • Prozess zur strategischen Zielsetzung
  • Integriertes Budgetierungs- und Planungssystem
  • Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
  • Monatliche Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat
  • Kontinuierliches Chancen- und Risikomanagement
  • Führung durch zielgerichtete Vereinbarungen auf allen Ebenen des Unternehmens.



Strategische Zielsetzungen werden jährlich überprüft und neu festgelegt

 

Im Rahmen eines jährlich stattfindenden Planungsprozesses wird die Unternehmensstrategie mit Unterstützung des Strategiebereichs vom Vorstand der Telefónica Deutschland überprüft. Dabei werden langfristige Strategieziele für die Positionierung des Unternehmens auf dem deutschen Markt sowie ein Strategieplan inklusive einer Finanzplanung für die nächsten drei Jahre ausgearbeitet. Auf Grundlage der vereinbarten Mehrjahresziele erfolgt dann die detaillierte Budgetplanung für das nächste Geschäftsjahr. Gleichzeitig werden die kurzfristigen Prioritäten festgelegt. Entscheidungen basieren auf aktuellen Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Marktprognosen, die mit der Unternehmensvision und den langfristigen Strategiezielen abgeglichen werden.


Mit diesem systematischen Ansatz werden Chancen und Wachstumsmöglichkeiten, aber auch Risiken ermittelt und die Unternehmensstrategie sowie Investitionsentscheidungen abgeleitet. Anschließend wird die Unternehmensstrategie in konkrete Strategien für die jeweiligen Organisationseinheiten übersetzt. Auf dieser Ebene werden die für die jeweilige Organisationseinheit relevanten Chancen bei der operativen Umsetzung der Strategie priorisiert.

Unsere Vision ist es, bis 2022 zum „Mobile Customer & Digital Champion" in Deutschland zu werden. Hierbei besteht unsere erste strategische Priorität in der Stärkung fundamentaler Grundlagen unseres Geschäfts: Ein hervorragender Kundenservice, stabile IT-Systeme, eine schlagkräftige Organisation sowie angemessene regulatorische Rahmenbedingungen. Die zweite Priorität liegt auf der Verbesserung des Kundenerlebnisses im digitalen Zeitalter. Dies beginnt mit der Bereitstellung eines besseren, schnelleren und leistungsfähigeren Netzes und eines überzeugenden Produkt- & Service-Angebots, das auf den Kunden in seinem digitalen Alltag zugeschnitten ist. Darüber hinaus haben wir unser Transformationsprogramm „Digital4Growth“ aufgesetzt, mit dem wir ~600 Mio. Euro an OIBDA-Effekten (brutto) bis 2022 erzielen wollen. „Digital4Growth“ soll weiteres Wachstum erzeugen und das Unternehmen schneller, einfacher und besser machen.

Unsere dritte Priorität besteht in der Realisierung von Wachstumspotentialen im Kerngeschäft und neuen Geschäftsfeldern verbunden mit einer positiven Entwicklung unserer Profitabilität. Das Unternehmen wird die Datenmonetarisierung weiter vorantreiben und erwartet, den Umsatz mittelfristig auf Marktniveau zu steigern. Über die digitale Transformation will Telefónica Deutschland die Margen weiterhin verbessern und gleichzeitig ihre Investitionen (CapEx) mittelfristig stabil halten. Auf Basis eines konservativen Finanzierungsprofils und gestützt durch einen soliden Free Cashflow wird das Unternehmen seinen Aktionären auch weiterhin attraktive Renditen bieten.
  

Steuerungssystem umfasst finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen


Zur Steuerung unserer strategischen und operativen Ziele haben wir Leistungskennzahlen aufgestellt. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind Bestandteil des Managementsystems der Telefónica Deutschland Group und spiegeln die Interessen unserer unterschiedlichen Stakeholder wider.

Folgende Steuerungsgrößen hatten ab dem Geschäftsjahr 2018 für die wertorientierte Steuerung und Beurteilung in unserem Unternehmen eine besondere Bedeutung:
 

Umsatzerlöse
Die Entwicklung der Umsatzerlöse stellt eine wesentliche Grundlage für die Messung unseres Unternehmenserfolgs dar. Die Umsatzerlöse bilden den Gesamtwert unserer betrieblichen Tätigkeit ab und sind damit eine zentrale Kennzahl für den Erfolg des Absatzes unserer Produkte und Dienstleistungen im Markt. Für eine bessere Vergleichbarkeit mit Vorjahren betrachten wir die Kennzahl bereinigt um die regulatorische Effekte des Berichtsjahres.

Sie beruhen maßgeblich auf den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen (Grundgebühren, erhobene Gebühren für die Nutzung von Sprach-, Kurzmitteilungs- und mobilen Datendiensten durch unsere Kunden sowie Zugangs- und Zusammenschaltungsentgelte, die andere Anbieter für die Nutzung unseres Netzes bezahlen). Weiterhin entstehen sie aus dem Verkauf von Mobilfunkhardware sowie aus dem Verkauf von Festnetzdienstleistungen (Grundgebühren, erhobene Nutzungsentgelte sowie Zugangs- und Zusammenschaltungsentgelte).

Darüber hinaus entstehen Umsatzerlöse zunehmend aus dem Verkauf weiterer Produkte und Dienstleistungen; so zum Beispiel in den digitalen Zukunftsmärkten „Internet der Dinge“ (IoT), „Intelligente Datenanalyse“ (ADA) und „Cloud Computing“.
 
Operatives Ergebnis bereinigt um Sondereffekte
Das OIBDA entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Anhand des OIBDA messen wir die Ertragskraft unseres operativen Geschäfts. Diese Betrachtung gibt einen umfassenden Blick auf unsere Aufwands- und Ertragsstruktur. Da Sondereffekte eine Vergleichbarkeit mit Vorjahren erschweren, verwenden wir für eine transparente Darstellung das OIBDA bereinigt um Sondereffekte. Diese Einmaleffekte wirken sich unmittelbar auf die Ertragslage aus und resultieren beispielsweise aus einer geänderten Zusammensetzung des Konzerns, dem Veräußerungsergebnis aus Unternehmenstransaktionen, den akquisitionsbedingten Beraterkosten, Restrukturierungsaufwendungen oder nicht operativen Transaktionen. Zur besseren Vergleichbarkeit werden weiterhin die Auswirkungen auf die Ertragslage des Vorjahres angepasst, die sich aus einer im Vorjahr unterjährig durchgeführten Transaktion ergeben und somit in der Vergleichsperiode nicht vollständig enthalten sind. Da andere Unternehmen möglicherweise eine andere Berechnungsgrundlage für das OIBDA verwenden, kann unsere Darstellung eventuell nicht mit anderen Unternehmen vergleichbar sein.
 
Investitionsquote (CapEx/ Sales-Ratio)
Die Investitionsquote (CapEx/ Sales-Ratio) dient für die Telefónica Deutschland Group im Wesentlichen der Sicherung unserer zukünftigen Geschäftstätigkeit und gibt den prozentualen Anteil der Investitionen an den Umsatzerlösen wieder. Die Investitionsausgaben (CapEx), setzen sich aus Zugängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten zusammen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen dienen hauptsächlich dem Ausbau der Abdeckung und Kapazität unseres Netzwerks (insbesondere für LTE und UMTS) sowie der Produktentwicklung. Investitionen in Mobilfunkfrequenzlizenzen sowie aus Unternehmenszusammenschlüssen sind nicht im CapEx enthalten. Nach Einführung von IFRS 16 werden weiterhin die Zugänge aus aktivierten Nutzungsrechten kein Bestandteil der der Berechnung zugrundeliegenden Investitionen sein.
 
Weitere finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Neben unseren bedeutsamen finanziellen internen Steuerungskennzahlen werden weitere finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen beobachtet.

Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen
Die Entwicklung der Umsatzerlöse für Mobilfunkdienstleistungen ist ein Schlüsselindikator für den Erfolg unseres Unternehmens. Die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen beruhen größtenteils auf den Grundgebühren und den erhobenen Gebühren für Sprach-, Kurzmitteilungs- und mobile Datendienste sowie auf den Umsätzen aus Dienstleistungsverträgen. In den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen sind neben den Roaming-Umsätzen auch die Zugangs- und Zusammenschaltungsentgelte (interconnection fees) enthalten, die von anderen Anbietern für Anrufe und Kurzmitteilungen bezahlt und über unser Netz zugestellt werden. Zentrale Umsatztreiber für eine nachhaltige Entwicklung sind das mobile Datengeschäft und die Monetarisierung der Datennutzung.

Free Cashflow
Die interne Steuerungsgröße Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen ist definiert als die Summe des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit sowie der Investitionstätigkeit. Implizit gibt der Free Cashflow auch Auskunft über die Veränderung des Working Capital. Working Capital Management trägt somit essenziell zur Steuerung des Free Cashflow in der jeweiligen Berichtsperiode bei.

Die Kennzahl Free Cashflow beschreibt die Finanzmittelveränderung aus betrieblich veranlassten Mittelzuflüssen und -abflüssen sowie allen investiven Ein- und Auszahlungen, die zur organischen Erhaltung oder Erweiterung des Unternehmens getätigt wurden. Der Wert gibt Aufschluss über die Veränderung der verfügbaren finanziellen Mittel des Unternehmens, die es uns beispielsweise ermöglichen, Wachstumsinvestitionen zu tätigen bzw. Dividendenzahlungen vorzunehmen oder Finanzverbindlichkeiten zu bedienen.

Nettoverschuldungsgrad
Der Nettoverschuldungsgrad wird definiert als der Quotient der Nettofinanzschulden und des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen (OIBDA) bereinigt um Sondereffekte für die letzten zwölf Monate. Die Nettofinanzschulden umfassen kurz- und langfristige zinstragende Vermögenswerte und zinstragende Finanzverbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Der Nettoverschuldungsgrad setzt die Höhe der Nettofinanzschulden in Beziehung zu einer operativen Erfolgskennziffer (OIBDA bereinigt um Sondereffekte) und stellt dem Management Informationen darüber zur Verfügung, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, Schulden zu reduzieren. Wir überwachen aktiv die Kapitalstruktur mit der Zielsetzung, den Nettoverschuldungsgrad mittelfristig unter oder maximal bei 1,0x zu halten (Zielniveau).

Im Rahmen ihrer Dividendenpolitik hat die Telefónica Deutschland außerdem beschlossen, auf die Auszahlung von Dividenden durch Ausschüttung von Kapital oder Kapitalrücklagen in bar oder den Rückkauf von Aktien zu verzichten, wenn der Nettoverschuldungsgrad den Zielwert für die Fremdverschuldung von 1,0x wesentlich und stetig überschreitet. Im Hinblick auf die Auswirkungen der Implementierung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 und zur Gewährleistung einer entsprechenden finanziellen Flexiblität bezüglich der anstehenden Spektrum Auktion und Investitionen in 5G werden wir das angestrebte Zielniveau im Laufe des Geschäftsjahres 2019 überprüfen und voraussichtlich erhöhen. Im Rahmen der Anpassung beabsichtigen wir, unser Investment Grade Rating BBB von Fitch aufrechtzuerhalten.

Mobilfunk Nettoneukunden (mobile Net Adds)
Als Nettoneukunden werden die pro Betrachtungszeitraum neu gewonnenen Kunden nach Abzug der Kundenabgänge bezeichnet. Eine positive Anzahl von Nettoneukunden führt zu einem Wachstum der Kundenanschlüsse. Dabei unterscheiden wir zwischen Vertragskunden (Postpaid) und nicht vertraglich gebundenen Kunden (Prepaid). Die Anzahl der Nettoneukunden wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Durch eine hohe Attraktivität des Produktportfolios können z. B. mehr Neukunden gewonnen werden, eine hohe Kundenzufriedenheit bei Bestandskunden wiederum führt zu einer niedrigen Kündigungsrate. Ziel dieser Leistungskennzahl ist es unter anderem, die Kundengewinnungs- und Kundenbindungsmaßnahmen beurteilen zu können.

Kundenzufriedenheit
Die Kundenzufriedenheit zählt zu den wichtigsten Prioritäten unseres Unternehmens. Daher streben wir kontinuierlich eine bessere Positionierung unserer Marken an, um somit Privat-, Partner- und Geschäftskunden für unsere Produkte zu gewinnen. Es ist unser Anspruch, mit den beliebtesten Marken die zufriedensten Kunden auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt zu betreuen. Das bedeutet, dass wir jederzeit bestrebt sind, kundenorientierte Angebote zu erstellen und an allen Kundenschnittstellen einen herausragenden Service zu bieten. Wir sind davon überzeugt, dass hohe Kundenzufriedenheitswerte die Kündigungsrate reduzieren und die Empfehlungsrate steigern. Um die Kundenzufriedenheit zu messen, nutzen wird den Net Promoter Score (NPS) und den Customer Satisfaction Index (CSI) als zentrale Leistungskennzahlen.

Mitarbeiterzufriedenheit
Der Erfolg der Telefónica Deutschland Group basiert ganz wesentlich auf dem Engagement und der fachlichen Qualifikation der eigenen Mitarbeiter. Nur mit ihnen können die digitale Transformation des Unternehmens und damit nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg gelingen. Unsere Mitarbeiter haben unser Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist. Um das Engagement unserer Mitarbeiter und das allgemeine Arbeitsklima zu bewerten, führen wir jährlich online, anonym und auf freiwilliger Basis eine Umfrage unter allen Mitarbeitern der Telefónica Deutschland Group zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Die Ergebnisse, die wir daraus gewinnen, werden auf allen Führungsebenen in Workshops kommuniziert und intensiv diskutiert. Somit sollen sich die Organisation und die individuellen Bereiche stetig weiterentwickeln und verbessern.
  

Budgetierungs- und Planungssystem legt konkrete Zielvorgaben fest

 

Das integrierte Planungssystem basiert auf strategischen und operativen Zielen. Der Vorstand der Telefónica Deutschland legt im Hinblick auf die bedeutsamsten Leistungsindikatoren interne Zielvorgaben für die Gruppe fest. Zur Festlegung eines Dreijahresplans werden die voraussichtliche Marktentwicklung sowie die internen Erwartungen hinsichtlich der Fortschritte in den Bereichen Wachstum und Effizienzevolution einmal im Jahr diskutiert. Das erste Planjahr wird dabei auf monatlicher Basis abgebildet, um eine detaillierte Budgetaufstellung zu etablieren. Aus Kontrollgründen wird das Budget zweimal im Jahr aktualisiert. Neben den bereits erzielten Ergebnissen, die im Rahmen der monatlichen Berichterstattung analysiert werden, werden auch die aktuelle Marktentwicklung sowie ergänzende Chancen oder Risiken, die zum jeweiligen Zeitpunkt bekannt sind, in den Aktualisierungen berücksichtigt. Diese Prognose wird dann verwendet, um operative Verbesserungen einzuführen oder um neue Chancen wahrzunehmen, die sich der Gruppe bieten.
 

2 Basierend auf Mobilfunkanschlüssen exklusive M2M-Anschlüsse

Geschäftsentwicklung des Konzerns

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

 

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist solide
Die deutsche Wirtschaft bewegt sich weiter auf einem Wachstumspfad. Die Konjunktur wird allerdings durch ein schwieriges außenwirtschaftliches Umfeld und zusätzlich durch temporäre Sondereffekte in der Automobilindustrie gedämpft. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes  ist im Jahr 2018 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,5 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen. Das deutsche Wirtschaftswachstum hat allerdings etwas an Schwung verloren, lag aber in 2018 dennoch über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,2 %. Wachstumsimpulse kamen im Jahr 2018 von Konsum und Investitionen: Sowohl die privaten  Konsumausgaben (+1,0  %) als auch die staatlichen Konsumausgaben (+1,1 %) waren höher als im Vorjahr. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv und in 2018 ist ein erneuter Höchststand bei der Zahl der Erwerbstätigen zu verzeichnen. Im Jahresdurchschnitt 2018 haben 44,8 Mio. Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland die Wirtschaftsleistung erbracht.
  
Trends auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt bringen Wachstumspotenzial mit sich
Die Telekommunikationsindustrie ist ein wesentlicher Wegbereiter der Digitalisierung, die weiter voranschreitet und die Welt nachhaltig verändert. Im Telekommunikationsmarkt zeichnen sich aufgrund dessen verschiedene Trends ab:

Die Konsumenten von heute sind mobil. Sie wollen immer und überall online sein. Das Smartphone hat sich vom reinen Kommunikationsendgerät hin zum universellen mobilen Begleiter sowie zur Steuerungszentrale des (mobilen) Lebens entwickelt. Gemäß einer Erhebung des Branchenverbands Bitkom nutzten 2018 57 Mio. Bundesbürger ab 14 Jahren ein Smartphone. Das Smartphone ist zudem der Wegbereiter für neue Technologien wie etwa Augmented und Virtual Reality, aber auch Sprachsteuerung. Letztere erobert in Form der stationären digitalen Sprachassistenten wie zum Beispiel Amazon Echo und Google Home die Wohnzimmer. Laut dem Branchenverband Bitkom nutzt bereits jeder achte Bundesbürger ab 18 Jahren einen intelligenten Lautsprecher mit digitalem Sprachassistenten.

Der Trend in Richtung vernetzbarer Produkte setzt sich fort. Unterstützt wird das durch die Einführung der eSIM, als der Schlüssel für das Internet der Dinge. Immer mehr Hersteller bringen eSIM-fähige Smartphones und Wearables auf den Markt. Parallel steigt die Pro-Kopf-Anzahl an vernetzten mobilen Endgeräten.

Durch die Steuerung per Smartphone oder digitalem Sprachassistenten verschwinden die Grenzen zwischen Consumer Electronics, Informations- und Kommunikationsdiensten und sogar klassischen Haushaltsgeräten wie Kühlschrank oder Kaffeemaschine zunehmend.

Auch der Fernsehmarkt in Deutschland ist grundlegenden Veränderungen unterworfen, die auch die Telekommunikationsbranche betreffen. Lineares Fernsehen wird für viele Menschen zunehmend weniger interessant, wenngleich es nach wie vor die am weitesten verbreitete Form des Fernsehens ist. Auf der anderen Seite ist inzwischen Videostreaming fester Bestandteil des Medienkonsums: Videoclips, Serien und Filme auf Abruf anzuschauen gehört heute für viele Menschen in Deutschland bereits zum Medienalltag. Dies spiegelt sich in steigenden Nutzerzahlen sowie wachsender Zahlungsbereitschaft der Kunden wider.

Neben der Vernetzung von Menschen bietet die intelligente Vernetzung von Dingen über das Internet (IoT) zahlreiche Anwendungs- und Wachstumsmöglichkeiten wie z.B. Industrie 4.0, Connected Car, Smart Health, Smart Energy und Smart Cities. Ein weiterer Trend ist die die Analyse großer Datenmengen, die neben neuen Erkenntnissen auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht.
 
Die Nachfrage nach mobilen Datendiensten und der intensive Wettbewerb treiben die Marktentwicklung
Mit 116,4 Mio. Kunden (SIM-Karten) Ende September 2018 ist der deutsche Mobilfunkmarkt der größte innerhalb der EU. Die rechnerische Mobilfunkpenetration betrug 141 %, d. h. jeder Bundesbürger hat durchschnittlich 1,4 Mobilfunkkarten. Das Kundenwachstum im Zeitraum von Januar bis September 2018 ist insbesondere auf den werthaltigeren Postpaid-Sektor zurückzuführen. Ende September 2018 machten die Postpaid-Kunden 55,9 % der gesamten Anschlüsse aus. Ende September 2017 lag der Anteil noch bei 53,9 %.

Der Mobilfunkmarkt entwickelte sich im Jahr 2018 weiterhin dynamisch, jedoch rational, mit einem klaren Schwerpunkt der Anbieter auf profitablem Wachstum, durch verstärkte Datennutzung der Kunden und die Monetarisierung von Tarifen mit großem Datenvolumen.

Die stetig wachsende Nachfrage nach datenintensiveren Internetdiensten sorgte für ein weiteres Ansteigen der mobilen Datennutzung. Laut Analystenschätzungen ist der durchschnittliche Datenverbrauch pro Mobilfunkkunde im Monat von 2017 auf 2018 von 1,2 GB auf 1,9 GB gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von rund 60 Prozent.

Quelle: Unternehmensdaten, Analysys Mason, Bundesbank, Bitkom, VATM, BMWi, Statistisches Bundesamt, PwC, Statista


Der deutsche Mobilfunkmarkt ist ein etablierter Markt
Nach dem Zusammenschluss der Telefónica Deutschland Group mit der E-Plus Gruppe besteht der deutsche Mobilfunkmarkt aus drei Netzbetreibern und mehreren Service-Providern bzw. Virtuellen Mobilfunknetzbetreibern (MVNO). Ende September 2018 hielt die Telefónica Deutschland Group mit 43,0 Mio. Mobilfunkkunden (nach marktüblicher Berechnungsweise3 : 45,4 Mio.) einen Marktanteil von 37,0 %.
  

Deutscher Festnetzmarkt von starkem Wettbewerb geprägt
Auch auf dem deutschen Markt für Festnetz-Breitbanddienste herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb. Die Anzahl der Anschlüsse legte gegenüber dem Vorjahr um rund 3 % zu, die Kundenbasis wuchs somit bis Ende 2018 auf schätzungsweise 34,3 Mio. an. Das Wachstum ist vor allem getrieben durch Kabel und VDSL-Anschlüsse, dieses geht wiederum auf geändertes Kundenverhalten und die gestiegene Nachfrage nach hohen Geschwindigkeiten zurück. So nutzten Ende 2018 über 33 % der Festnetzkunden einen Anschluss mit mindestens 50 Mbit/s, Ende 2017 waren es noch 28%. Die gestiegene Kundennachfrage nach mehr Bandbreite spiegelt sich auch in dem pro Breitbandanschluss und Monat erzeugten Datenvolumen wider. Dieses stieg laut der VATM im Jahr 2018 auf durchschnittlich 90 GB pro Monat, was ein Plus von 8 % bedeutet.

Quelle: Analysys Mason, Bundesnetzagentur, VATM
  

Regulatorische Einflüsse auf die Telefónica Deutschland Group

 

Als Anbieter von Telekommunikationsdiensten und als Betreiber von Telekommunikationsnetzen hat die Telefónica Deutschland Group besondere regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Sie unterliegt insoweit der Aufsicht der Bundesnetzagentur (BNetzA).

Im Folgenden werden die wesentlichen regulatorischen Ereignisse des Geschäftsjahres aufgezeigt, die die Telefónica Deutschland Group betreffen.
  
Frequenzen
BNetzA setzt Verfahren zur Bereitstellung neuer Frequenzen im Bereich von 2 GHz und 3,6 GHz fort
Als Ergebnis ihrer Ende 2017 begonnenen Frequenzbedarfsermittlung und nach öffentlicher Konsultation entsprechender Entwürfe Anfang 2018 hat die BNetzA am 14. Mai 2018 die Präsidentenkammerentscheidungen I und II veröffentlicht. Danach werden die zur bundesweiten Bereitstellung identifizierten Frequenzen im Bereich von 2 GHz und 3,4 bis 3,7 GHz mittels einer Versteigerung vergeben und bei 2 GHz eine gemeinsame Vergabe der Ende 2020 und Ende 2025 auslaufenden Frequenzen stattfinden. Das Spektrum im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz ist von der Versteigerung ausgenommen und soll im Antragsverfahren vergeben werden. Gegen die Entscheidungen hat die Telefónica Deutschland Group fristgerecht Klage erhoben sowie ein Eilverfahren zur Herstellung der aufschiebenden Wirkung der Klage eingeleitet. Im Eilverfahren hat das Verwaltungsgericht Köln mit Beschluss vom 21. Dezember 2018 den Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes als unbegründet abgelehnt; im parallel laufenden Klageverfahren wird eine erstinstanzliche Entscheidung im Laufe des Jahres 2019 erwartet.

Nach einer mündlichen Anhörung am 13. Juli 2018 und der ab Ende September 2018 erfolgten Durchführung eines öffentlichen Konsultationsverfahrens zu entsprechenden Entwürfen, an denen sich die Telefónica Deutschland Group jeweils beteiligt hat, hat die BNetzA am 26. November 2018 die finalen Präsidentenkammerentscheidungen III und IV zu den Frequenznutzungsbestimmungen und den Auktionsregeln veröffentlicht. Die Entscheidungen sehen weitreichende Versorgungsverpflichtungen für Haushalte und Verkehrswege einschließlich Schienen, Bundesautobahnen, Bundesstraßen und Land- bzw. Staatsstraßen sowie Seehäfen und Wasserstraßen vor. Teilweise ist eine Anrechnung der Versorgung durch andere Mobilfunknetzbetreiber vorgesehen. Bei Haushalten, Bundesautobahnen, Bundesstraßen und fahrgaststarken Schienenwegen ist eine Übertragungsrate von 100 Mbit/s vorgeschrieben, bei den übrigen Verkehrswegen von 50 Mbit/s. Bei Bundesautobahnen und Bundesstraßen ist eine Latenz von maximal 10ms angeordnet. Im Übrigen wird der Ausbau von 500 Basisstationen für den ländlichen Raum sowie von 1.000 Basisstationen für 5G Anwendungen geregelt. Für Neueinsteiger gelten abweichende Versorgungsverpflichtungen. Daneben sind den Frequenzzuteilungsinhabern Verhandlungspflichten mit geeigneten Diensteanbietern über die Mitnutzung von Funkkapazitäten, mit geeigneten Interessenten über die lokale oder regionale Überlassung von Spektrum bei 3,6 GHz sowie mit anderen bundesweiten Zuteilungsinhabern über Roaming sowie Infrastruktur-Sharing. Bis zum 25. Januar 2019 konnten schriftlich Anträge auf Zulassung zur Auktion gestellt werden. Der Beginn der Auktion ist für das 1. Quartal 2019 vorgesehen. Gegen die Präsidentenkammerentscheidungen III und IV hat die Telefónica Deutschland Group fristgerecht im Dezember 2018 Klage erhoben.

Parallel zum Vergabeverfahren erarbeitet die BNetzA ein Antragsverfahren für Frequenzzuteilungen im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz und hat hierzu einen Entwurf konsultiert, zu dem die Telefónica Deutschland Group bis zum 28. September 2018 Stellung genommen hat. Demnach sind einerseits für einen Teil der Frequenzen jedenfalls lokale Zuteilungen vor allem mit Blick auf Anwendungen für Industrie 4.0 vorgesehen sowie andererseits wechselseitige Mitnutzungsrechte zwischen bundesweiten und lokalen Zuteilungen als auch eine nachfragegerechte Versorgung mit 5G geplant. Die Inhaber bundesweiter Zuteilungen sollen verpflichtet sein, die Mitnutzung von Kapazitäten und Diensten zur Bereitstellung möglichst vielfältiger Geschäftsmodelle diskriminierungsfrei zu ermöglichen.

Für den Frequenzbereich oberhalb 24 GHz bereitet die BNetzA zunächst bei 26 GHz ebenfalls ein Antragsverfahren vor. Hierzu hat die BNetzA in 2018 erste Erwägungen entwickelt, die als Grundlage für die Erarbeitung von Zuteilungsregelungen dienen sollen und zu denen die Telefónica Deutschland Group bis zum 19. Oktober 2018 Stellung genommen hat.

Die Antragsverfahren sollen in 2019 weiterentwickelt und rechtzeitig vor dem Auktionsbeginn finalisiert werden.

Lokales Roaming
Innerhalb der Regierungskoalition wird erwogen, zeitnah ein Gesetzgebungsverfahren zur Einführung einer Ermächtigungsgrundlage für lokales Roaming zu initiieren bzw. entsprechende Regelungen in das laufende 5. TKG-Änderungsgesetz einzubringen. Über eine solche Ermächtigungsgrundlage soll die BNetzA zur Anordnung von lokalem Roaming in äußerst lückenhaften, lokal abgrenzbaren Gebieten ermächtigt werden. Adressat einer solchen Anordnung sollen die sich im Wettbewerb befindlichen Mobilfunknetzbetreiber sein. Das Gesetzgebungsverfahren wird voraussichtlich nicht vor März 2019 abgeschlossen sein. Die Telefónica Deutschland Group bewertet dieses Vorhaben des Gesetzgebers als nicht erforderlichen und unverhältnismäßigen Eingriff in den wettbewerblich organisierten Mobilfunkmarkt.

Gesamtkonzept Mobilfunk 2019
Der Beirat der BNetzA hat mit Beschluss vom 26. November 2018 festgelegt, dass er gemeinsam mit BNetzA, Bundesregierung, Bundestag und Bundesländern bis Mitte 2019 ein Gesamtkonzept für den Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland entwickeln möchte. Ziel dieses Konzeptes soll ein Entwicklungspfad sein, wie der Mobilfunknetzausbau im ländlichen Raum weiter ausgestaltet werden soll. Aus Sicht der Telefónica Deutschland Group kann es nicht zielführend sein, ein solches Konzept ohne die Beteiligung des Marktes zu entwickeln. Die Telefónica Deutschland Group wird sich daher aktiv in den politischen Prozess einbringen.
  
Telekommunikationsmarkt
EU überarbeitet Rechtsrahmen für Telekommunikation (TK-Review)
Das Europäische Parlament hat den EU-Kodex für elektronische Kommunikation am 16. November 2018 verabschiedet und der Europäische Rat hat am 4. Dezember 2018 seine Zustimmung erteilt. Der EU-Kodex sieht eine grundlegende Überarbeitung der Regeln für die Telekommunikationswirtschaft vor. Kernpunkte sind die Ergänzung der Regulierungsziele um die „Förderung hochleistungsfähiger Kommunikationsnetze“ sowie Überlegungen zur Regulierung von OTT-Diensten. Darüber hinaus umfasst der Vorschlag unter anderem Regelungen zur Frequenznutzung, investitionsfreundliche Zugangsregulierung sowie zum künftigen institutionellen Rahmen. Der Kodex enthält richtige Weichenstellungen, birgt jedoch auch Unklarheiten, insbesondere mit Blick auf die künftige Ausgestaltung der Zugangsregulierung. Die finalen EU-Regelungen sind am 20. Dezember 2018 in Kraft getreten und müssen noch in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland soll nach Plänen des Gesetzgebers eine entsprechende Novelle des Telekommunikationsgesetzes im Jahr 2019 erarbeitet werden.

Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung durch die BNetzA
Im Jahr 2017 hat die BNetzA eine Mitteilung veröffentlicht, wonach sie bis zur rechtskräftigen Klärung der Rechtmäßigkeit der Speicherpflicht von Anordnungen und sonstigen Maßnahmen zur Durchsetzung der Speicherverpflichtungen gegenüber allen verpflichteten Unternehmen absehen wird. Die Telefónica Deutschland Group hat in 2017 deshalb die Speicherung vorläufig ausgesetzt. Die rechtskräftige Klärung der Rechtmäßigkeit der Speicherpflicht dauerte auch in 2018 noch an.
  
Zugangs- und Entgeltregulierung
Roam-like-at-home
Die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (VZBV) hatte die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG in 2017 hinsichtlich einzelner Aspekte der Umsetzung von Roam-like-at-home abgemahnt. Da die Umsetzung im Einklang mit den Vorgaben der BNetzA erfolgte, wurde der Abmahnung nicht zugestimmt. Der VZBV hat trotzdem Klage erhoben. Mit einer Gerichtsentscheidung wird im 1. Halbjahr 2019 gerechnet.

EU regelt Preisobergrenzen für Intra-EU Anrufe und SMS ab Mai 2019
Im Wege einer im Dezember 2018 in Kraft getretenen Änderung der Roaming-Verordnung werden die Entgelte für Anrufe und SMS aus Deutschland in das EU-Ausland mit Wirkung ab dem 15. Mai 2019 mit einer Preisobergrenze versehen. Für Anrufe darf dann maximal ein Entgelt von 19 EUR-Cent pro Minute und für SMS von maximal 6 EUR-Cent pro SMS ( jeweils netto) erhoben werden. Diese Änderung wirkt unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten und bedarf keines nationalen gesetzlichen Umsetzungsaktes.

MTR und FTR
Die mit Beschluss vom 6. März 2017 von der BNetzA genehmigten Mobilfunkterminierungsentgelte (MTR) wurden ab dem 1. Dezember 2018 planmäßig von zuvor 1,07 EUR-Cent pro Minute auf 0,95 EUR-Cent pro Minute weiter abgesenkt. Dieses Entgelt ist bis zum 30. November 2019 wirksam. Genehmigungsverfahren für die ab dem 1. Dezember 2019 gültigen MTR werden im Jahr 2019 durchgeführt.

Die Festnetzterminierungsentgelte (FTR) in Höhe von 0,1 EUR-Cent pro Minute sind Ende Dezember 2018 ausgelaufen. Für die Folgezeit hat die Telefónica Deutschland Group bei der BNetzA einen neuen Entgeltantrag gestellt. Eine vorläufige rückwirkende Entscheidung wird Anfang 2019 erwartet. Es wird erwartet, dass die Entgelte auch in Zukunft symmetrisch für alle regulierten Festnetzbetreiber festgelegt werden. Die FTR der Telekom Deutschland GmbH dienen dabei als Referenzmaßstab für alle anderen Festnetzbetreiber.

BNetzA Konsultation und Marktuntersuchung zu Glasfaserinfrastrukturen dauert an
Die von der BNetzA im Jahr 2017 eingeleiteten Untersuchungen zu „Fragen der Entgeltregulierung bei FttH/B-basierten Vorleistungsprodukten mit Blick auf den Ausbau hochleistungsfähiger Glasfaserinfrastrukturen“ sowie zur Regulierungsbedürftigkeit und dem Vorliegen beträchtlicher Marktmacht auf den Märkten 3a (= Markt für den auf der Vorleistungsebene an festen Standorten lokal bereitgestellten Zugang) und 3b (= Markt für Massenmarktprodukte auf der Vorleistungsebene an festen Standorten zentral bereitgestellter Zugang) dauerten auch im Jahr 2018 an. Kernpunkte dieser Untersuchungen waren die Fragen nach der entgeltbezogenen regulatorischen Unterstützung eines beschleunigten Ausbaus der Glasfasernetze sowie nach der Zuordnung von FttH/B-basierten Vorleistungsprodukten in den bundesweiten Anschlussmarkt, in dem sich auch kupferbasierte Anschlüsse und Kabel-Anschlüsse befinden. Erste Entscheidungen werden frühestens im 2. Quartal 2019 erwartet.

Einführung eines regulierten Vorleistungsproduktes „Super Vectoring“ der Telekom
Die Telekom Deutschland GmbH hat ihr Produktangebot im Rahmen der regulierten Vorleistung „Bitstream Access“ im August 2018 um sogenannte „Super-Vectoring“-Anschlüsse erweitert. Hierdurch wird die mögliche Bandbreite von VDSL-Anschlüssen im Vergleich zu heute deutlich erhöht (von max. 100 Mbit/s auf bis zu 250 Mbit/s). Super Vectoring ist nicht flächendeckend verfügbar, jedoch rüstet Telekom ihre Netzinfrastruktur kontinuierlich auf. Die von Telekom angebotenen Preise für Super-Vectoring wurden von der BNetzA überprüft und als wettbewerbsfähig erachtet. Durch „Super-Vectoring“ wird eine Verbesserung der Wettbewerbsposition der Telefónica Deutschland Group auf dem Festnetzmarkt erwartet, da die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Kabelnetzbetreibern und FTTB/H-Anbietern verbessert werden kann.
  

Überblick über das Geschäftsjahr 2018

 

Das deutsche Mobilfunk-Marktumfeld blieb im Geschäftsjahr 2018 über alle Segmente hinweg dynamisch, jedoch rational, mit einer klaren Ausrichtung auf profitables Wachstum durch verstärkte Datennutzung der Kunden und die Monetarisierung von Tarifen mit großem Datenvolumen. Um dies zu unterstützen und zu fördern, haben wir neben dem Relaunch des O2 Free Portfolios sowie des Blau Portfolios für preissensitivere Kunden auch unser Portfolio um verschiedene Unlimited Tarife im Privatkunden- und Geschäftskundenbereich erweitert. Wir fokussieren uns weiterhin darauf unseren Kunden mobile Freiheit zu bieten. Die neuen O2 Free Tarife – mit der Double-Data Boost Option und der einzigartigen O2 Connect Option für bis zu 10 Geräte – unterstützen unsere ARPU-up Strategie und helfen uns auch in Zukunft dabei den Effekten der Veränderung der Zusammensetzung des Kundenstamms, OTT-Effekten, sowie den fortwährenden negativen Regulierungseffekten auf Mobilfunkumsatz entgegenzuwirken.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 haben wir die Netzintegration weitestgehend abgeschlossen und die Netztest-Ergebnisse belegen deren positive Auswirkung. So konnte das Telefónica Deutschland Group Netz eine klare Notenverbesserung unter anderem im Chip-Test und im Netztest der connect erzielen. Parallel zur Finalisierung der Netzintegration haben wir den LTE-Ausbau bundesweit vorangetrieben und in nahezu allen Städten in Deutschland unser Netz mit zusätzlichen LTE-Elementen verdichtet. Neben dem LTE-Ausbau entlang wichtiger Verkehrsinfrastrukturen haben wir auch in dünn besiedelten Gebieten zusätzliche Gemeinden an unser Netz angeschlossen. Insgesamt hat unser Netz in 2018 damit mehr als 6.700 LTE-Stationen hinzugewonnen.

Die erfolgreiche Finalisierung der Netzintegration und die daraus resultierende signifikante Verbesserung unserer Netzqualität ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zum “Mobile Customer and Digital Champion“. Aufbauend auf diesen Erfolgen, werden wir den Ausbau und die Optimierung unseres Mobilfunknetzes weiter vorantreiben und gleichzeitig das Kundenerlebnis weiter verbessern. Dies schließt neben dem LTE-Ausbau auch die Verbesserung der Netzabdeckung entlang wichtiger Transportwege, wie Autobahnen und ICE Strecken mit ein.

Per Ende Dezember 2018 belief sich die Zahl der Kundenanschlüsse der Telefónica Deutschland Group auf 47,1 Mio., ein Rückgang um 1,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse betrug zum Jahresende 42,8 Mio.4, ein Minus von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür war insbesondere der Rückgang der Kundenbasis im mobilen Prepaid-Bereich, der auf Änderungen im regulatorischen Umfeld (Legitimationsprüfung und Europäische Roaming-Verordnung) und den Markttrend von Pre- und Postpaid zurückzuführen ist.

Das mobile Postpaid-Geschäft zeigte weiterhin einen positiven Trend mit 1.002 Tsd. Netto-Neuanschlüssen im Geschäftsjahr 2018. Der Beitrag des Partnergeschäfts blieb in einem rationalen Marktumfeld solide und trug im Geschäftsjahr 2018 60 % zu den Bruttozugängen bei. Der primäre Fokus der Telefónica Deutschland Group liegt weiterhin auf Kundenbindung und Entwicklung der Bestandskundenbasis. Per Ende Dezember 2018 nahm der Kundenstamm im Prepaid- Geschäft um 1.338 Tsd. Anschlüsse ab und betrug 20,5 Mio. Anschlüsse, ein Minus von 6,1 % gegenüber dem 31. Dezember 2017. Die Abwanderungsrate im Postpaid-Bereich war mit 1,6% im Geschäftsjahr 2018 stabil. Die Abwanderungsrate im O2-Postpaid- Privatkundengeschäft blieb niedrig und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 1,4% im Geschäftsjahr 2018.

Die Umsatzerlöse lagen bei 7.320 Mio. EUR, ein Plus von 0,3 % im Jahresvergleich (7.290 Mio. EUR, ein Minus von 0,1 % im Jahresvergleich nach IAS 18). Bereinigt um negative regulatorische Effekte in Höhe von insgesamt 44 Mio. EUR beliefen sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 auf 7.364 Mio. EUR, ein Zugewinn von 0,9 % im Jahresvergleich (7.334 Mio. EUR, ein Zugewinn von 0,5 % im Jahresvergleich nach IAS 18). Die positiven Effekte aus der Vermarktung des O2 Free Portfolio wurden durch den anhaltenden Gegenwind der OTT-Trends sowie Verschiebungen innerhalb der Kundenbasis teilweise aufgehoben.

Das OIBDA belief sich auf 1.797 Mio. EUR im Vergleich zu 1.785 Mio. EUR im Vorjahr, was einem Plus von 0,7 % entspricht. Nach IAS 18 Berichterstattung belief sich das OIBDA auf 1.762 Mio. EUR, ein Minus von 1,3 %. Bereinigt um Sondereffekte und exklusive regulatorischer Effekte 2018 belief sich das OIBDA5 im Geschäftsjahr 2018 auf 1.938 Mio. EUR, ein Plus von 5,3 % (1.903 Mio. EUR, ein Plus von 3,4 % nach IAS 18) im Vergleich zu 1.840 Mio. EUR in 2017. Die Sondereffekte beliefen sich auf 87 Mio. EUR und hingen hauptsächlich mit der Netzkonsolidierung zusammen. Die Nutzungselastizitätseffekte im Zusammenhang mit der europäischen Roaming-Gesetzgebung stellten die Hauptgründe für die negativen regulatorisch bedingten Einbußen in Höhe von 54 Mio. EUR dar. Die zusätzlichen Einsparungen aus OIBDA-relevanten Integrationsaktivitäten betrugen im Geschäftsjahr 2018 insgesamt etwa 100 Mio. EUR. Der gute Fortschritt der Netzkonsolidierung, ermöglichte uns dabei, im Berichtsjahr Einsparungen in Höhe von ~20 Mio. EUR aus 2019 vorzuziehen. Daher stieg die OIBDA-Marge bereinigt um Sondereffekte5 und exklusive regulatorischer Effekte im Geschäftsjahr 2018 im Jahresvergleich um 1,1 Prozentpunkte auf 26,3 % (um 0,7 Prozentpunkte auf 25,9 % nach IAS 18 Berichterstattung).

Erwartungsgemäß stieg der Investitionsaufwand (CapEx gesamt) im Geschäftsjahr 2018 bedingt durch die massive Netzkonsolidierung und den gleichzeitigen LTE-Ausbau um 16 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 966 Mio. EUR, wobei zusätzliche Synergien in Höhe von ca. 50 Mio. EUR realisiert wurden.
 
T 01 ÜBERBLICK GESCHÄFTSJAHR 2018
Referenzwert 2017 (in Millionen EUR)Ursprünglicher Ausblick 2018⁶(Entwicklung gegenüber Vorjahr in %)PräzisierterAusblick 2018⁶ ⁷(Entwicklung gegenüber Vorjahrin %)Geschäftsjahr 2018 (Entwicklung gegenüber Vorjahr in %)Bewertung
Umsatzerlöse 7.296Weitestgehend stabil (ohne negative regulatorische Effekte von 30-50 Mio. EUR)Weitestgehend stabil (ohne negative regulatorische Effekte von 30-50 Mio. EUR)+0,5% nach IAS 18 BerichterstattungWie erwartet
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) bereinigt um Sondereffekte1.840Weitestgehend stabil bis leicht positiv (ohne regulatorische Effekte von 40-60 Mio. EUR)Leicht positiv (ohne regulatorische Effekte von 40-60 Mio. EUR)+3,4% nach IAS 18 BerichterstattungWie erwartet
Investitionsquote13%Ca. 12-13%Ca. 12-13%13,20%Wie erwartet
Dividende0,26 EUR/Aktie Gemäß Verabschiedung der Hauptversammlung vom 17. Mai 2018 Jährliches Dividendenwachstum in 3 aufeinanderfolgenden Jahren (2016-2018)Jährliches Dividendenwachstum in 3 aufeinanderfolgenden Jahren (2016-2018)Dividendenvorschlag von 0,27 EUR/Aktie an die Hauptversammlung im Mai 2019Wie erwartet

 

Der Geschäftsverlauf wird in den folgenden Kapiteln näher erläutert.

 

Ertragslage

  

T 02 KONZERNGEWINN UND -VERLUSTRECHNUNG
1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR)20182017Veränderung% Veränd.
Umsatzerlöse7.3207.296240,3
Sonstige Erträge1771591711,0
Betriebliche Aufwendungen(5.700)(5.670)(29)0,5
Materialaufwand und bezogene Leistungen(2.459)(2.396)(64)2,7
Personalaufwand(610)(642)32(5,0)
Wertberichtigung gemäß IFRS 9¹(79)(73)(5)7,3
Sonstige Aufwendungen(2.552)(2.560)8(0,3)
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA)1.7971.785120,7
OIBDA-Marge24,6%24,5%0,1%-p.
Abschreibungen(1.987)(1.869)(118)6,3
Betriebsergebnis(190)(84)(106)>100
Finanzergebnis(42)(34)(9)26,0
Ergebnis vor Steuern(233)(118)(114)97,0
Ertragsteuern3(262)265(>100)
Periodenergebnis(230)(381)150(39,5)
T 03 AUFGLIEDERUNG UMSATZERLÖSE
1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR)20182017Veränderung% Veränd.
Umsatzerlöse aus Mobilfunk6.5396.4151251,9
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen5.2675.287(20)(0,4)
Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware1.2721.12814412,8
Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL767862(95)(11,0)
Sonstige Umsatzerlöse1319(6)(30,1)
Umsatzerlöse7.3207.296240,3

Umsatzerlöse gestiegen
Die Umsatzerlöse sind im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 gestiegen, begründet durch ein starkes Umsatzwachstum im Hardwaregeschäft. Somit konnte der Rückgang der Umsätze aus Festnetz/ DSL, der auf eine gesunkene DSL-Kundenbasis und die Stilllegung der ULL-Infrastruktur des Wholesale-Geschäfts zurückzuführen ist, sowie geringere Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen, beeinflusst durch regulatorische Effekte im Zusammenhang mit der europäischen Roaming-Verordnung (>GESCHÄFTSBERICHT 2018, REGULATORISCHE EINFLÜSSE) kompensiert werden. Ohne Berücksichtigung der regulatorischen Effekte in Höhe von 44 Mio. EUR lagen die Umsatzerlöse um 0,9 % über den Umsatzerlösen des Vorjahres.
 
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen leicht rückläufig
Der Umsatzrückgang in einem weiterhin anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven deutschen Markt ist auf regulatorische Einflüsse, anhaltende OTT-Trends sowie die fortlaufende Rotation der Kundenbasis zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der regulatorischen Effekte, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der EU Roaming-Gesetzgebung stehen, lagen die Umsätze aus Mobilfunkdienstleistungen über dem Vorjahresniveau. Die Telefónica Deutschland Group sieht sich weiterhin in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld, in dem sich die oben erwähnten Umsatzeffekte gegenläufig auf die Effekte aus der erfolgreichen Vermarktung des O2 Free Portfolios bei Neu- und Bestandskunden auswirkten. Zum stetigen Kundenwachstum trug die gute Entwicklung unserer Partnermarken bei. Dabei war die größere Verfügbarkeit an 4G-Angeboten in diesem Marktsegment wesentlich. Demzufolge vergrößerte sich unsere Postpaid-Mobilfunkkundenbasis im Geschäftsjahr 2018 um 1.002 Tsd. Nettoneukunden auf 22,3 Mio. (2017: Anstieg 737 Tsd.), was in einem Anstieg des Anteils unserer Postpaid-Kunden an unserer Mobilfunkkundenbasis um 2,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 52,0% resultierte. Trotz eines niedrigen Preisniveaus im Partnergeschäft und des Einflusses von regulatorischen Effekten konnte der durchschnittliche Kundenumsatz (ARPU) auf 10,0 EUR gegenüber Vorjahresniveau (2017: 9,7 EUR) gesteigert werden. Weiterhin schreitet die Erhöhung der LTE-Netzabdeckung kontinuierlich voran. Die Nachfrage nach Datendiensten (z. B. mobiles Internet, Dienstleistungsanwendungen und andere Dateninhalte) nimmt weiter zu, getrieben durch die zunehmende Anzahl LTE-fähiger Mobilfunkgeräte in Verbindung mit einer steigenden Nutzung mobiler Audio- und Video-Applikationen. Über unser O2 Free Portfolio sowie dem Fokus auf größere Datenpakete im Markt konnten wir eine Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts realisieren. Der prozentuale Anteil der Nicht- SMS-Datenumsätze an den Datenumsätzen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozentpunkte auf 85,4% an.
 
Anstieg der Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware
Durch die Abhängigkeit vom Verkaufsstart neuer Endgeräte unterliegen die Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware generellen Schwankungen. Aufgrund einer verbesserten Nachfrage nach Mobilfunk-Hardware im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Verkaufszahlen von Endgeräten – auch an Mobilfunkpartner – im Vorjahresvergleich an.
 
Rückgang der Umsatzerlöse aus Festnetz/ DSL
Im Zuge der Stilllegung der veralteten ULL-Infrastruktur wurde auch die Wholesale Kundenmigration im Geschäftsjahr 2018 abgeschlossen. Die damit verbundene Umsatzverringerung trug zu einem Rückgang der Festnetzumsätze bei. Hingegen profitierten im Vergleich zum Vorjahr die Festnetzumsätze im DSL Privatkundengeschäft erneut von der steigenden Nachfrage nach VDSL sowie von einer weitestgehend stabilen Kundenbasis und führten somit zu einer Verlangsamung des Umsatzrückgangs.
 
Anstieg der betrieblichen Aufwendungen
Der höhere Wareneinsatz für Hardware in Bezug auf die gestiegene Nachfrage nach Endgeräten überwog Einsparungen aus integrationsbedingten Maßnahmen und einer Marktstrategie mit Fokus auf Werthaltigkeit, sodass die betrieblichen Aufwendungen im Jahresvergleich gestiegen sind. Die betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2018 beinhalten Restrukturierungskosten in Höhe von 84 Mio. EUR, die hauptsächlich mit der Netzwerkkonsolidierung zusammenhängen.
 
Materialaufwand und bezogene Leistungen gestiegen
Der Materialaufwand fiel im Geschäftsjahr 2018 höher als im Vorjahreszeitraum aus. Der Wareneinsatz ist für Hardware entsprechend der starken Nachfrage nach Endgeräten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, während der Wareneinsatz für Konnektivität zurückging, da höhere Wholesale-Kosten für Outbound-Roaming durch geringere Kosten für Voice-Terminierung ausgeglichen wurden.
  

Geringerer Personalaufwand im Jahresvergleich
Der Personalaufwand war hauptsächlich durch den Abschluss des Mitarbeiterrestrukturierungsprogramms in der Berichtsperiode beeinflusst. Die Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 19 Mio. EUR im Vergleich zu 44 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2017.
 
Sonstige Aufwendungen leicht verringert
Die Einsparungen aus Integrationsprojekten wurden teilweise durch höhere kommerzielle Kosten bei der Positionierung und Vermarktung des O2 Free Portfolios in einem dynamischen aber rationalen Marktumfeld kompensiert. Die sonstigen Aufwendungen beinhalten im Geschäftsjahr 2018 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 66 Mio. EUR (2017: 38 Mio. EUR).
 
Wachstum des OIBDA zeigt erfolgreiche Umsetzung von Synergien sowie Investitionen in den Markt und regulatorische Effekte
Das OIBDA sowie das um Sondereffekte bereinigte OIBDA stiegen im Vergleich zum Vorjahr an. Dabei trugen zusätzliche kosten- und umsatzbezogene Synergieeffekte etwa 100 Mio. EUR bei. Die Sondereffekte beliefen sich auf 87 Mio. EUR und hingen hauptsächlich mit der Netzwerkkonsolidierung zusammen. Negative regulatorische Effekte betrugen 54 Mio. EUR und waren hauptsächlich auf höhere Wholesale-Kosten im Zusammenhang mit der europäischen Roaming-Gesetzgebung zurückzuführen.
   
Abschreibungen gestiegen
Der Anstieg ist das Ergebnis der fortschreitenden Konsolidierung des Mobilfunknetzwerks und der damit zusammenhängenden Verkürzung der Nutzungsdauer einzelner Vermögenswerte.

Betriebsergebnis rückläufig
Die Entwicklung resultiert insbesondere aus den gegenüber dem Vorjahr um 118 Mio. EUR gestiegenen Abschreibungen.

Finanzergebnis verschlechtert
Bedingt durch den Anstieg der Finanzaufwendungen, die im Wesentlichen auf die Refinanzierung der auslaufenden Anleihe sowie Aufnahme einer weiteren Namensschuldverschreibung und des Schuldscheindarlehens zurückführen sind, verschlechterte sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr.
 
Ertragsteuern
Die Telefónica Deutschland Group verzeichnete im Jahr 2018 kein positives zu versteuerndes Einkommen und wird folglich erneut keine laufenden Ertragsteuern zahlen. Der im Geschäftsjahr enthaltene Steuerertrag in Höhe von 3 Mio. EUR bezieht sich daher im Wesentlichen auf Veränderungen der latenten Steuern. In der Vorperiode resultierte ein Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 262 Mio. EUR.
 

Finanzlage

 

 

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

 

Die Risikokontrolle und eine zentrale Steuerung bilden die Grundprinzipien des Finanzmanagements der Telefónica Deutschland Group. Ziel des Finanzmanagements ist es, dauerhaft ausreichend finanzielle Liquidität und Stabilität sicherzustellen. Risikokontrollen werden eingesetzt, um potenzielle Risiken zu antizipieren und mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzusteuern. Es sind derzeit keine Sachverhalte bekannt, dass Telefónica Deutschland Group ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann.

Eine wichtige Steuerungskennzahl ist dabei der Nettoverschuldungsgrad (>STEUERUNGSSYSTEM).
 

Finanzierung

 

Zur Fremdkapitalbeschaffung werden sowohl Kreditlinien als auch Kapitalmarktinstrumente genutzt.

Platzierung eines Konsortialkredits
Die Telefónica Deutschland Group hat am 22. März 2016 eine Konsortialkreditlinie in Höhe von 750 Mio. EUR abgeschlossen, die zum 31. Dezember 2018 nicht in Anspruch genommen wurde. Die Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken und hat eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren. Die Laufzeit dieser Konsortialkreditlinie wurde im Februar 2018 letztmalig um ein Jahr bis März 2023 verlängert.
  
Finanzierungsvertrag mit der Europäischen Investitionsbank (EIB)
Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. Juni 2016 ihren ersten Finanzierungsvertrag mit der EIB in Höhe von 450 Mio. EUR unterzeichnet. Die Linie dient der Finanzierung der Konsolidierung, Modernisierung und Erweiterung des Mobilfunknetzes der Telefónica Deutschland Group nach der Akquisition der E-Plus Gruppe und wurde zum 31. Dezember 2018 vollständig in Anspruch genommen. Die durch die EIB bereitgestellten Finanzierungsmittel haben eine Laufzeit von bis zu acht Jahren.
  
Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen
Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. März 2015 eine Erstplatzierung von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit unterschiedlichen Laufzeiten bis 2032 und einer Gesamtsumme von 300 Mio. EUR abgeschlossen. Im Februar 2018 wurden weitere Schuldscheindarlehen in verschiedenen Tranchen und eine Namensschuldverschreibung im Gesamtvolumen von insgesamt 250 Mio. EUR mit verschiedenen Laufzeiten bis maximal 2033 begeben.
 
Verbindlichkeiten aus Anleihen
Im Februar 2014 hat die O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH eine Anleihe mit einem Nominalbetrag von 500 Mio. EUR und einer Laufzeit von sieben Jahren und im Juli 2018 eine weitere Anleihe mit einem Nominalbetrag von 600 Mio. EUR und einer Laufzeit von ebenfalls sieben Jahren platziert. Die Emittentin hat den Nettoemissionserlös aus der Anleihe ihrer Gesellschafterin, der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, im Rahmen eines Darlehens zur Verfügung gestellt. Beide Anleihen werden von der Telefónica Deutschland garantiert. Die Einzelheiten stellen sich wie folgt dar:
  
T 04 BETRAG NOMINAL
Betrag nominal (in Mio. EUR)Laufzeit vonbisKupon p.a.
50010.02.201410.02.20212,375%
60005.07.201805.07.20251,75%
Konzerndarlehen
Die Telefónica Deutschland Group hat am 31. Juli 2017 eine bilaterale revolvierende Kreditlinie mit der Finanzierungsgesellschaft der Telefónica, S.A. Group, Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR abgeschlossen, die zum 31. Dezember 2018 nicht in Anspruch genommen wurde. Die Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken und hat eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2019.
 
Finanzielle Flexibilität durch ungenutzte Kreditfazilitäten
Die finanzielle Flexibilität des Konzerns ist durch die Verfügbarkeit ungenutzter Kreditlinien in Höhe von insgesamt 2.014 Mio. EUR weiterhin sichergestellt. Es handelt sich dabei um bilaterale revolvierende Kreditfaziliäten bei verschiedenen Banken in Höhe von 710 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, die nicht in Anspruch genommene Konsortialkreditlinie in Höhe von 750 Mio. EUR, 54 Mio. EUR zur Verfügung stehende kurzfristige Überziehungslinien der Telfisa Global B.V., sowie die nicht beanspruchte Kreditlinie mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR.
 
Telefónica Deutschland Group profitiert weiterhin von der Teilnahme am Cash-Pooling der Telefónica, S.A. Group
Die Telefónica Deutschland Group wird sich auch in Zukunft am Liquiditätsmanagement-System der Telefónica, S.A. Group beteiligen. Hierzu wurden mit Telfisa Global B.V. Vereinbarungen über Einlagen und das Liquiditätsmanagement getroffen. Die liquiden Mittel der gesamten Telefónica, S.A. Group werden anhand dieser Vereinbarungen zentralisiert. Auf diese Weise wird von den Skalenvorteilen der gesamten Telefónica, S.A. Group profitiert. Im Rahmen des Cash-Pooling stehen dem Konzern bis zu einem Höchstbetrag von 54 Mio. EUR kurzfristige Überziehungslinien zur Verfügung. Die Telefónica, S.A. hat sich für die Verpflichtungen der Telfisa Global B.V. aus den Cash-Pooling-Vereinbarungen verbürgt.
 
Silent Factoring stärkt unser Working Capital
Es wurden mit unterschiedlichen Kreditinstituten Factoring-Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen abgeschlossen, um damit das Working Capital zu stärken. Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Wesentlichen Factoring-Transaktionen über Ratenforderungen mit einem Nettozufluss an Liquidität von insgesamt 629 Mio. EUR abgeschlossen. Verkaufte Forderungen wurden zum Zeitpunkt des Verkaufs mit Ausnahme des anhaltenden Engagements vollständig ausgebucht. Weitere Informationen zum Silent Factoring können dem Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 entnommen werden (>ANHANG NR. 4.4 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN). 
 
Finanzielle Effizienz und Zahlungsmittelflexibilität durch Zahlungszielverlängerung
Um die finanzielle Effizienz und die Flexibilität der liquiden Mittel zu verbessern, hat die Telefónica Deutschland Group mit bestimmten kommerziellen Lieferanten Vereinbarungen über die Verlängerung der Zahlungsfristen geschlossen. Hierbei wurden die branchentypischen Zahlungsziele nicht überschritten, sodass die Lieferverbindlichkeiten unverändert als solche ausgewiesen wurden.
  

Finanzierungsanalyse

 

Nettofinanzschulden unter anderem bedingt durch Dividendenzahlung erhöht
Die Tabelle 5 zeigt die Zusammensetzung der Nettofinanzschulden – d. h. den Saldo aus zinstragenden Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der zinstragenden finanziellen Vermögenswerte.

Die Nettofinanzschulden zum 31. Dezember 2018 erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 65 Mio. EUR auf 1.129 Mio. EUR, woraus für das Berichtsjahr ein Nettoverschuldungsgrad6 in Höhe von 0,6x resultiert.

Der Anstieg der Nettofinanzschulden im Geschäftsjahr 2018 wurde maßgeblich durch die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2017 (773 Mio. EUR) sowie den Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen in Höhe von 733 Mio. EUR beeinflusst.

Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Nettofinanzschulden im Geschäftsjahr 2018.
  

T 05 ENTWICKLUNG DER KONSOLIDIERTEN NETTOFINANZSCHULDEN
Zum 31. Dezember
(In Millionen EUR)20182017Veränderung% Veränd.
A Liquidität75158716428,0
B Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte⁽¹⁾18217752,8
C Kurzfristige Finanzschulden⁽²⁾145635(490)(77,2)
D=C-A-B Kurzfristige Nettofinanzschulden(788)(129)(659)>100
E Langfristige finanzielle Vermögenswerte⁽¹⁾87751215,6
F Langfristige Finanzschulden⁽²⁾2.0041.26873658,1
G=F-E Langfristige Nettofinanzschulden1.9171.19372460,7
H=D+G Nettofinanzschulden⁽³⁾1.1291.064656,1
Außerbilanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Operatingleasingverhältnissen reduzierten sich um 200 Mio. EUR auf 2.579 Mio. EUR, insbesondere aufgrund reduzierter zukünftiger Verpflichtungen für Mietleitungen. Die Abnahme- und sonstigen vertraglichen Verpflichtungen erhöhten sich um 335 Mio. EUR auf 2.538 Mio. EUR, insbesondere aufgrund höherer Abnahmeverpflichtungen für Hardware. Weitere Informationen können dem Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 entnommen werden (> ANHANG NR. 18. OPERATINGLEASINGVERHÄLTNISSE UND ABNAHME- UND SONSTIGE VERTRAGSVERPFLICHTUNGEN).

Liquiditätsanalyse

 
T 06 KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR)20182017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums587613
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit1.6901.702
Cashflow aus der Investitionstätigkeit(957)(1.022)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit(569)(706)
Nettozu-(ab)nahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente164(26)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums751587
Konzernkapitalflussrechnung
Nachfolgend wird die Entwicklung der Zahlungsflüsse der Telefónica Deutschland Group in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 analysiert.

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit geringfügig unter dem Vorjahresniveau
Diese Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch die Veränderung des Working Capital, welche im Berichtszeitraum bei -58 Mio. EUR lag und im Geschäftsjahr 2017 sich auf -26 Mio. EUR belief. Der Rückgang des Working Capital war vorwiegend durch den Aufbau von Vorräten getrieben. Gegenläufig wirkte der Anstieg von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
  
Veränderung des Cashflow aus der Investitionstätigkeit getrieben durch gesunkene Mittelabflüsse
Die Mittelabflüsse lagen mit 982 Mio. EUR um 88 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen mit 59 Mio. EUR rückläufige Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Die Mittelzuflüsse in Höhe von 25 Mio. EUR lagen um 23 Mio. EUR unter den Mittelzuflüssen des Vorjahres, die durch die getätigten Veräußerungen immaterieller Vermögenswerte beeinflusst waren.
 
Veränderung des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch diverse Transaktionen beeinflusst
Die Mittelabflüsse erhöhten sich um 398 Mio. EUR auf 3.095 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf die Rückzahlung der im Berichtsjahr fälligen Anleihe in Höhe von 600 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkte die im Vorjahr getätigte Zahlung für den Ausgleich der Zahlungsverpflichtung aus der Mobilfunk-Frequenzauktion in Höhe von 111 Mio. EUR.

Der Mittelzufluss aus der Aufnahme von verzinslichen Schulden erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 535 Mio. EUR auf 2.526 Mio. EUR und ist im Wesentlichen auf die Platzierung einer neuen Anleihe in Höhe von 600 Mio. EUR zurückzuführen.
  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gestiegen
Aufgrund der oben beschriebenen Mittelzuflüsse/(-abflüsse) nahmen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber dem Stichtag des Vorjahres um 164 Mio. EUR zu und beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 751 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 587 Mio. EUR).
 
T 07 HERLEITUNG DES CASHFLOW UND OIBDA MINUS CAPEX
1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR) 20182017Veränderung % Veränd.
OIBDA 1.7971.785120,7
- CapEX (958)(932)(26)2,8
= Operating Cashflow (OpCF) 839853(14)(1,7)
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (15)(15)(>100)
+/- Veränderung des Working Capitals (79)(132)53(40,2)
+/- (Gewinne) Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten (0)(30)29(98,3)
+/- Ein-/Auszahlungen aus Veränderung des Konsolidierungskreises 2121>100
+/- Ein-/Auszahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 031(30)(98,4)
+ Nettozinszahlungen (33)(27)(7)25,4
+/- Ein-/Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte 114(12)(89,4)
= Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen(1) und vor Erwerb von Unternehmen abzgl. übernommener Zahlungsmittel 734709253,5
- Erwerb von Unternehmen abzgl. übernommener Zahlungsmittel (1)(29)29(98,0)
= Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen(1) 733680537,8
- Auszahlungen für Spektrum (111)111(100,0)
- Dividendenzahlungen (773)(744)(30)4,0
= Free Cashflow nach Dividenden- und Spektrumszahlungen(40)(175)135(77,0)

Vermögenslage

T 08 KONZERNBILANZ
Zum 31. Dezember
(In Millionen EUR) 20182017Veränderung % Veränderung
Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.6877.445(759)(10,2)
Sachanlagen 3.7934.041(248)(6,1)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.3711.334372,8
Latente Steueransprüche 2041624226,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1111110(0,4)
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 61931530496,6
Vorräte 261105156>100
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 75158716428,0
Summe Vermögenswerte = Summe Eigen- und Fremdkapital 13.79614.100(304)(2,2)
Verzinsliche Schulden 2.1491.90524412,8
Rückstellungen 714741(28)(3,7)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.4382.2421968,7
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 39132(93)(70,6)
Rechnungsabgrenzungsposten 712782(70)(8,9)
Latente Steuerschulden 1771176>100
Eigenkapital7.5698.297(728)(8,8)
Immaterielle Vermögenswerte vor allem durch Abschreibungen gesunken
Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte in Höhe von 1.029 Mio. EUR aus planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer. Gegenläufig wirkten sich die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 269 Mio. EUR aus. Diese betrafen im Wesentlichen Investitionen in Software.
  
Sachanlagen vor allem durch Abschreibungen gesunken
Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr ist in Höhe von 959 Mio. EUR im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Demgegenüber stehen Zugänge des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 697 Mio. EUR.
 
Investitionsquote (CapEx/Sales-Ratio) nahezu unverändert
Die Investitionsquote belief sich in 2018 auf 13,2 % im Vergleich zu 13,0 % in der Vergleichsperiode 2017. Im Wesentlichen investierte die Telefónica Deutschland Group weiterhin in die Konsolidierung des Netzwerks sowie in den weiteren Ausbau des LTE-Netzes.
 
Latente Steueransprüche
Die latenten Steueransprüche stiegen aufgrund des gesondert ausgewiesenen Anstiegs an latenten Steuerschulden, welche einen korrespondierenden, quotalen Ansatz von latenten Steueransprüchen ermöglichen (>LATENTE STEUERSCHULDEN).
  
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte gestiegen
Der Anstieg resultierte in Höhe von 429 Mio. EUR aus der Erstanwendung von IFRS 15. Gegenläufig wirkte der Rückgang von Steuerforderungen in Höhe von 78 Mio. EUR sowie der Rückgang aus den Vorauszahlungen im Wesentlichen bedingt durch die Laufzeitverkürzung zugrundeliegender Verträge und einem regulären Verbrauch von mehrjährigen Abgrenzungen.
  
Vorräte von mobilen Endgeräten gestiegen
Grund hierfür war der Bestandsaufbau für Vertriebsaktivitäten von neu auf dem Markt erschienenen Endgeräten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gestiegen
Die Entwicklung ist auf mehrere Effekte zurückzuführen (>FINANZLAGE).

Verzinsliche Schulden gegenüber Vorjahr gestiegen
Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der Aufnahme von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von 250 Mio. EUR. Weiterhin erfolgte eine Refinanzierung der im Berichtsjahr fälligen Anleihe in Höhe von 600 Mio. EUR.
  
Rückstellungen nahezu auf Vorjahresniveau
Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die rückläufigen Rückbau- und Stilllegungsverpflichtungen in Höhe 30 Mio. EUR sowie in Höhe von 17 Mio. EUR auf die rückläufigen Restrukturierungsverpflichtungen durch Verbrauch zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen Rückstellungen mit 12 Mio. EUR und die um 6 Mio. EUR erhöhten Pensionsrückstellungen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gestiegen
Die Entwicklung ist unter anderem auf den zum Jahresende erfolgten Bestandsaufbau der Vorräte zurückzuführen.

Rechnungsabgrenzungsposten gesunken
Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Verbrauch der zum Jahresende 2017 getätigten Voucherverkäufe sowie weiterhin aus rückläufigen Abgrenzungen aus Aktivierungsgebühren.
  
Latente Steuerschulden
Im Zusammenhang mit der Erstanwendung von IFRS 15 erfolgte eine ergebnisneutrale Erhöhung der latenten Steuerschulden in Höhe von 134 Mio. EUR. Ferner wurden steuermindernde temporäre Differenzen, unter anderem steuerliche Mehrabschreibungen sowie längere Abschreibungszeiträume für steuerliche Zwecke im Zusammenhang mit immateriellen Vermögenswerten, planmäßig realisiert.
  
Eigenkapital unter dem Vorjahresniveau
Die Eigenkapitalveränderung ist hauptsächlich auf die am 23. Mai 2018 vollzogene Dividendenzahlung in Höhe von 773 Mio. EUR und auf die im Eigenkapital erfassten Effekte im Zusammenhang mit der Erstanwendung von IFRS 15 und IFRS 9 in Höhe von 274 Mio. EUR. sowie auf das Periodenergebnis in Höhe von -230 Mio. EUR zurückzuführen. Weitere im Eigenkapital erfasste Effekte beziehen sich mit -4 Mio. EUR auf die anteilsbasierte Vergütung sowie in Höhe von 5 Mio. EUR auf die Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie auf hierauf entfallende latente Steuern.
  

3 Ab dem Geschäftsjahr 2017 hat Telefónica Deutschland Group eine ergänzende Methodik zur Zählung der Mobilfunkkundenanschlüsse eingeführt. Sie berücksichtigt unter anderem die Marktgepflogenheiten bei den Erfassungszeitfenstern für inaktive Kunden.

4 Ab dem Geschäftsjahr 2017 hat Telefónica Deutschland Group eine ergänzende Methodik zur Zählung der Mobilfunkanschlüsse eingeführt. Sie berücksichtigt unter anderem die Marktgepflogenheiten bei den Erfassungszeitfenstern für inaktive Kunden. Nach der neuen Zählweise verfügten wir per Ende Dezember 2018 über 45,3 Mio. Mobilfunkkunden.

5 Sondereffekte umfassten im Geschäftsjahr 2018 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 84 Mio. EUR sowie Beraterkosten im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen in Höhe von 2 Mio. EUR; die regulatorischen Effekte betrugen im Berichtsjahr 54 Mio. EUR.

6 Verschuldungsgrad ist definiert als Nettofinanzschulden geteilt durch das OIBDA bereinigt um Sondereffekte für die letzten zwölf Monate.

Mitarbeiter

MITARBEITER

Der Erfolg der Telefónica Deutschland Group basiert ganz wesentlich auf dem Engagement und der fachlichen Qualifikation der eigenen Mitarbeiter. Nur mit ihnen können die digitale Transformation des Unternehmens und damit nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg gelingen.

Unsere Aufgabe ist es, die eigene Organisation für diese Transformation zu befähigen und unsere Mitarbeiter zu Akteuren dieses Wandels zu machen. Denn die digitale Transformation ist keine rein technische Herausforderung, sondern vor allem eine Herausforderung für unsere Strukturen, Prozesse und Arbeitsweisen.

Nachdem wir in 2017 die organisatorische Integration der Telefónica Deutschland Group und der E-Plus Gruppe und das damit verbundene Restrukturierungsprogramm abgeschlossen haben, können wir nun mit voller Kraft in die Transformation starten. Erste Grundlagen dafür haben wir bereits 2018 geschaffen, indem wir im Rahmen unserer Personalstrategie den Fokus auf die Themen Lernen, Zusammenarbeit und neue Arbeitsweisen, Partizipation und Führungskräfteentwicklung gelegt haben. Übergeordnetes Ziel der Telefónica Deutschland Group ist es, sich vor dem Hintergrund dieser Transformation intern ebenso wie extern als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter mit umfangreichen Angeboten wie flexibler Arbeitszeit und der Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Damit ermöglichen wir einen Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben, auch vor und während der Elternzeit sowie bei der anschließenden Rückkehr in den Beruf. Darüber hinaus bieten wir eine umfassende Palette von Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit externen Partnern. Dadurch unterstützen wir unsere Mitarbeiter bei der Suche nach der passenden Kinderbetreuung oder nach Betreuungsmöglichkeiten für Familienangehörige, Nachhilfeunterricht oder Haushaltshilfen. Durch diese Initiativen wollen wir die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter erhöhen und sie noch stärker an das Unternehmen binden.
  
Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter
Ein wichtiges Ziel im Jahr 2018 war die Weiterentwicklung der Fähigkeiten unserer Mitarbeiter, denn nur so können wir als Gesamtunternehmen wachsen. Wir benötigen immer wieder neue Kompetenzen, um den digitalen Wandel selbst zu gestalten, dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein und auf dem Arbeitsmarkt individuell attraktiv zu bleiben. Hierfür fördern wir kontinuierliches und selbstbestimmtes Lernen in analoger und digitaler Form. So können die Mitarbeiter Lernen in ihren Arbeitsalltag und in ihr Selbstverständnis integrieren und sich situationsgerecht und stetig weiterentwickeln.

Im Berichtsjahr investierte die Telefónica Deutschland Group insgesamt 7,6 Mio. EUR (2017: 6,3 Mio. EUR) in Schulungen und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.
 
Mitarbeiterzufriedenheit und Attraktivität als Arbeitgeber
Um das Engagement unserer Mitarbeiter und das allgemeine Arbeitsklima zu bewerten, führen wir jährlich online, anonym und auf freiwilliger Basis unter allen Mitarbeitern der Telefónica Deutschland Group eine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Die Ergebnisse, die wir daraus gewinnen, werden auf allen Führungsebenen in Workshops kommuniziert und intensiv diskutiert. Somit sollen sich die Organisation und die individuellen Bereiche stetig weiterentwickeln und verbessern.

Unsere Attraktivität als Arbeitgeber am Markt spiegelt sich in den externen Bewerberzahlen in Höhe von 10.057 Bewerbungen auf 1.300 veröffentlichte Stellenanzeigen wider - eine Quote von 7,7 Bewerbungen pro veröffentlichter Stellenanzeige. Wir konnten im vergangenen Jahr bedarfsorientiert 857 externe Einstellungen vornehmen (2017: 1.405 externe Einstellungen).
  
Personalstand
Im Berichtsjahr beschäftigte die Telefónica Deutschland Group 8.990 Mitarbeiter (2017: 9.405 Mitarbeiter) basierend auf einer durchschnittlichen Berechnung des Personalstands jeweils zum Ende der Quartale in 2018.

Bei der Stichtagsbetrachtung waren zum 31. Dezember 2018 8.868 Mitarbeiter (2017: 9.281 Mitarbeiter) in unserem Unternehmen beschäftigt. Die Fluktuationsrate betrug 14,1 % (2017: 17,4 %).
  
Nachtragsbericht

NACHTRAGSBERICHT


Bezüglich Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung, die nach Ende des Berichtsjahres eingetreten sind, wird auf >ANHANG NR. 20 EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE verwiesen.
 
Risiko- und Chancenmanagement

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT

Die Telefónica Deutschland Group antizipiert Chancen, die für die Erreichung unserer strategischen Ziele wichtig sind. Um diese Chancen zu nutzen, muss das Unternehmen jedoch auch gewisse Risiken eingehen. Unser Risikomanagement ist darauf ausgelegt, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und aktiv gegenzusteuern.
  

Risikomanagement und Risikoberichterstattung

 

Grundprinzipien des Risikomanagements

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir mit verschiedenen geschäftlichen, operationellen, finanziellen und sonstigen (globalen) Risiken konfrontiert. Wir erbringen unsere Dienstleistungen auf Basis der von uns getroffenen organisatorischen, strategischen und finanziellen Entscheidungen und Vorkehrungen.

Jede Geschäftstätigkeit birgt Risiken, die den Prozess der Zielfestlegung und der Zielerfüllung beeinträchtigen können. Diese Risiken entstehen aus der Ungewissheit zukünftiger Ereignisse – häufig aufgrund unzureichender Informationen – und haben zur Folge, dass Zielvorgaben verfehlt werden können. Werden Risiken nicht erkannt und behandelt, können sie die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gefährden. Um angemessen auf diese Tatsache zu reagieren, hat die Unternehmensführung einen Risikomanagementprozess eingeführt. Dieser soll die frühzeitige und vollständige Transparenz hinsichtlich neuer Risiken oder Veränderungen an bestehenden Risiken gewährleisten.

Das Risikomanagement ist ein fester Bestandteil der Entscheidungsprozesse der Telefónica Deutschland Group. Das Verfahren stellt sicher, dass Risikobewertungen in die Entscheidungsfindung einfließen und frühzeitig Maßnahmen zur Minderung und Bewältigung von Risiken ergriffen werden. Die Grundlage hierfür ist die Bewertung, Kommunikation und Handhabung von Risiken durch die Manager des Unternehmens. Ein unterer Grenzwert für die Erfassung von Risiken ist grundsätzlich nicht festgelegt. Die Abteilung Risikomanagement stellt das Risikoregister des Unternehmens bereit, das auch die Tochtergesellschaften abdeckt. Im Rahmen der Erstellung des Risikoregisters wird gewährleistet, dass gleichartige oder kumulativ wirkende Risiken zusammengefasst und damit einer ganzheitlichen Betrachtung zugeführt werden. Zudem wird dieser sogenannte Bottom-up-Ansatz, d.h. die Identifizierung von Risiken durch die operativen Einheiten, durch einen Top-down-Ansatz ergänzt, um eine unternehmensübergreifende Perspektive auf Risiken sicherzustellen. Zweck des Top-down-Ansatzes ist es, Risiken, die ausschließlich auf höchster Managementebene oder unter Zugrundelegung einer gruppenweiten Betrachtung identifiziert werden können, einer Diskussion mit den operativ verantwortlichen Einheiten zuzuführen. Damit sollen eine vollständige Qualifizierung sowie eine ganzheitliche Steuerung ermöglicht und die Relevanz für zukünftige Berichterstattungen evaluiert werden. Dabei steht das Risikomanagement kontinuierlich mit sämtlichen Unternehmensbereichen und deren Risikokoordinatoren in Kontakt, um Risiken sowie deren Management und Entwicklung fortlaufend zu verfolgen und zu beurteilen. Verantwortliche Mitarbeiter werden individuell geschult, um einen einheitlichen, strukturierten Prozess der Risikoerfassung und -bewertung sicherzustellen. Darüber hinaus stehen allen Mitarbeitern Grundlagenschulungen zur Verfügung, um diese allgemein für das Management von Risiken zu sensibilisieren.

Risiken werden mit Blick auf ihre Auswirkungen auf unsere Geschäftsziele bewertet, sowohl aus betrieblicher als auch aus finanzieller Sicht. Das Risikoregister beruht auf einer Datenbank, die sämtliche identifizierten Risiken, ihren aktuellen Status, bereits getroffene Maßnahmen und festgelegte Aktionspläne beinhaltet.

In einem formellen, vorausschauenden Verfahren wird dem Vorstand regelmäßig über das Risikoregister der Telefónica Deutschland Group Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) wird regelmäßig über Risiken und deren Entwicklung informiert.

Chancen werden nicht im Risikomanagementsystem erfasst.
  
Risikobewertung
Im folgenden Abschnitt werden die identifizierten Risiken dargestellt, die unsere Finanzlage, unsere Wettbewerbsfähigkeit oder unsere Fähigkeit zur Umsetzung der Zielvorgaben erheblich beeinträchtigen könnten. Die Darstellung folgt dem Nettoprinzip, d.h. die Beschreibung und Beurteilung der Risiken wird unter Berücksichtigung erfolgter Risikobegrenzungsmaßnahmen durchgeführt.

Für die Ermittlung der im Folgenden dargestellten Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Geschäftsentwicklung verwenden wir als Ausgangspunkt eine 5x5 Matrix, innerhalb derer das potenzielle Schadenvolumen sowie die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit in jeweils fünf Kategorien eingeteilt werden:
  

Aus der Kombination des potenziellen Schadenvolumens und der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit werden die einzelnen Risiken in drei Kategorien eingeteilt (bedeutende, moderate und geringe Risiken). Als bedeutend für das Unternehmen werden alle Risiken mit einem sehr hohen potenziellen Schadenvolumen angesehen, wobei die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit unberücksichtigt bleibt. Mit steigender Eintrittswahrscheinlichkeit fallen auch Risikopunkte mit hohem oder mittlerem potenziellen Schadenvolumen in diese Kategorie. Risiken mit einem sehr geringen potenziellen Schadenvolumen werden grundsätzlich als geringe Risiken angesehen, wobei die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit unberücksichtigt bleibt.

Als gering eingestufte Risiken werden nicht an den Vorstand berichtet und sind daher in der Risikoauflistung des folgenden Kapitels nicht enthalten. Solche Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses erfasst, dokumentiert und durch die relevanten Führungsebenen verwaltet.

Für den internen Gebrauch und das Reporting innerhalb des Konzerns werden Risiken in geschäftliche, operationelle, finanzielle und sonstige (globale) Risiken unterteilt. Diese Einteilung wird auch diesem Kapitel des Berichts zugrunde gelegt. Die Risiken werden gemäß ihrer Rangfolge in den jeweiligen Kategorien genannt.

Unser Unternehmen kann durch andere oder zusätzliche Risiken beeinflusst werden, die uns gegenwärtig nicht bewusst sind oder die wir nach derzeitigem Kenntnisstand nicht als wesentlich erachten. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich derzeit als geringer eingeschätzte Risiken innerhalb des Prognosezeitraums in einer Weise verändern, dass sie eine potenziell höhere Auswirkung haben können als derzeit als bedeutender eingeschätzte Risiken.
 

Risiken

 

Geschäftsrisiken

 

Wettbewerbsintensive Märkte und wechselnde Kundenanforderungen
Wir sind auf Märkten tätig, die sich durch ein hohes Maß an Wettbewerb und kontinuierliche technologische Entwicklungen auszeichnen. Unser Unternehmen steht in einem zunehmenden Wettbewerb mit alternativen Telekommunikationsanbietern wie Kabelbetreiber, MVNOs sowie Unternehmen für Unterhaltungselektronik, und auch mit alternativen Telekommunikationsdienstleistungen wie OTT (Over-the-top). Es besteht das Risiko, unsere Wachstumsziele und geplanten Umsatzerlöse nicht zu erreichen. Um uns gegenüber diesen Unternehmen und Entwicklungen zu behaupten, müssen wir auch in Zukunft wettbewerbsfähige Dienstleistungen zur Verfügung stellen und unsere Produkte erfolgreich vermarkten. Dazu beobachten wir neue Kundenbedürfnisse, die Geschäftsaktivitäten unserer Mitbewerber, technologische Änderungen sowie die allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen systematisch und berücksichtigen sie bei unseren Planungen. Dieses Risiko stufen wir als bedeutend ein. 
 
Marktakzeptanz und technologischer Wandel
In einem Umfeld, welches durch starken technischen Wandel gekennzeichnet ist, besteht das Risiko, dass wir technische Anforderungen und Kundenwünsche nicht rechtzeitig antizipieren und umsetzen können. Fehlinterpretationen und falsche Entscheidungen bergen das Risiko, dass die Akzeptanz unserer Produkte durch den Kunden negativ beeinflusst wird, und könnten dazu führen, dass wir unsere Wachstums- und Ertragsziele nicht erreichen. Diesem moderaten Risiko begegnen wir durch ein Monitoring unserer Bruttomarge, der Churn-Raten sowie durch umfassende Markforschungsaktivitäten.
  
Regulatorisches Umfeld
Wir sind in einem stark regulierten Marktumfeld aktiv. Entscheidungen der Regulierungsbehörden können Dienstleistungen, Produkte und Preise direkt und bedeutend beeinflussen.
  

Lizenzen und Frequenzen
Unsere Lizenzen und die uns gewährten Lizenznutzungsrechte sind befristet und von einer vorhergehenden Zuteilung abhängig. Wenn wir die für unser Geschäft notwendigen Lizenzen und Frequenznutzungsrechte nicht verlängern oder neu einholen können oder wenn sich die finanziellen Bedingungen für die Nutzung dieser Lizenzen und Rechte erheblich ändern, entstehen höhere Investitionskosten als geplant. Eine ebenso hierdurch mögliche Veränderung im Netzausbau könnte sich auch negativ auf die erwarteten Umsatzerlöse auswirken. Insgesamt stufen wir das Risiko als bedeutend ein.
  

Regulatorische Vorgaben im Zusammenhang mit dem Erwerb der E-Plus Gruppe
In der von der EU-Kommission erfolgten Freigabe des Erwerbs der E-Plus Gruppe wurde die Telefónica Deutschland Group zur Erfüllung verschiedener Auflagen verpflichtet. Dies betrifft unter anderem die Verpflichtung, einem potenziellen neuen Mobilfunknetzbetreiber Frequenzen, Infrastruktur und Netzkapazitäten entgeltlich zur Verfügung zu stellen. Bei der Frequenzauktion im Jahr 2015 ist kein Neueinsteiger aufgetreten und auch sonst wurde diese Auflage bislang nicht abgerufen. Zur Erfüllung einer weiteren Auflage haben wir mit der Drillisch Group umfangreiche Vereinbarungen zur Abgabe von Netzkapazitäten und Serviceleistungen getroffen. Zur Sicherstellung der strikten Einhaltung der geschlossenen Verträge und damit zur Vermeidung erheblicher möglicher Strafzahlungen wurde ein umfangreiches Projekt aufgesetzt. Wir stufen dieses Risiko als moderat ein.
   
Regulatorische Einflüsse auf unsere Sendeleistung
Die elektromagnetische Verträglichkeit von Sendeanlagen könnte aufgrund möglicher, bisher nicht bewiesener Gesundheitsrisiken einer Neuregelung unterliegen. Dabei wäre eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und des Ausbaus unseres Mobilfunknetzes im Falle einer Änderung der Vorgaben bezüglich der maximal zulässigen Sendeleistung möglich. Wir stufen dieses Risiko als moderat ein.

Um den genannten regulatorischen Risiken entgegenzuwirken, pflegt die Telefónica Deutschland Group einen engen Austausch zu den Entscheidungsträgern auf nationaler und internationaler Ebene. So können wir unsere Interessen und Standpunkte rechtzeitig in die Entscheidungsprozesse einbringen. Zudem prüfen und nutzen wir Rechtsschutzmöglichkeiten gegen Entscheidungen der Regulierungsbehörden, um für uns positive Veränderungen aktiv herbeizuführen.
 
Sonstige regulatorische Einflüsse
Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt erheblichen Einflüssen und Vorgaben der Regulierungsbehörden. Abweichungen bei der Interpretation dieser Vorgaben könnten jedoch Bußgelder zur Folge haben und sich somit negativ auf unsere Finanzlage oder Reputation auswirken.

Die Regulierungsbehörden könnten jederzeit zusätzliche Maßnahmen ergreifen, beispielsweise um Tarife sowie Festnetz- oder Mobilfunkterminierungsentgelte weiter zu kürzen. Ebenso könnten sie uns dazu verpflichten, Dritten zu reduzierten Preisen Zugang zu unseren Netzen zu gewähren. Es besteht somit das moderate Risiko, dass sich die Maßnahmen der Regulierungsbehörden nachteilig auf unsere Geschäftstätigkeit sowie unsere Finanz- und Ertragslage auswirken.
  
Versicherungen
Im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten sowie unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit begegnet die Telefónica Deutschland Group Risiken durch den Abschluss umfangreicher Versicherungen. Insbesondere Risiken, die sich aus dem Betrieb der technischen Infrastruktur sowie durch mögliche Verstöße gegen das Urheber- oder Patentrecht ergeben könnten, werden dadurch signifikant reduziert. Trotzdem könnten unvorhergesehene Ereignisse unter anderem Vermögensschäden nach sich ziehen, wenn sich unser Versicherungsschutz oder unsere Rückstellungen als unzureichend herausstellen sollten. Im Rahmen des Managements unserer Versicherungsabdeckung findet eine regelmäßige Überprüfung statt, um eine bestmögliche und wirtschaftliche Abdeckung zu erreichen. Dieses Risiko stufen wir als moderat ein.
  

Operationelle Risiken

 

Zuverlässigkeit unserer Dienste
Kundengewinnung und Kundenbindung
Der Erfolg unserer Geschäftstätigkeit hängt von unserer Fähigkeit ab, neue Kunden zu gewinnen und Bestandskunden zu halten. In einem Umfeld, welches durch ständige Weiterentwicklung von Produkten, Services und Tarifen gekennzeichnet ist, müssen wir darüber hinaus auch unsere Netzwerkleistung und die unserer Wettbewerber im Blick haben. Sollten unsere Angebote auf dem Markt keine Akzeptanz finden, würden wir in der Neukundengewinnung hinter unseren Wettbewerbern stehen. Wir begegnen diesem bedeutenden Risiko einerseits durch die intensive Beobachtung und Auswertung der Kundenzufriedenheit, aber auch durch ein umfassendes Monitoring unserer Netzwerkelemente.
  
Schäden durch Cyberangriffe
Cyberattacken auf unser Netz oder unsere IT-Systeme, die nicht rechtzeitig erkannt oder abgewehrt werden, könnten zu Störungen oder Schäden führen, die auch unsere Dienstleistungen einschränken und somit Umsatzeinbußen und Kundenunzufriedenheit zur Folge haben könnten. Die Verfügbarkeit und die Vertraulichkeit von Daten, die wir verarbeiten, könnten durch diese Angriffe möglicherweise eingeschränkt sein. Neben Reputationsverlusten wären auch rechtliche Konsequenzen möglich und wir könnten mit Bußgeldern belegt werden. Wir begegnen diesem Risiko einerseits durch die Analyse und Reduktion von Schwachstellen und richten unseren Fokus auf ein Frühwarnsystem, andererseits verbessern wir auch ständig unsere Systeme zur Behebung von Störungen und etablieren ein verstärktes Risikobewusstsein bei unseren Mitarbeitern hinsichtlich Cyberangriffe. Wir stufen dieses Risiko als bedeutend ein.
 
Technische Störungen
Anhaltende oder wiederholte Störungen oder Schäden in unseren Mobilfunk- oder Festnetzen sowie in unseren technischen Anlagen und Systemen könnten die Kundenzufriedenheit negativ beeinflussen und Kundenverlust oder Umsatzeinbußen zur Folge haben. Auch hier setzen wir unser umfassendes Monitoring unserer Netzwerkelemente und Systeme entgegen. Zudem sind versicherbare Risiken im Rahmen unseres Versicherungsprogramms abgedeckt. Durch ein umfassendes Krisen- und Notfallmanagement soll das Unternehmen im Falle einer Störung das Kerngeschäft weiter fortführen können und danach die Wiederaufnahme des gesamten Geschäftsbetriebs sicher stellen, um seine Unternehmensziele zu erreichen. Trotz der kontinuierlichen Anpassung der vorgesehenen Maßnahmen könnte es bei Störungen und Ausfällen zu einer verzögerten Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs kommen. Weil schon durch geringfügige Ausfälle erhebliche Umsatzeinbußen möglich sind, stufen wir dieses Risiko als bedeutend ein.
  
Störungen der Lieferkette
Als Mobilfunk- und Festnetzbetreiber sowie Anbieter von Telekommunikationsdiensten und -produkten sind wir – wie andere Unternehmen aus der Branche auch – von wenigen Hauptlieferanten abhängig. Diese stellen wichtige Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung, die hauptsächlich die IT- und Netzinfrastruktur sowie Endgeräte betreffen. Wenn diese Lieferanten ihre Produkte und Dienstleistungen nicht erwartungsgemäß zur Verfügung stellen oder zur Verfügung stellen können, könnte dies den Betrieb und Ausbau des Netzes sowie den Absatz der Telekommunikationsprodukte gefährden, was sich wiederum nachteilig auf unser Unternehmen und die Ertragslage auswirken könnte. Das Gleiche gilt, wenn Anbieter, an die wir aus Effizienzgründen Projekte vergeben, die Dienstleistungen nicht in der geforderten Frist oder Qualität erbringen. Im Rahmen unseres Lieferantenmanagements bewerten wir fortlaufend die Qualität der bereitgestellten Dienstleistungen sowie die hier möglichen Risiken. Wir können dadurch Schwachstellen frühzeitig erkennen und ihnen entgegenwirken. Dieses Risiko stufen wir als moderat ein.
  
Abhängigkeit vom Hauptaktionär Telefónica, S.A.
Nutzung von Markenrechten
Die Nutzung der Kernmarke O2 in Deutschland ist Gegenstand einer Lizenzvereinbarung mit der O2 Worldwide Ltd., einem Tochterunternehmen der Telefónica, S.A. Für unsere Geschäftstätigkeit sind die Markenrechte von erheblicher Bedeutung. Gerade der Verlust einer Marke könnte sich auf Kundenwachstum und damit die Umsatzerlöse negativ auswirken. Wir stufen dieses Risiko als bedeutend ein, auch wenn keine Indizien für eine zukünftige Unterbrechung der Vertragsbeziehungen vorliegen.
  
Nutzung von Dienstleistungen
Die Telefónica Deutschland Group bezieht in erheblichem Ausmaß Dienstleistungen und Vorleistungen von der Telefónica, S.A. Group. Insbesondere im Bereich des Finanzmanagements sowie bezüglich IT-Dienstleistungen besteht eine Reihe von Verträgen. Sollten Vorleistungen durch die Telefónica, S.A. Group nicht weiter erbracht werden, besteht das moderate Risiko, diese am Markt nicht oder nicht zu gleich günstigen Konditionen beziehen zu können. Auch hier liegen keine Indizien für eine zukünftige Unterbrechung dieser Dienstleistungsbeziehungen vor.
 
Rechtliche Risiken
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Telefónica Deutschland Group zur Einhaltung einer Vielzahl von Gesetzen verpflichtet. Ein Verstoß gegen Rechtsvorschriften beinhaltet per se ein Risiko für die Geschäftstätigkeit, den Geschäftserfolg sowie die Reputation des Unternehmens.
  
Datenschutzvorgaben
Im Zuge unserer Geschäftstätigkeit sammeln und verarbeiten wir Kundendaten und andere personenbezogene Daten. Es besteht das Risiko eines Missbrauchs oder Verlusts dieser Daten. Dies könnte einen Verstoß gegen geltende Gesetze und Bestimmungen darstellen und Bußgelder, Reputationsverluste sowie die Abwanderung von Kunden und damit einhergehend Umsatzverlust zur Folge haben.

Nach Abschluss des Projektes zur Umsetzung der neuen Anforderungen aus der Datenschutzgrundverordnung reduzieren sich die Eintrittswahrscheinlichkeit von möglichen Gesetzesverstößen sowie der potenzielle Schaden, der sich aus Bußgeldern, Reputations- oder Umsatzverlust ergeben könnte. Daher stufen wir das Risiko nicht mehr als bedeutend, sondern als moderat ein.
  
Vertragsbeziehungen
Aus den Verträgen mit Vertriebspartnern, Lieferanten und Kunden können sich Vertragsstrafen oder Forderungen ergeben, sollten wir unseren vertraglichen oder gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen oder z.B. vereinbarte Abnahmemengen nicht erfüllen. Dieses Risiko stufen wir als moderat ein.
  
Verletzung von Kundenrechten
Unsere Kundenbeziehungen sowie die Vertragsbedingungen, die sich aus diesen Beziehungen ergeben, werden von Verbraucherschutzagenturen ständig beobachtet. Von der Unternehmenssicht abweichende Interpretationen könnten dazu führen, dass diese Agenturen eine Verletzung der Kundenrechte sehen und rechtliche Maßnahmen gegen uns ergreifen. Es besteht das moderate Risiko, dass dadurch unser Geschäftsergebnis oder unsere Reputation negativ beeinträchtigt werden könnten.

Zur Vermeidung von rechtlichen Risiken, insbesondere aus dem Wettbewerbs- und Datenschutzrecht, hat die Telefónica Deutschland Group ein Compliance Management System etabliert. Bestandteile dieses Managementsystems sind die geltenden Geschäftsgrundsätze, eine Reihe von Richtlinien sowie die fortlaufende Schulung von Mitarbeitern bezüglich der wesentlichen Rechtsvorschriften und Vorgaben, insbesondere auch die der neuen Datenschutzgrundverordnung sowie des Themas Informationssicherheit. In Ergänzung dazu sind rechtliche Risiken, soweit zulässig, durch Versicherungen abgedeckt. Zudem unterhält die Telefónica Deutschland Group eine interne Compliance- und Rechtsabteilung sowie ständigen Kontakt zu externen Rechtsanwaltskanzleien, Behörden, Vereinen und Verbänden.
  

Finanzielle Risiken

 

Steuern
Wie jedes Unternehmen werden wir regelmäßig steuerlichen Betriebsprüfungen unterzogen. Solche beinhalten per se das Risiko, dass Steuernachzahlungen für vorherige Besteuerungszeiträume festgesetzt werden könnten, falls die Steuerbehörden eine abweichende Meinung zu den unserer Steuererklärung zugrundeliegenden Auslegungen und Zahlen vertreten. Auch aus dem Erwerb der E-Plus Gruppe könnten sich in diesem Zusammenhang Steuernachzahlungen ergeben. Weiterhin könnten Veränderungen im Steuerrecht oder die Auslegung existierender Vorschriften durch Gerichte oder Steuerbehörden negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Finanz- und Ertragslage haben. Diesem moderaten Risiko begegnen wir durch regelmäßige Schulung unserer Mitarbeiter, Austausch mit unseren externen Steuerberatern sowie Teilnahme an Expertenrunden und Arbeitskreisen. Veränderungen der Steuergesetze oder deren Auslegung können wir somit frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten.
  

Sonstige (globale) Risiken

 

Zum Ende des Geschäftsjahres liegen keine wesentlichen sonstigen (globalen) Risiken vor.
  

Risiken aus Finanzinstrumenten


Allgemeine Finanzmarktrisiken
Die Telefónica Deutschland Group ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Diese sind im Rahmen des oben beschriebenen Risikomanagementprozesses als geringe Risiken bewertet. Sollten diese Finanzmarktrisiken eintreten, könnten sie sich dennoch nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Telefónica Deutschland Group auswirken und sind deshalb nachfolgend einzeln dargestellt.

Die Telefónica Deutschland Group hat Richtlinien für Risikomanagementverfahren und für den Einsatz von Finanzinstrumenten festgelegt, einschließlich einer klaren Aufgabentrennung in Bezug auf Finanztätigkeiten, Abrechnung, Rechnungslegung und zugehöriges Controlling. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Management von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Die Telefónica Deutschland Group hat Richtlinien festgelegt, die sich aus bewährten Standards für die Risikobewertung und die Überwachung im Hinblick auf den Einsatz von Finanzderivaten ableiten.
  
Marktrisiko
Das Marktrisiko besteht in dem Risiko, dass Änderungen von Marktpreisen wie etwa Wechselkurs- und Zinssatzänderungen sich auf den Wert von Finanzinstrumenten oder auf die Erträge der Telefónica Deutschland Group auswirken.

Währungsrisiko
Die zugrunde liegende Währung für die Finanzberichte der Telefónica Deutschland Group ist der Euro. Sämtliche Abschlüsse der Tochtergesellschaften der Telefónica Deutschland Group werden ebenfalls in Euro aufgestellt, daher unterliegt die Telefónica Deutschland Group keinem Translationsrisiko.

Das Transaktionsrisiko, das sich aus den Geschäftsbeziehungen der Telefónica Deutschland Group mit ihren Lieferanten oder Geschäftspartnern in Ländern mit einer anderen Landeswährung als dem Euro ergibt, ist aufgrund des regionalen Tätigkeitsschwerpunkts nicht wesentlich. Da sich die Telefónica Deutschland Group ausschließlich durch selbst generierte Zahlungsmittel in Euro sowie in Euro denominiertes Eigen- und Fremdkapital finanziert, ergibt sich hieraus ebenfalls kein Wechselkursrisiko.

Die Effekte vor Steuern einer simultanen, parallelen Aufwertung (Abwertung) des Euro gegenüber allen Fremdwährungen in Höhe von 10 % auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung und dadurch auf das Eigenkapital hätten im Geschäftsjahr 2018 bzw. 2017 betragen:
  
T 09 WÄHRUNGSRISIKO
1. Januar bis 31. Dezember
20182017
Risikoposition+/(-) 10 %Risikoposition+/(-) 10 %
In Millionen EUR
USD(5,7)0,5/(0,6)(5,4)0,5/(0,5)
GBP1,0(0,1)/0,10,80,1/(0,1)
Da die Telefónica Deutschland Group kein Cashflow Hedge Accounting anwendete, war ausschließlich die Konzerngewinn- und Verlustrechnung von den Auswirkungen der Sensitivitätsanalyse betroffen.

Zinsrisiko
Als Zinsrisiko wird das Risiko betrachtet, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash Flow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwankt. Der  Konzern steuert sein Zinsrisiko, indem er ein ausgeglichenes Portfolio von fest und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten anstrebt. Zur Erreichung dieser Zielsetzung werden ggf. Zinsswaps eingesetzt. Die Zinsrisiken werden im Rahmen des Zinsmanagements gesteuert.

Bei der Telefónica Deutschland Group ergeben sich Zinsrisiken sowohl durch variabel verzinste Darlehensverträge als Kreditnehmer sowie aus den variabel verzinsten Cash-Pooling-Konten bei der Telfisa Global B.V. als auch in Form von Opportunitätskosten beim Abschluss von festverzinslichen Schulden, deren Zinssatz während der Laufzeit über den Marktzinsen liegen kann. Zur Reduzierung dieser Opportunitätskosten wurde im Zusammenhang mit der Emission einer Anleihe ein Zinsswap auf einen Teilbetrag des Anleihenominalbetrags abgeschlossen. Auf der Grundlage dieses Zinsswap-Kontraktes zahlt die Telefónica Deutschland Group einen variablen Zinssatz auf einen Nominalbetrag und erhält im Gegenzug dafür Zinsen auf Basis eines festen Zinssatzes auf denselben Betrag. Dieser Zinsswap gleicht in Höhe seines Nominalbetrags, die Auswirkungen künftiger Marktzinsänderungen auf den beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden festverzinslichen Finanzschuld aus der Anleiheemission aus (Fair Value Hedge). Die Sicherungsbeziehung wird gemäß Hedge Accounting nach IFRS 9 bilanziert.

Zu Beginn der Sicherungsbeziehungen wurden sowohl die Beziehung zwischen dem jeweiligen Sicherungsinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel und Strategie der Absicherung dokumentiert. Es erfolgte eine konkrete Zuordnung vom Absicherungsinstrument zu der entsprechenden Verbindlichkeit. Die bestehende Sicherungsbeziehung wird fortlaufend auf Effektivität hin überwacht. Als Methode zur Messung der Effektivität wird die hypothetische Derivatemethode angewandt. Da zwischen den Grund- und Sicherungsgeschäften stets eine wirtschaftliche Beziehung besteht (dieselbe Laufzeit bzw. dieselben Zahlungszeitpunkte, dasselbe abgesicherte Nominalvolumen, etc.), ergeben sich keine wesentlichen Ineffektivitäten. Der einzige Treiber für eine mögliche Ineffektivität ergibt sich aus der Kreditrisikoanpassung der Derivate. Diese sind zum aktuellen Zeitpunkt als auch in Erwartung für die Zukunft gering und daher nicht erfasst. Für weitere Ausführungen zu Sicherungsbeziehungen wird auf > 4.10 VERZINSLICHE SCHULDEN verwiesen.

Die Effekte vor Steuern auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung aus der Änderung der Zinssätze variabel verzinslicher Finanzinstrumente von +/- 100 Basispunkten zu den Bilanzstichtagen 31. Dezember 2018 und 2017 werden nachstehend angegeben. Es gibt keine Auswirkung, die direkt im Eigenkapital ausgewiesen wird. Diese Analyse setzt voraus, dass alle anderen Variablen unverändert bleiben.
 
T 10 ZINSRISIKO
1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR)20182017
+100bp42
-100bp24
Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko finanzieller Verluste aus der Unfähigkeit des Vertragspartners, Schulden vertragsgemäß zu tilgen oder zu bedienen. Das maximale Ausfallrisiko der Telefónica Deutschland Group entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.

Die Telefónica Deutschland Group erachtet die Steuerung des kommerziellen Ausfallrisikos als entscheidend, um ihre Ziele für ein nachhaltiges Wachstum des Geschäfts und der Kundenbasis im Einklang mit ihren Risikomanagementrichtlinien zu erreichen. Für das Management und die Überwachung von Ausfallrisiken wurden geeignete Prozesse festgelegt, welche die laufende Überwachung von angenommenen Risiken und der Ausfallhöhe beinhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Kunden, die erhebliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Telefónica Deutschland Group haben können. Für diese Kunden werden abhängig vom Geschäftsbereich und von der Art der Geschäftsbeziehung entsprechende Kreditmanagementinstrumente wie eine Kreditversicherung oder Sicherheiten für die Begrenzung des Ausfallrisikos eingesetzt. Zur Kontrolle des Ausfallrisikos führt die Telefónica Deutschland Group regelmäßig eine Analyse der Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch und bucht Wertberichtigungen auf erwartete Kreditausfälle bei Forderungen.
  
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass die Telefónica Deutschland Group ihren finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen kann. Zur Sicherstellung der Liquidität werden auf Basis einer detaillierten Finanzplanung die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und zentral gesteuert. Die Telefónica Deutschland Group schließt im Rahmen ihres Liquiditätsmanagement entsprechend der Konzernpolitik der Telefónica, S.A. Group Cash-Pooling- und Einlagenvereinbarungen mit der Telfisa Global B.V., Niederlande, ab. Neben der operativen Liquidität werden die sich an den Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten fortlaufend geprüft, um die finanzielle Flexibilität der Telefónica Deutschland Group sicherzustellen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 verfügt die Telefónica Deutschland Group über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien aus kurzfristigen Überziehungslinien sowie revolvierenden Kreditfazilitäten in einem Gesamtvolumen von 2.014 Mio. EUR, zum 31. Dezember 2017 betrugen die nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien 2.015 Mio. EUR.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 31. Dezember 2018 751 Mio. EUR bzw. 587 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017.

Die nachstehende Tabelle zeigt das Fälligkeitsprofil der finanziellen Verbindlichkeiten der Telefónica Deutschland Group auf Basis der vertraglichen, nicht diskontierten Zahlungen (inklusive Zinsen):
  
T 11 FÄLLIGKEITEN DER FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN
Zum 31. Dezember 2018Restlaufzeit
(In Millionen EUR)Summe BuchwertMittelabfluss brutto< 1 Jahr1-5 Jahre>5 Jahre
Langfristige verzinsliche Schulden2.0042.1521.169983
Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten191919
Kurzfristige verzinsliche Schulden145156156
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten2.4192.4192.419
Finanzielle Verbindlichkeiten4.5874.7452.5751.188983
Zum 31. Dezember 2017 Restlaufzeit
(In Millionen EUR)Summe BuchwertMittelabfluss brutto< 1 Jahr1-5 Jahre>5 Jahre
Langfristige verzinsliche Schulden1.2681.356954402
Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten191919
Kurzfristige verzinsliche Schulden637637637
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten2.2242.2242.224
Finanzielle Verbindlichkeiten4.1474.2362.861973402

Chancenmanagement


Die konsequente Nutzung unternehmerischer Chancen zur künftigen Steigerung von Umsatz und OIBDA sowie ihre frühzeitige und kontinuierliche Identifizierung, Analyse und Steuerung sind wesentliche Aufgaben des Managements der Telefónica Deutschland Group.

Die im Rahmen des strategischen Zielsetzungsprozesses ermittelten Chancen und Wachstumspotenziale werden im Rahmen eines jährlichen Planungsprozesses in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Geschäftsbereichen priorisiert. Daraus werden in der Folge die entsprechenden strategischen Ziele abgeleitet. Zur Messung der Umsetzung werden konkrete finanzielle Ziele in Form finanzieller und nicht-finanzieller Leistungsindikatoren (KPIs) auf der Ebene der Geschäftsbereiche festgelegt.

Chancenmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Prozesses zur Bestimmung der strategischen Ziele. Es erfolgt sowohl im Rahmen der Budgeterstellung für die kommenden zwölf Monate als auch im Rahmen der langfristigen Planung.

Chancen werden weder im Risikoregister erfasst noch quantifiziert.
  

Chancen

 

Hohe Penetration von O2 Free bei größerer Nachfrage nach mobilen Daten und LTE
Im Sommer 2018 haben wir die Attraktivität höherwertiger O2 Free-Tarife weiter gesteigert, indem wir die Tarifbestandteile Connect (bis zu 10 SIM-Karten für beliebige Endgeräte im Mobilfunkvertrag inklusive) und Boost (doppeltes Datenvolumen für 5 Euro Aufpreis) eingeführt und mit O2 Free Unlimited einen Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen auf den Markt gebracht haben. Sollte die Nachfrage der Kunden nach höherwertigen Tarifen unsere Erwartungen übertreffen, könnten unsere Umsatzerlöse und das operative Ergebnis unsere aktuellen Prognosen übertreffen.

Zudem könnte eine Steigerung der Nutzung von mobilen Daten durch die Kunden die Nachfrage nach hochwertigen O2 Free-Tarifen weiter beschleunigen. Ein wesentlicher Anstieg der Nachfrage nach mobilen Daten kann aus mehreren Entwicklungen resultieren. Ein konsequenter Ausbau der LTE-Netze in Verbindung mit einer stark zunehmenden Nutzung von Smartphones ermöglicht mehr Kunden die Nutzung hoher Datenübertragungsraten. Zugleich entstehen mehr mobile Dienste, die sehr datenintensiv sind, wie etwa Musik- oder Video-Streaming. Beide Effekte können zu einer Erhöhung des durchschnittlichen monatlichen Datenverbrauchs pro Kunde führen und somit die Nachfrage nach Tarifen mit einem größeren Datenvolumen weiter steigern. Falls sich diese Effekte positiver als in unserem Ausblick prognostiziert darstellen sollten, könnte sich dies positiver als angenommen auf unsere Umsatzerlöse auswirken.
 
Ausbau unseres LTE-Netzes
In 2019 werden wir den Ausbau unseres LTE-Netzes weiter vorantreiben. Sollte der Ausbau unseres LTE-Netzes aufgrund positiverer allgemeiner Bedingungen schneller erfolgen oder sollten unsere Kunden auf die bessere Qualität des LTE-Netzes positiver reagieren als in unserem Ausblick dargestellt, könnte unser Anteil am mobilen Datengeschäft stärker wachsen als vorhergesagt. Demzufolge könnten unsere Umsatzerlöse und unser Betriebsergebnis unsere derzeitige Prognose übertreffen.
  
5G: Auktion im Jahr 2019 und neue Geschäftsmodelle
Der künftige Mobilfunkstandard 5G wird dank weiter gesteigerten Übertragungsgeschwindigkeiten und geringeren Latenzzeiten komplett neue Anwendungsfelder eröffnen. Dies ist vor allem für industrielle Anwendungen von Bedeutung, etwas später werden die Vorteile für Privatkunden spürbar werden. 5G legt die Grundlage für neue Geschäftsmodelle in Bereichen wie autonomes Fahren, virtuelle Realität oder dem Internet der Dinge. Und dank höherer Effizienz im Einsatz ermöglicht es 5G zudem, unser Netz im Betrieb zu optimieren. Der reguläre Start von 5G in Deutschland hängt neben dem Vergabeverfahren auch von einer massenhaften Verfügbarkeit von Systemtechnik und Endgeräten ab. Experten rechnen nicht vor 2020 mit einem Marktstart. Telefónica Deutschland bereitet sich bereits intensiv auf diesen Start vor, indem wir Pilotprojekte durchführen und mit steigender Intensität die Anbindung unserer Netzstandorte mit Glasfaser vorantreiben. Wir testen z.B. mit 5G Fixed Wireless Access eine vielversprechende, schnelle und kosteneffiziente Technologie, die es ermöglicht, Breitbandzugänge für Menschen im ganzen Land bereitzustellen und somit eine gute Alternative zum teuren Glasfasereinsatz bietet.

Die Auktion der 5G-Frequenzen wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 stattfinden. Wir streben an, uns das richtige Spektrum zu sichern, um unser Netz für unsere Kunden und unseren wirtschaftlichen Erfolg konsequent weiter auszubauen. Sollte sich unsere Position im 5G-Spektrum über diesen Anspruch hinaus verbessern, der Ausbau des 5G-Netzes schneller als geplant erfolgen können und die Nachfrage der Kunden nach 5G-Diensten höher ausfallen als bereits angenommen, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatzerlöse und unser Betriebsergebnis auswirken.
 
Festnetz in Kooperation mit der Telekom Deutschland GmbH
Die höhere Verfügbarkeit von Hochgeschwindigkeits-VDSL-Verbindungen aufgrund einer schneller als geplant verlaufenden Einführung durch die Telekom Deutschland GmbH oder technische Fortschritte, welche die maximale Übertragungsrate dieses Produkts auf über 100 Mbit/s erhöhen, könnten zu einer stärker als erwarteten Nachfrage nach unseren Festnetz-Produkten auf Basis der Kooperation mit der Telekom führen. Dies würde sich positiv auf unsere Umsatzerlöse auswirken und wir könnten demzufolge unsere Prognose übertreffen. Wir können über unsere Kooperation auch an Vorteilen neuer Technologien wie Super Vectoring teilhaben, die die Telekom zunehmend in ihrem Netz einsetzen wird.
 
Digitale Innovation
Um unsere Position auf dem deutschen Markt für mobile Telekommunikationsdienstleistungen vollständig auszunutzen und zusätzliche Wachstumschancen zu monetarisieren, haben wir innovative digitale Produkte und Mehrwertdienstleistungen in verschiedenen Bereichen wie Kommunikationsdienstleistungen oder Finanzdienstleistungen eingeführt. Wir erschließen auch neue digitale Marktsegmente wie das Internet of Things (IoT) für all unsere Kundengruppen.

Sollte sich die Nachfrage nach unseren digitalen Produkten und Dienstleistungen besser entwickeln als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatzerlöse und unser Betriebsergebnis auswirken und wir könnten unsere Prognose damit übertreffen.
 
Digitalisierung der Prozesse und Nutzung künstlicher Intelligenz
Wir treiben konsequent die digitale Transformation unseres Unternehmens und die damit verbundene Prozessoptimierung voran. Zum einen wird dadurch die Interaktion mit den Kunden einfacher und intuitiver, da der Kunde z.B. intuitive Selfcare-Angebote nutzen oder schneller das gewünschte Produkt identifizieren und kaufen kann. Zum anderen nutzen wir die digitale Transformation zur Verringerung, Vereinfachung und Automatisierung unserer Prozesse. Wir wollen insgesamt ein einheitliches Kundenerlebnis über alle Kontaktpunkte hinweg schaffen.

Wir beginnen auch damit, künstliche Intelligenz in der Interaktion mit den Kunden einzusetzen. Wir nutzen z.B. den Sprachassistenten AURA der Telefónica, S.A. Group, der unserem Kunden bei Facebook verschiedenste Fragen rund um den Vertrag beantworten kann.

Wenn die digitale Transformation unseres Unternehmens schneller als erwartet vorgenommen werden kann und die Resonanz der Kunden noch positiver als erwartet ausfällt, könnte dies zu höherer Kundenzufriedenheit, Umsatzerlösen und Kosteneinsparungen führen und damit unser OIBDA erhöhen.
 
Potential im KMU-Segment des Geschäftskundenmarkts
Unsere Planung fokussiert den Ausbau unseres noch relativ geringen Marktanteils im Segment kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU). Die Größe dieses Marktsegments macht es für uns attraktiv, so dass wir erwarten, mit schlanken, passgenauen Mobilfunk- und Festnetzprodukten entsprechende KMU-Kunden gewinnen und resultierende Wachstumspotentiale erschließen zu können.

Sollte unser erneuertes Produkt-Portfolio für Geschäftskunden mit Produkten wie O2 Free Business oder O2 Business Fusion die Kundenbedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen noch besser als erwartet erfüllen, könnte eine noch höhere Nachfrage als angenommen resultieren.
  
Zugehörigkeit zur Telefónica, S. A. Group
Als Teil eines der größten Telekommunikationskonzerne der Welt profitiert die Telefónica Deutschland Group von Skaleneffekten in den Bereichen Beschaffung, Kooperationen und Entwicklung digitaler Produkte. Sollten sich diese Skaleneffekte besser als erwartet entwickeln, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatzerlöse und unsere Ertragslage auswirken und wir könnten unsere Prognose übertreffen.
 

Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

 

Nach unserer Wertung resultieren die Risiken mit den größten potenziellen Auswirkungen aus dem intensiven Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt, dem regulatorischen Umfeld sowie aus der Notwendigkeit, einen zuverlässigen Service sicherzustellen. Ein neues Risiko ergibt sich aus der zunehmenden allgemeinen Bedrohungslage durch Cyberattacken. Als positive Veränderungen sehen wir, neben dem Wegfall des Risikos aus Klagen gegen die Auflagen, die sich aus dem Zusammenschluss mit E-Plus ergeben hatten, auch den weitgehenden Abschluss der Netzwerkkonsolidierung und die Streichung des zugehörigen Risikos. Weiterhin ergab sich eine deutliche Reduktion des Risikos von Verstößen gegen Datenschutzvorgaben.

Nach unserer Einschätzung hat sich die Lage der für die Telefónica Deutschland Group erheblichen Risiken und Chancen bis auf die oben genannten Sachverhalte im Vergleich zum Vorjahr nicht signifikant verändert.

Gegenwärtig werden durch uns keine Risiken identifiziert, die einzeln oder kumulativ mit anderen Risiken geeignet wären, den Fortbestand unseres Unternehmens zu gefährden. Wir sind davon überzeugt, dass wir bei Fortführung des bisherigen Risikomanagementansatzes auch für das kommende Geschäftsjahr in der Lage sein werden, relevante Risiken frühzeitig identifizieren und geeignete Maßnahmen, um ihnen entgegenzuwirken, einleiten zu können.

Wir sind zuversichtlich, mit unserer Unternehmensstrategie die sich uns bietenden Chancen im Markt nutzen und die dafür notwendigen Ressourcen einsetzen zu können. Angesichts unserer technologisch hochwertigen Produktangebote, unserer Stellung im Markt, unserer digitalen Innovationskraft, unserer engagierten Mitarbeiter, unserer stabilen finanziellen Aufstellung, unserer Zugehörigkeit zu einem der größten Telekommunikationsunternehmen der Welt sowie unserer strukturierten Prozesse zur Risikofrüherkennung und Identifikation von Chancen sind wir zuversichtlich, den sich aus den genannten Risiken und Chancen ergebenden Herausforderungen im Jahr 2019 erfolgreich begegnen zu können.
 
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT­SYSTEM

bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess


Die folgenden Ausführungen beinhalten Informationen gemäß § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB.

Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen.

Das im Abschnitt > RISIKO- UND CHANGENMANAGEMENT beschriebene Risikomanagement beinhaltet auch eine rechnungslegungsbezogene Sichtweise, deren Ziel die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung ist. Das von uns eingeführte IKS erfüllt neben den gesetzlichen Anforderungen z. B. des deutschen Aktiengesetzes und des HGB auch die Vorschriften des amerikanischen Sarbanes-Oxley Act (SOX). Die Verpflichtung zur Erfüllung der vorgenannten SOX-Anforderungen durch die Telefónica Deutschland Group ergibt sich aus der Registrierung ihres Mehrheitsaktionärs, der Telefónica S.A., bei der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission). Weiterhin erfüllt das IKS der Telefónica Deutschland Group das globale IKS-Control-Setup der Telefónica S.A.

Die Einrichtung und wirksame Unterhaltung angemessener interner Kontrollen über die Finanzberichterstattung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Telefónica Deutschland und erfolgt unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Anforderungen.

Den konzeptionellen Rahmen für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden im Wesentlichen die konzernweit einheitlichen Bilanzierungsrichtlinien sowie der Kontenplan. Diese müssen beide von allen Gesellschaften der Telefónica Deutschland Group konsistent angewendet werden. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere offizielle Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich ihrer Relevanz und Auswirkungen auf die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses analysiert. Die sich daraus ergebenden Änderungen werden durch den Bereich Finance & Accounting in unseren Bilanzierungsrichtlinien und dem Kontenplan berücksichtigt.

Die Datengrundlage für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die von der Telefónica Deutschland, ihren Tochtergesellschaften und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Ventures) berichteten Abschlussinformationen, die wiederum auf den in den Gesellschaften erfassten Buchungen basieren. Die Rechnungslegung der einzelnen Gesellschaften erfolgt entweder durch den Bereich Finance & Accounting oder in enger Abstimmung mit diesem. Bei einigen Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, z. B. zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen, bedienen wir uns der Unterstützung externer Dienstleister. Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Konzernabschluss in unserem Konsolidierungssystem erstellt. Die zur Erstellung des Konzernabschlusses durchzuführenden Schritte werden auf allen Ebenen manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen.

In den Rechnungslegungsprozess einbezogene Mitarbeiter werden bereits bei ihrer Auswahl hinsichtlich ihrer fachlichen Eignung überprüft und regelmäßig geschult. Die Abschlussinformationen müssen auf jeder Ebene bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen. Kritische Aufgabenfelder im Rechnungslegungsprozess sind zum Zwecke einer wirksamen Funktionentrennung entsprechend aufgeteilt und es gilt grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten, sowohl der von einzelnen Konzerngesellschaften berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. In den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen werden insbesondere die IT-Sicherheit, das Veränderungsmanagement und die operativen IT-Vorgänge kontrolliert. Zugriffsberechtigungen beispielsweise sind definiert und etabliert, um zu gewährleisten, dass rechnungslegungsbezogene Daten vor nicht genehmigtem Zugriff, Verwendung und Veränderung geschützt sind.

Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird jährlich durch den Vorstand der Telefónica Deutschland beurteilt. Dazu prüft unsere interne Revision kontinuierlich die Einhaltung der Richtlinien, die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit unseres IKS sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems und berichtet darüber dem Vorstand der Telefónica Deutschland.

Unter anderem durch den Prüfungsausschuss ist der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland gemäß § 171 Abs. 1 AktG i.V. m. § 107 Abs. 3 AktG in das IKS eingebunden. Diesem obliegt die Überwachung insbesondere des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des IKS, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Weiterhin sichtet der Prüfungsausschuss die Unterlagen zum Einzel- und Konzernabschluss der Telefónica Deutschland und erörtert die Abschlüsse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer.

Im Rahmen seines risikoorientierten Prüfungsansatzes bildet sich der Abschlussprüfer ein Urteil über die Wirksamkeit der für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS und berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der Abschlussbesprechung.

Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union (EU) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Bei Bedarf, beispielsweise zum Zweck des handelsrechtlichen Jahresabschlusses oder für steuerliche Zwecke, wird auf Kontenebene auf die jeweiligen Vorschriften übergeleitet. Damit stellen korrekt ermittelte IFRS-Abschlussinformationen auch für den Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG eine wichtige Grundlage dar. Für die Telefónica Deutschland Holding AG und andere nach HGB bilanzierende Konzerngesellschaften ergänzt ein HGB-Kontenplan den oben genannten konzeptionellen Rahmen.

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist als Obergesellschaft der Telefónica Deutschland Group in das oben dargestellte konzernweite rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem eingebunden. Die oben gemachten Angaben gelten grundsätzlich auch für den HGB-Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG und der anderen nach HGB bilanzierenden Konzerngesellschaften.
   
Prognosebericht

PROGNOSEBERICHT

Wirtschaftlicher Ausblick

 

Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft 2018 laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr. Für 2019 erwarten die Ökonomen allerdings eine Abschwächung des Wachstums der deutschen Wirtschaft, mit einem Bruttoinlandswachstum (BIP) von nur noch 1,2 %. Treiber für die Konjunktur bleibt unter anderem der private Konsum. Grundlage hierfür sind vor allem eine weiterhin positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie die steigende Kaufkraft der Haushalte.

Ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und vor allem in Deutschland bleibt nach wie vor das internationale Umfeld sowie der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit).

Quelle: GfK Konsumklima, Bundesbank, BMWi, Statistisches Bundesamt, Experten Der Wirtschaftsforschungsinstitute
  

T 12 BIP-WACHSTUM 2017 – 2019
DEUTSCHLAND (KALENDERBEREINIGT)
In %201720182019
Deutschland2,21,51,2

Markterwartungen

 

Digitalisierung und Technologien wie Künstliche Intelligenz prägen zunehmend das Alltagsleben und stellen Industrien vor Veränderungen. Eine Vielzahl an Trends werden sich fortsetzen beziehungsweise werden an Bedeutung gewinnen.

Smartphones werden zum Wegbereiter für neue Technologien wie etwa Augmented und Virtual Reality, aber auch Sprachsteuerung. Letztere erobert in Form der stationären digitalen Sprachassistenten wie zum Beispiel Amazon Echo und Google Home die Wohnzimmer. Der Trend in Richtung vernetzbarer Produkte setzt sich fort. Unterstützt wird das durch die Einführung der eSIM, als der Schlüssel für das Internet der Dinge. Immer mehr Hersteller bringen eSIM-fähige Smartphones und Wearables auf den Markt. Parallel steigt die Pro-Kopf-Anzahl an vernetzten mobilen Endgeräten. Durch die Steuerung per Smartphone oder digitalem Sprachassistenten verschwinden die Grenzen zwischen Consumer Electronics, Informations- und Kommunikationsdiensten und sogar klassischen Haushaltsgeräten zunehmend.

Die intelligente Vernetzung von Dingen über das Internet (IoT) zahlreiche Anwendungs- und Wachstumsmöglichkeiten wie z.B. Industrie 4.0, Connected Car, Smart Health, Smart Energy und Smart Cities bieten weitere Wachstumsmöglichkeiten. Ein sich fortsetzender Trend ist die Analyse großer Datenmengen, die neben neuen Erkenntnissen auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Der Markt für den Datenkonsum ist geprägt durch eine stetig wachsende Nachfrage nach Internetdiensten wie zum Beispiel die Nutzung von Internetvideos über alle Endgeräte hinweg, aber auch Spiele und durch die bereits genannten neuen Anwendungsmöglichkeiten. Infolgedessen steigt auch der Bedarf an größeren Datenvolumen und höheren Übertragungsgeschwindigkeiten. Somit wird für die Telekommunikationsanbieter die Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts weiterhin stark im Fokus stehen. Analysten erwarten, dass im Jahr 2019 die durchschnittliche Datennutzung pro Mobilfunkkunde auf knapp 3 GB pro Monat ansteigen wird. Dies entspricht einer Steigerung von über 50 % im Vergleich zu 2018.

Quelle: Ovum, Analysys Mason, Bitkom, BMWi, PwC
  

Finanzausblick 20199 und mittelfristige Erwartungen

 

2019 wird Telefónica Deutschland Group weiter auf den operativen und finanziellen Ergebnissen des Geschäftsjahres 2018 aufbauen, die unseren Erwartungen entsprachen. Auf der Basis des Rechnungslegungsstandards IAS 18 war der Umsatz mit +0,5% im Jahresvergleich vor dem erheblichen Gegenwind der Regulierungseffekte in Höhe von 44 Mio. EUR (-0,1% im Jahresvergleich einschließlich negativer regulatorischer Effekte) weitgehend unverändert. Das um Sondereffekte bereinigte OIBDA basierend auf IAS 18 stieg vor regulatorischen Effekten in Höhe von 54 Mio. EUR im Jahresvergleich leicht um +3,4% (+0,4% im Jahresvergleich einschließlich dieser Effekte), gestützt durch ca. 100 Mio. EUR Umsatz- und OIBDA-relevanter Synergien. Insgesamt haben wir nun 820 Mio. EUR (>90 %) des gesamten Synergieziels von 900 Mio. EUR in 2019 an kumulierten Einsparungen beim operativen Cashflow erreicht. Unser letztes Integrationsprojekt, die Konsolidierung unserer Netzwerke, ist nun abgeschlossen und markiert einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Weg zu Deutschlands „Mobile Customer and Digital Champion“. Darüber hinaus lag der Investitionsaufwand von Telefónica Deutschland Group bei 966 Mio. EUR10 mit einer Investitionsquote von 13,2% im Jahr 2018, was ebenfalls dem Rahmen unserer Guidance von 12-13% für das Geschäftsjahr 2018 entspricht.

Der deutsche Mobilfunkmarkt blieb 2018 über alle Segmenten hinweg dynamisch aber rational, mit einem klaren Fokus auf profitables Wachstum durch Stimulierung der Datennutzung unserer Kunden sowie auf die „mobile Freiheit“, mit dem Ziel einen ausgewogenen Marktanteil zu erhalten. Telefónica Deutschland Group gelang ein erfolgreicher Relaunch seiner O2 Free und Blau Portfolios. Die neuen O2 Free Tarife – mit der Boost-Option für doppeltes Datenvolumen und der einzigartigen O2 Connect-Option für bis zu 10 Geräte – unterstützen unsere ARPU-up-Strategie. Weiter helfen sie uns, den Auswirkungen aus fortlaufenden Verschiebungen innerhalb der Kundenbasis sowie OTT-Effekten entgegenzuwirken. Mit unseren bestehenden Partnerschaften waren wir weiterhin erfolgreich.

2019 wird Telefónica Deutschland Group weiter eine erfolgreiche Mehrmarken- und Mehrkanal-Strategie verfolgen. Im aktuellen Marktumfeld erwarten wir 2019 im Premium- und im Discount-Segment ein stabiles Preisniveau. Postpaid bleibt dabei der stärkste positive Treiber für unser Geschäft. Darüber hinaus wird auch Prepaid weiter eine wichtige Säule für unsere operative und finanzielle Performance darstellen. Wir erwarten jedoch eine Fortsetzung des aktuellen Trends mit schwächerer Kundennachfrage in diesem Segment, die in der Einführung von Legitimationsprüfungen begründet liegt und im Markt den Wechseltrend von Pre- zu Postpaid beschleunigt.

Es wird erwartet, dass regulatorische Änderungen weiter einen starken Gegenwind für unsere finanzielle Performance in 2019 darstellen. Der Umsatz wird von negativen Effekten aus der Senkung der Terminierungsentgelte für mobile Sprachminuten von 1,07 Eurocent auf 0,95 Eurocent zum 1. Dezember 2018 und den neuen Vorschriften für Anrufe/SMS innerhalb der EU beeinträchtigt, die jetzt zum 15. Mai 2019 bei 0,19 EUR pro Minute/0,06 EUR pro SMS gedeckelt werden. Wir werden auch weiterhin geringfügige Auswirkungen aus der „Roam-like-Home“- Regulierung sehen, da Kunden weiter aktiv bestehende Tarife mit Roaming-Paketen beenden. Insgesamt erwarten wir, dass sich die negativen regulatorischen Auswirkungen auf den Gesamtumsatz 2019 auf rund 60-70 Mio. EUR belaufen. Gleichermaßen werden sich in der OIBDA-Entwicklung die negativen Auswirkungen der Nutzungselastizitätseffekte aus „Roam-like-Home“, der oben genannten Anrufe/SMS innerhalb der EU und, in geringerem Umfang, Auswirkungen der Terminierungsentgelte widerspiegeln. Insgesamt erwarten wir, dass sich die negativen regulatorischen Auswirkungen auf das OIBDA auf rund 40-50 Mio. EUR belaufen.

Für das Jahr 2019 erwarten wir, dass der Gesamtumsatz (bereinigt um die oben genannten negativen regulatorischen Auswirkungen in Höhe von rund 60-70 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert bleibt. Die Umsätze aus dem Verkauf von Mobilfunkhardware hängen weiterhin von der Marktdynamik sowie von den Markteinführungszyklen und der Verfügbarkeit neuer Gerätegenerationen ab. Im Festnetzgeschäft ist die Migration von Wholesale-Kunden als Voraussetzung für die Stilllegung unserer veralteten Infrastruktur für den ULL-Breitbandzugang jetzt abgeschlossen. Wir erwarten, dass sich die Umsatzentwicklung hier über die Zeit wieder normalisiert. Heute vermarkten wir Festnetz-Breitband und konvergente Produkte nur mehr basierend auf unserem Wholesale-Zugang zu Netzen der Wettbewerber. Mittelfristig erwarten wir, Umsatzwachstum im Einklang mit dem deutschen Markt zu generieren sowie Marktanteile im Bereich des Internets der Dinge zu gewinnen. Unsere eigenen Kunden sind unser größtes Kapital. Wir wollen sie fördern und weiterentwickeln, sowie viele weitere Kunden mit unserer erfolgreichen Mehrmarken- und Mehrkanalstrategie bedienen. Unsere Annahmen basieren auf einem weiterhin rationalen Wettbewerbsumfeld sowie stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Nachdem alle Integrationsaktivitäten bis zum Jahresende 2018 abgeschlossen sind, bestätigen wir unser Synergie-Gesamtziel von ca. 900 Mio. EUR an kumulierten Einsparungen beim operativen Cashflow im Jahr 2019, mit unterjährigen inkrementellen Einsparungen von ca. 40 Mio. EUR auf OIBDA-Ebene. Dies sind hauptsächlich Übertragungseffekte aus der Netzwerkkonsolidierung. Auf CapEx-Ebene erwarten wir während des Jahres ebenfalls weitere Einsparungen von etwa 40 Mio. EUR, die maßgeblich aus dem Ausbau eines gemeinsamen LTE-Netzwerks stammen.

2019 wird das erste Jahr des vierjährigen Transformationsprogramms Digital4Growth der Telefónica Deutschland Group sein, das wir auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2018 gelauncht haben. Es hat einen klaren Fokus auf das Kundenerlebnis im digitalen Zeitalter. Wir streben nach einem anhaltend profitablen Wachstum, indem wir zusätzliche Chancen auf Umsatzwachstum in unserem Kerngeschäft nutzen, gleichzeitig adressieren wir neue Geschäftsfelder, die zum Beispiel aus der e-SIM Fähigkeit, Advanced Data Analytics (ADA) oder dem Internet der Dinge (IoT) entstehen. Darüber hinaus wollen wir Effizienzen aus der weiteren Automation und Digitalisierung unserer Prozesse erzielen und damit „einfacher, schneller und besser“ werden. Wir bekräftigen unseren Transformationsplan, zwischen 2019 und 2022 einen zusätzlichen OIBDA-Beitrag von insgesamt 600 Mio. EUR brutto aus Wachstums- und Effizienzsteigerungen zu erzielen. Im ersten Jahr rechnen wir mit einem zusätzlichen Bruttobeitrag von 40 Mio. EUR auf OIBDA-Ebene, mit einem deutlichen schrittweisen Anstieg in den Folgejahren.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für 2019 ein um Sondereffekte bereinigtes OIBDA, das vor den oben genannten negativen regulatorischen Effekten von 40-50 Mio. EUR im Jahresvergleich weitgehend stabil bis leicht positiv ist. Wir gehen also davon aus, dass die vorgenannten Integrations- und Transformationseinsparungen weitere Investitionen in den Markt größtenteils ausgleichen werden. Wir gehen davon aus, dass die Margen für Mobilfunkhardware weiterhin größtenteils neutral bleiben.

Die Annahme rund um Investitionen in den Markt basiert auf der Erwartung eines rationalen Ergebnisses bei der bevorstehenden Versteigerung von Frequenzen, die am Ende des ersten Quartals 2019 beginnen soll, sowie auf der Annahme eines weiterhin rationalen Marktumfelds mit anhaltendem exponentiellem Datenwachstum.

2018 erzielten wir durch die Konsolidierung und den anhaltenden Ausbau des LTE-Netzes eine deutliche Stabilisierung und Qualitätsverbesserungen in unserem Netz. Aufbauend auf diesen Erfolgen schreiten wir mit dem weiteren Ausbau und der Optimierung unseres mobilen Netzwerks fort und verbessern das Kundenerlebnis damit fortlaufend. Wir planen 2019 rund 10.000 weitere LTE- Standorte (ca. 30.000 LTE-Zellen) auszurollen.

Außerdem werden wir im Rahmen unseres vierjährigen Transformationsprogramms in unsere Omni-Channel-Fähigkeiten und die Ende-zu-Ende Digitalisierung und Harmonisierung unserer Prozesslandschaft investieren, z.B. durch Robotics. Beim Investitionsbedarf für unsere digitale Transformation handelt es sich um Vorabinvestitionen. Daher erwarten wir eine Investitionsquote von ca. 13-14% für das Geschäftsjahr 2019; mittelfristig sehen wir einen stabilen CapEx-Rahmen von ca. 1 Milliarde EUR. Darin enthalten ist der Bedarf für Back- und Fronthaul Investitionen für 4G sowie Backhaul Investitionen für 5G basierend auf dem aktuellen regulatorischen Rahmen.

Seit dem Börsengang und der Integration der Telefónica Deutschland Group und der E-Plus Gruppe verfügen wir über eine starke Bilanz und einen konservativen Verschuldungsgrad11 von maximal 1.0x; dies spiegelte sich in einem soliden Investment-Grade-Rating von Fitch und dem ständigen Zugang zu den Kapitalmärkten wider. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 werden wir unser selbst definiertes Verschuldungsziel in zweierlei Hinsicht überprüfen: Erstens werden wir die technischen Änderungen aus der Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 abbilden. Wir erwarten durch die Anwendung von IFRS 16 wesentliche Auswirkungen auf unsere Marge, die Bilanz und den Verschuldungsgrad. Zweitens fassen wir die Einführung einer höheren Zielverschuldung ins Auge, um für die anstehenden 5G Investitionen unsere gesamte finanzielle Stärke ausschöpfen zu können und gleichzeitig unser BBB Investment-Grade-Rating durch Fitch zu wahren.

Wir glauben an unsere Fähigkeit, angesichts solider Dynamik im operativen Geschäft und weiterer Unterstützung durch das Programm Digital4Growth mittelfristig Free Cashflow Wachstum zu generieren. Daher zielen wir weiterhin auf eine hohe Dividendenausschüttung im Verhältnis zum Free Cash Flow ab. Für das Geschäftsjahr 2018 bekräftigen wir unseren Dividendenvorschlag von 0,27 EUR je Aktie an die Hauptversammlung im Mai 2019.
 
T 13 FINANZAUSBLICK 2019¹² UND MITTELFRISTIGE ERWARTUNGEN:
Referenzwert 2018Ausblick für 2019Mittelfristiger Ausblick
Umsatz 7.320 Mio. EURWeitgehend unverändert ggü. Vorjahr (bereinigt um regulatorische Effekte in Höhe von 60-70 Mio. EUR)Wachstum analog zum deutschen Markt
OIBDA Bereinigt um Sondereffekte 1.884 Mio. EURWeitgehend stabil bis leicht positiv ggü. Vorjahr (bereinigt um regulatorische Effekte in Höhe von 40-50 Mio. EUR)Laufende Margenverbesserung
Investitionsquote13,20%ca. 13-14 %Stabiler Investitionsaufwand bei ca. 1 Milliarde EUR
Dividende0,27 EUR/AktieVorschlag für das Geschäftsjahr 2018 an die Hauptversammlung im Mai 2019Hohe Ausschüttungsquote im Verhältnis zum FCF

9 Die Auswirkungen der Implementierung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 sind im Finanzausblick nicht berücksichtigt.

10 Davon waren 8 Mio. EUR Zugänge aus aktivierten Finanzierungsleasingverhältnissen.

11 Verschuldungsgrad ist definiert als Nettofinanzschulden dividiert durch das OIBDA bereinigt um Sondereffekte der letzten zwölf Monate.

Sonstige Angaben

SONSTIGE ANGABEN

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

 

Die Telefónica Deutschland Holding AG war im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 im Sinne von § 312 AktG eine unmittelbar abhängige Gesellschaft von Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich. Darüber hinaus war die Telefónica Deutschland Holding AG im Sinne von § 312 AktG eine mittelbar abhängige Gesellschaft von O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich, und von Telefónica, S.A., Madrid, Spanien. Es besteht weder ein Beherrschungsvertrag noch ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Telefónica Deutschland Group und den vorgenannten Gesellschaften.

Daher hat der Vorstand der Telefónica Deutschland Holding AG gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht enthält folgende Schlusserklärung:

„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Getroffene oder unterlassene Maßnahmen lagen im Berichtszeitraum nicht vor.“
  

Vergütungsbericht

 

Der Vergütungsbericht beschreibt Struktur und Ausgestaltung der Vergütung für Vorstand und Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG. Darüber hinaus wird die Vergütung jedes Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieds für das Geschäftsjahr 2018 individualisiert und nach Bestandteilen aufgegliedert ausgewiesen.

Der Bericht entspricht den Vorgaben des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) unter Berücksichtigung des deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 17 (DRS 17) und der International Financial Reporting Standards (IFRS).
 

Vergütung von Vorstandsmitgliedern


In 2018 gab es keine Veränderung in der Zusammensetzung des Vorstands. Das Vorstandsmitglied Markus Haas wurde mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 11. Dezember 2016 mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2019 erneut als Vorstandsmitglied der Gesellschaft bestellt und zum neuen Chief Executive Officer (CEO) der Telefónica Deutschland Holding AG ernannt. Die Vorstandsmitglieder Markus Rolle, Wolfgang Metze, Alfons Lösing, Guido Eidmann, Valentina Daiber und Nicole Gerhardt wurden mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 20. Juli 2017 mit Wirkung ab dem 1. August 2017 bis zum Ablauf des 31. Juli 2020 und das Vorstandsmitglied Cayetano Carbajo Martín mit Wirkung ab dem 1. August 2017 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2018 als Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bestellt. Die Bestellung des Vorstandsmitglieds Cayetano Carbajo Martín wurde mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 24. Oktober 2018 um ein Jahr bis zum Ablauf des 31. Dezember 2019 verlängert. Die Anstellungsverträge wurden für die jeweilige Dauer ihrer Bestellung abgeschlossen.
  
Struktur und Komponenten der Vorstandsvergütung
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Festvergütung, Nebenleistungen, einer einjährigen variablen Vergütung (Bonus I) und langfristigen Vergütungskomponenten (Bonus II, Bonus III / PSP, PIP). Daneben erhalten die Vorstandsmitglieder Versorgungszusagen.

Die fixen, erfolgsunabhängigen Vergütungskomponenten (Festvergütung und Nebenleistungen) machen in 2018 57 % der Gesamtvergütung aus. Die variablen, erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten machen 43 % aus. Davon entfallen 34 % auf die einjährige variable Vergütung und 9 % auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.
  
Festvergütung und Nebenleistungen
Der fixe Bestandteil besteht aus dem jährlichen Festgehalt, das in zwölf gleichen Monatsbeträgen ausgezahlt wird, und aus Nebenleistungen. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen Firmenwagen, Lebens- und Unfallversicherung, Reisekostenpauschalen, Mietzulagen, den Ersatz von Kosten der Sozialversicherung, Gremienentschädigung und Expatzulagen. Nicht alle Vorstandsmitglieder erhalten alle diese Nebenleistungen.
 
Einjährige variable Vergütung
Die einjährige variable Vergütung ist ein jährlicher Cash-Bonus (Bonus I). Bonus I wird nach der Formel Zielbonus mal Geschäftsperformance berechnet. Der Zielbonus entspricht der Höhe nach einem festgesetzten Prozentsatz des jährlichen Festgehalts. Der Geschäftsperformance-Faktor kann einen minimalen Wert von 0 % und einen maximalen Wert von 125 % annehmen. Die Vorstandsmitglieder können also maximal eine Auszahlung von 125 % des jeweiligen Zielbonus erhalten (CAP).

Bei der Geschäftsperformance sind zwei Komponenten maßgeblich, die sich zu 70 % am Erfolg der Telefónica Deutschland Holding AG (Telefónica Deutschland-Komponente) und zu 30 % an dem der Telefónica, S.A. (Telefónica, S.A.-Komponente) orientieren.

Die Parameter für die Bemessung der Telefónica Deutschland-Komponente, deren Gewichtung sowie die jeweilige Zielerreichung werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Für das Jahr 2018 sind neben Finanzzielen auch Ziele vereinbart, die mittelbar und unmittelbar in Verbindung mit der Kundenzufriedenheit stehen. Wenn weniger als ein vom Aufsichtsrat jährlich festgelegter Prozentsatz des jeweiligen Zielwerts erreicht wird, beträgt der Wert für den Faktor der Geschäftsperformance 0 % (Knockout). Im Fall der Zielerreichung beträgt der Faktor 100 %. Wenn der Zielwert überschritten wird, erhöht sich der Faktor bis zu einer Obergrenze, die für 2018 bei einem Finanzziel bei 140 % und bei allen anderen Zielen bei 125 % liegt. Zwischenwerte der Zielerreichung werden nicht linear interpoliert, sondern nach einer vom Aufsichtsrat festgelegten Auszahlungskurve ermittelt. Die Auszahlungskurve ordnet für jeden vom Aufsichtsrat jährlich festgelegten Parameter dem tatsächlich erreichten, prozentualen Zielwert einen entsprechenden Geschäftsperformance-Faktor (in %) zu. Um einen erhöhten Anreiz für die gleichzeitige Erfüllung aller Jahresziele zu schaffen, hat der Aufsichtsrat für 2018 beschlossen, dass diejenigen Faktoren, die unter 120 % liegen, jeweils auf 120 % angehoben werden, falls alle Ziele erreicht werden. Die Summe der gewichteten Geschäftsperformance-Faktoren ergibt die Telefónica Deutschland-Komponente.

Die Telefónica, S.A.-Komponente wird vom Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Ermessensleitend ist dabei die Unternehmensperformance der Telefónica, S.A. im betreffenden Jahr.
   
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung
Die mehrjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Alle Vorstandsmitglieder nehmen am Deferred-Bonus-Plan (Bonus II) der Telefónica Deutschland Holding AG teil.

Der Vorstandsvorsitzende ist zudem grundsätzlich berechtigt, an einem langfristigen variablen Vergütungsplan der Telefónica, S.A. teilzunehmen. Dies sind der „Performance & Investment Plan“ (PIP) und sein Nachfolgeplan, der „Performance Share Plan“ (PSP). Für 2018 hat der Aufsichtsrat einer Teilnahme am Performance Share Plan (PSP) zugestimmt.

Für die übrigen Vorstandsmitglieder ist dagegen als Bonus III vereinbart, dass der Aufsichtsrat jährlich darüber entscheidet, ob sie entweder eine zusätzliche Zuteilung aus dem Deferred-Bonus-Plan (Bonus II) erhalten, oder eine Zuteilung aus einem langfristigen variablen Vergütungsplan der Telefónica, S.A., oder eine Zuteilung aus einem anderen, vom Aufsichtsrat der Gesellschaft zu verabschiedenden, langfristigen variablen Vergütungsplan. Der Zuteilungswert entspricht dabei jeweils einem gewissen Anteil des jährlichen Festgehalts. Für 2018 hat der Aufsichtsrat einer Zuteilung aus dem aktuellen langfristigen variablen Vergütungsplan der Telefónica, S.A., dem Performance Share Plan (PSP), zugestimmt.
  
Deferred-Bonus-Plan (Bonus II): Bonus II ist ein aufgeschobener Bonus. Dabei wird den Vorstandsmitgliedern ein Betrag in Höhe eines prozentualen Anteils des jährlichen Festgehalts als Prämie in Aussicht gestellt. Das Vorstandsmitglied hat nach einer Frist von drei Jahren Anrecht auf diesen Betrag in voller Höhe (CAP), wenn der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG im oberen Quartil des Total Shareholder Returns einer Referenzgruppe bestehend aus den DAX-30-Gesellschaften liegt. Es hat Anrecht auf 50 % des Bonus II, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG dem Median der Referenzgruppe entspricht. Liegt der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG zwischen dem Median und dem oberen Quartil, wird der Bonus II linear-proportional berechnet. Liegt der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG unterhalb des Medians, besteht kein Anspruch auf eine Zahlung.

In 2018 beläuft sich der Zuteilungsbetrag auf 80 % des jährlichen Festgehaltes für den Vorstandsvorsitzenden und auf jeweils 33 % für die übrigen Vorstandsmitglieder. Die Teilnahme am Bonus II mit der Laufzeit von 2015 bis 2018 hat zu keiner Auszahlung geführt.
  
Performance & Investment Plan (PIP): Der Performance & Investment Plan wurde am 30. Mai 2014 von der Hauptversammlung der Telefónica, S.A. genehmigt und besteht aus drei Zuteilungszyklen beginnend am 1. Oktober 2014, 1. Oktober 2015 und 1. Oktober 2016. Die Laufzeit beträgt jeweils drei Jahre. Es gibt zwei Fassungen, nämlich die Fassung für Mitglieder des ExComm der Telefónica, S.A., anwendbar auf Markus Haas, und die Fassung für den oberen Führungsbereich; beide Fassungen unterscheiden sich darin, dass Mitglieder des ExComm der Telefónica, S.A. – wie unten näher dargestellt – eine Zuteilung von 125 % der ausgelobten Performance-Aktien erhalten können.

Nach dem PIP wird den Mitgliedern des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine bestimmte Anzahl von Performance-Aktien als Prämie (Award) zugeteilt. Die Anzahl der Performance-Aktien wird berechnet, indem ein Betrag, der einem bestimmten Anteil des jährlichen Festgehalts des jeweiligen Vorstandsmitglieds entspricht, durch den durchschnittlichen Börsenpreis der Telefónica, S.A.-Aktie geteilt wird (Core Award). Nach drei Jahren geben die Performance-Aktien ein Recht zum kostenlosen Erwerb der entsprechenden Anzahl von Aktien der Telefónica, S.A. Voraussetzungen sind, dass die betreffende Person bei Ablauf des Zeitraums noch bei einem Unternehmen der Telefónica, S.A. Group beschäftigt ist und der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. über den dreijährigen „Erdienungszeitraum“ mindestens dem Median des Total Shareholder Returns eines Referenzindexes von weltweiten Telekommunikationsunternehmen entspricht. 30 % der ausgelobten Performance-Aktien werden erdient, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. dem Median dieser Unternehmen entspricht. Die Zahl der erdienten Aktien erhöht sich auf 100 %, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. im oberen Quartil des Referenzindexes liegt. Wenn der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. zwischen dem Median und dem oberen Quartil liegt, wird die Anzahl der erdienten Aktien auf einer linear anteilsmäßigen Basis berechnet. Liegt der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. unter dem Median des Referenzindexes, verfallen die Anwartschaften. Mitgliedern des ExComm der Telefónica, S.A. werden 125 % erdient, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. mindestens den Total Shareholder Return des oberen Dezils der Vergleichsgruppe erreicht. Die Vorstandsmitglieder können also maximal einen Anspruch auf 100 % bzw. 125 % der ursprünglich zugeteilten Performance-Aktien in Form von echten Aktien erhalten (CAP).

Alternativ zum Core Award sieht der PIP auch einen Enhanced Award vor, bei dem die Anzahl der Performance-Aktien gegenüber dem Core Award um 25 % erhöht ist. Bedingung für die Erreichung des Enhanced Award ist, dass ein Vorstandsmitglied eine bestimmte Zahl von Aktien der Telefónica, S.A. (derzeit 25 % des Core Award) auf eigene Kosten erwirbt. Sind die Voraussetzungen des Enhanced Award erfüllt, wird die Anzahl der tatsächlich zu erdienenden Aktien auf Grundlage des Enhanced Award und nicht des Core Award berechnet.

Den Vorstandsmitgliedern wurden in 2018 aus dem Zuteilungszyklus 2015 keine Aktien erdient.
  
Performance Share Plan (PSP): Der Performance Share Plan wurde am 8. Juni 2018 von der Hauptversammlung der Telefónica, S.A. genehmigt und besteht aus drei Zuteilungszyklen beginnend am 1. Januar 2018, 1. Januar 2019 und 1. Januar 2020. Die Laufzeit beträgt jeweils drei Jahre. Zu Beginn der Laufzeit wird den Mitgliedern des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine bestimmte Anzahl an Performance-Aktien zugeteilt, die dem Wert nach einem bestimmten Anteil des jährlichen Festgehalts des jeweiligen Vorstandsmitglieds entsprechen. Die Anzahl der am Ende der dreijährigen Laufzeit tatsächlich erdienten Aktien berechnet sich als Produkt aus der Anzahl an zugeteilten Performance-Aktien und einem Zielerreichungsfaktor, der von der Erfüllung gewisser Performancebedingungen abhängt und einen minimalen Wert von 0 % und einen maximalen Wert von 100 % erreichen kann. Die Vorstandsmitglieder können also maximal einen Anspruch auf 100 % der ursprünglich zugeteilten Performance-Aktien in Form von echten Aktien erhalten (CAP). Für Planteilnehmer, die gleichzeitig Mitglieder des Executive Committee der Telefónica, S.A sind (zutreffend für Markus Haas), ist im Anschluss eine Halteperiode von 12 Monaten für mindestens 25 % der erdienten Aktien vorgesehen.

Für den Zuteilungszyklus 2018 setzt sich der Zielerreichungsfaktor aus zwei Komponenten zusammen: Die erste Komponente orientiert sich am Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. (TSR-Zielerreichungsfaktor) und hat eine Gewichtung von 50 %. Die zweite Komponente orientiert sich an der Erfüllung von Free Cashflow-Zielen (FCF-Zielerreichungsfaktor) und hat ebenfalls eine Gewichtung von 50 %.

Der TSR-Zielerreichungsfaktor hängt davon ab, wie sich der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. im Vergleich zum Total Shareholder Return von ausgewählten globalen Telekommunikationsunternehmen über den Zeitraum der drei Jahre entwickelt hat: Liegt der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. unter dem Median der Referenzgruppe, liegt der TSR-Zielerreichungsfaktor bei 0 %. Bei Erreichen des Medians liegt der TSR-Zielerreichungsfaktor bei 30 %. Der TSR-Zielerreichungsfaktor erhöht sich mittels linearer Interpolation auf bis zu 100 %, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. das obere Quartil der Referenzgruppe erreicht.

Der FCF-Zielerreichungsfaktor entspricht dem Durchschnitt von jährlichen Zielerreichungsfaktoren, die jeweils in Abhängigkeit von der Erfüllung von Jahreszielen für den Free Cashflow zwischen 0 % und 100 % liegen können. Die jeweiligen Jahresziele für den Free Cashflow und die zugehörige Zielerreichungskurve werden dabei grundsätzlich jährlich vom Board of Directors der Telefónica, S.A. festgelegt.

Alle Vorstandsmitglieder haben aus dem Zuteilungszyklus 2018 nach Zustimmung des Aufsichtsrates der Gesellschaft eine Zuteilung von Performance-Aktien erhalten.
  
Versorgungszusagen
Markus Haas, Markus Rolle, Guido Eidmann, Valentina Daiber, Wolfgang Metze und Nicole Gerhardt nehmen am Pensionsplan der Gesellschaft teil. Alfons Lösing erhält einen festen Beitrag für eine rückgedeckte Zusage des Essener Verbandes (EV). Das Vorstandsmitglied Cayetano Carbajo Martín hat keine Zusage bezüglich einer unternehmensfinanzierten Altersvorsorge durch die Gesellschaft, nimmt jedoch am spanischen Plan für Direktoren teil.

Die Vorstandsmitglieder, die am Pensionsplan der Gesellschaft teilnehmen, erhalten jährlich einen Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20 % des jährlichen Festgehalts, der in eine rückgedeckte Unterstützungskasse investiert wird. Die Vorstandsmitglieder können jährlich zwischen sechs vorgegebenen Vorsorgepaketen wählen, die die Risiken Hinterbliebenenversorgung, Berufsunfähigkeit und Alter unterschiedlich stark absichern. Neben der gesetzlichen Garantieverzinsung gibt es keine weitere Zinsgarantie. Die Vorstandsmitglieder haben die Wahlmöglichkeit zwischen einer einmaligen Auszahlung, einer Auszahlung in drei oder sechs Teilbeträgen oder den Bezug einer Rente. Altersrente bzw. die Auszahlung erhält das Vorstandsmitglied, das die Altersgrenze erreicht hat und aus den Diensten der Firma ausgeschieden ist.

Das Vorstandsmitglied, das Mitglied des Essener Verbandes (EV) ist, erhält einen festen Finanzierungsbetrag für die sogenannte BOLO (Beitragsorientierte Leistungsordnung des EV). Es gibt ein spezifisches Rentenalter. Darüber hinaus werden Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsleistungen gewährt. Der Vorstand erhält weiterhin eine Versorgung aus der Leistungsordnung B des EV. Hier werden ebenfalls Alters-, Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsrenten zugesagt. Die nicht über den Pensionssicherungsverein abgedeckten Leistungen aus den Zusagen sind im Rahmen eines Rückdeckungsvertrages versichert.
  
Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Geschäftstätigkeit
Vorzeitige Aufhebung des Anstellungsvertrages: Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrages ohne wichtigen Grund enthalten die Vorstandsverträge eine Klausel im Sinne von Ziffer 4.2.3 des DCGK, dass gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen nicht den Wert von zwei Jahresvergütungen und nicht den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstands-Anstellungsvertrags überschreiten sollen. Dabei soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden.
  
Kontrollwechsel (Change-of-Control): Im Falle eines Kontrollwechsels hat das Vorstandsmitglied das Recht, das Anstellungsverhältnis außerordentlich mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt als Vorstandsmitglied mit dieser Frist niederzulegen. In diesem Falle zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine einmalige Entschädigung in Höhe eines jährlichen Festgehaltes und des zuletzt bezogenen jährlichen Cash-Bonus (Bonus I), höchstens jedoch die Vergütung, die bis zum Ende des Anstellungsvertrages zahlbar gewesen wäre.
 
Sterbegeldzusage: Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer des Anstellungsvertrages, so haben die Witwe / der Witwer und die Kinder, soweit diese noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben, als Gesamtgläubiger Anspruch auf die unverminderte Fortzahlung des jährlichen Festgehalts für den Sterbemonat und die sechs darauf folgenden Monate, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit des Vertrages.
  
Sonstige Vergütungskomponenten
Diskretionärer Bonus:
Der Aufsichtsrat ist dazu ermächtigt, nach seinem Ermessen den Vorstandsmitgliedern für besondere Leistungen, die nicht mit der im Übrigen gewährten Vergütung abgegolten sind und die sich für die Gesellschaft wirtschaftlich signifikant vorteilhaft auswirken, einen Ermessensbonus bis maximal 100 % des jährlichen Festgehaltes festzusetzen. Der Aufsichtsrat hat in 2018 wie in den Vorjahren keinen diskretionären Bonus an Vorstandsmitglieder gewährt.
 
D&O-Versicherung: Die Gesellschaft hat zugunsten der Vorstandsmitglieder eine D&O-Versicherung (Directors & Officers Liability Insurance) abgeschlossen mit einem Selbstbehalt von 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen des jährlichen Festgehalts des jeweiligen Vorstandsmitglieds.
 
Sicherheiten/Darlehen/Garantien: Derzeit hat die Telefónica Deutschland Group ihren Mitgliedern des Vorstands keine Sicherheiten oder Darlehen gewährt und keine Garantien für sie übernommen.
  
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot: Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein Wettbewerbsverbot bzw. nachträgliches Wettbewerbsverbot vereinbart. Für die Dauer des nachträglichen Wettbewerbsverbots erhält das Vorstandsmitglied eine Entschädigung von 50 % der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Leistungen. Die Gesellschaft kann jederzeit auf die Einhaltung verzichten.
 
Rückgabe von Gesellschaftseigentum: Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, bei Beendigung des Anstellungsvertrags sowie im Falle der Abberufung unverzüglich sämtliche sich in ihrem Besitz befindlichen Gegenstände der Gesellschaft, inklusive Firmenwagen, zurückzugeben.
  
Vorstandsvergütung gemäß HGB
Für die in 2018 tätigen Mitglieder des Vorstands fielen folgende Vergütungen an:
  
T 14 VORSTANDSVERGÜTUNG 2018
erfolgsunabhängige Komponentenerfolgsbezogene KomponentenKomponenten mit langfristiger Anreizwirkung
Mehrjährige Aktienvergütung¹⁾
2018FestvergütungNebenleistungenSUMMEEinjährige variable VergütungMehrjährige BarvergütungAnzahl²⁾ZeitwertSUMME: Komponenten mit langfristiger AnreizwirkungGesamtvergütung
Markus Haas700.00016.616716.616594.02027.570145.979145.9791.456.615
Markus Rolle400.00018.602418.602243.59912.99868.82068.820731.021
Wolfgang Metze400.00017.496417.496243.59912.99868.82068.820729.914
Alfons Lösing400.00061.193461.193243.59912.99868.82068.820773.611
Cayetano Carbajo Martín300.000225.099³⁾525.099192.2159.74851.61651.616768.929
Nicole Gerhardt300.00018.550318.550182.6999.74851.61651.616552.865
Valentina Daiber300.00016.538316.538182.6999.74851.61651.616550.853
Guido Eidmann300.00064.607364.607182.6999.74851.61651.616598.922
Ausweis der Vorstandsvergütung
Der Ausweis der Vorstandsvergütung erfolgt sowohl auf Basis der Vorgaben des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) als auch gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Dadurch kommt es bei einzelnen Vergütungsbestandteilen und den Gesamtbezügen zu Abweichungen.

Gemäß DCGK folgen die Darstellungen den empfohlenen Mustertabellen 1 und 2, die die Gesamtvergütung der für das Berichtsjahr gewährten sowie der zugeflossenen Vergütungsbestandteile abbilden. Die Übersicht über die gewährten Zuwendungen enthält zudem die jeweiligen Zielwerte sowie die Minimal- und Maximalwerte. In Abweichung zu der Gewährungstabelle werden in der Zuflusstabelle nicht die Zielwerte für die kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteile ausgewiesen, sondern die tatsächlich für das Jahr 2018 zufließenden Werte.
  
Für die in 2017 tätigen Mitglieder des Vorstands fielen folgende Vergütungen an:
  
T 15 VORSTANDSVERGÜTUNG 2017
erfolgsunabhängige Komponentenerfolgsbezogene KomponentenKomponenten mit langfristiger Anreizwirkung
Mehrjährige Aktienvergütung¹⁾
2017FestvergütungNebenleistungenSUMMEEinjährige variable VergütungMehrjährige BarvergütungAnzahl²⁾ZeitwertSUMME: Komponenten mit langfristiger AnreizwirkungGesamtvergütung
Markus Haas700.00018.236718.236642.1501.360.386
Markus Rolle166.6675.003171.670108.333280.003
Wolfgang Metze166.6675.943172.610108.333280.943
Alfons Lösing166.66722.336189.003108.333297.336
Cayetano Carbajo Martín125.00066.108191.10881.250272.358
Nicole Gerhardt125.0004.787129.78781.250211.037
Valentina Daiber125.0005.555130.55581.250211.805
Guido Eidmann125.00025.114150.11481.250231.364
Rachel Empey (bis 31/07/2017)350.000159.535509.535228.992738.527
T 16 VERSORGUNGSZUSAGEN UND SONSTIGE LEISTUNGEN
Dienstzeitaufwand nach IFRSDienstzeitaufwand nach HGB¹⁾Anwartschaftsbarwert der Ruhegeldzusage nach IFRSAnwartschaftsbarwert der Ruhegeldzusage nach HGB
20182017201820172018201720182017
Markus Haas142.30866.131250.26365.502860.277602.284622.074358.646
Markus Rolle37.57417.82868.57331.985481.681472.009311.446234.265
Wolfgang Metze37.86922.53110.39845.87715.94533.30010.398
Alfons Lösing97.93480.937206.453372.8772.352.6892.368.4721.793.8621.531.102
Cayetano Carbajo Martín86.80458.55086.89858.8781.1088471.093819
Nicole Gerhardt1968.44917913.4292.16310.6832.159
Valentina Daiber39.61921.15457.90924.551194.831135.610145.24484.243
Guido Eidmann26.73623.64636.2089.56792.09247.56972.71635.228
Rachel Empey (bis 31/07/2017)(362)
T 17 VORSTANDSVERGÜTUNG GEMÄSS DCGK (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN UND ZUFLUSS)
Markus Haas Chief Executive Officer (CEO) Seit: 01/01/2017Markus Rolle Chief Financial Officer Seit: 01/08/2017Wolfgang Metze Chief Consumer Officer Seit: 01/08/2017
Gewährte Zuwendungen 201720182018 (min) 2018 (max)201720182018 (min) 2018 (max)201720182018 (min) 2018 (max)
Festvergütung700.000700.000700.000700.000166.667400.000400.000400.000166.667400.000400.000400.000
Nebenleistungen18.23616.61616.61616.6165.00318.60218.60218.6025.94317.49617.49617.496
Summe718.236716.616716.616716.616171.669418.602418.602418.602172.609417.496417.496417.496
Einjährige variable Vergütung 700.000700.000875.000108.333260.000325.000108.333260.000325.000
Mehrjährige variable Vergütung 700.001705.979n.a.109.000200.820n.a.119.167200.820n.a.
Bonus II (2017-2020)700.001109.000119.167
PIP / Bonus III (2017-2020)
Bonus II (2018-2021) 560.000560.000132.000132.000132.000132.000
PSP / Bonus III (2018 - 2020)¹⁾145.979n.a.68.820n.a.68.820n.a.
Summe2.118.2372.122.595716.616n.a.389.003879.422418.602n.a.400.110878.316417.496n.a.
Versorgungsaufwand66.131142.308142.308142.30817.82837.57437.57437.57437.86937.86937.869
Gesamtvergütung2.184.3682.264.903858.924n.a.406.831916.996456.176n.a.400.110916.185455.365n.a.
Alfons Lösing Chief Partner and Business Officer
Seit: 01/08/2017
Cayetano Carbajo Martín Chief Technology Officer Seit: 01/08/2017 Nicole Gerhardt Chief Human Resources Officer
Seit: 01/08/2017
Gewährte Zuwendungen 201720182018 (min) 2018 (max)201720182018 (min) 2018 (max)201720182018 (min) 2018 (max)
Festvergütung166.667400.000400.000400.000125.000300.000300.000300.000125.000300.000300.000300.000
Nebenleistungen22.33661.19361.19361.19366.108225.099225.099225.0994.78718.55018.55018.550
Summe189.002461.193461.193461.193191.108525.099525.099525.099129.787318.550318.550318.550
Einjährige variable Vergütung 108.333260.000325.00081.250195.000243.75081.250195.000243.750
Mehrjährige variable Vergütung 130.000200.820n.a.97.500150.616n.a.82.500150.616n.a.
Bonus II (2017-2020)130.00097.50082.500
PIP / Bonus III (2017-2020)
Bonus II (2018-2021) 132.000132.00099.00099.00099.00099.000
PSP / Bonus III (2018 - 2020)¹⁾68.820n.a.51.616n.a.51.616n.a.
Summe427.336922.012461.193n.a.369.858870.714525.099n.a.293.537664.166318.550n.a.
Versorgungsaufwand80.93797.93497.93497.93458.55086.80486.80486.804196196196
Gesamtvergütung508.2731.019.946559.127n.a.428.408957.519611.903n.a.293.537664.362318.746n.a.
Valentina Daiber Chief Officer for Legal and Corporate AffairsGuido Eidmann Chief Information Officer Seit: 01/08/2017Rachel Empey Chief Financial Officer Bis: 31/07/2017
Gewährte Zuwendungen201720182018
(min)
2018
(max)
201720182018
(min)
2018
(max)
201720182018
(min)
2018
(max)
Festvergütung125.000300.000300.000300.000125.000300.000300.000300.000350.000
Nebenleistungen5.55516.53816.53816.53825.11464.60764.60764.607159.535
Summe130.555316.538316.538316.538150.114364.607364.607364.607509.535
Einjährige variable Vergütung81.250195.000243.75081.250195.000243.750280.000
Mehrjährige variable Vergütung 97.500150.616n.a.97.500150.616n.a.
Bonus II (2017-2020)97.50097.500
PIP / Bonus III (2017-2020)
Bonus II (2018-2021)99.00099.00099.00099.000
PSP / Bonus III (2018 - 2020)¹⁾51.616n.a.51.616n.a.
Summe309.305662.154316.538n.a.328.864710.223364.607n.a.789.535
Versorgungsaufwand21.15439.61939.61939.61923.64626.73626.73626.736
Gesamtvergütung330.459701.773356.157n.a.352.510736.959391.343n.a.789.535
Markus Haas Chief Executive Officer (CEO) Seit: 01/01/2017Markus Rolle Chief Financial Officer Seit: 01/08/2017Wolfgang Metze Chief Consumer Officer Seit: 01/08/2017
Zufluss 201820172018201720182017
Festvergütung700.000700.000400.000166.667400.000166.667
Nebenleistungen16.61618.23618.6025.00317.4965.943
Summe716.616718.236418.602171.669417.496172.609
Einjährige variable Vergütung¹⁾717.500594.020266.50091.932266.50091.932
Mehrjährige variable Vergütung
Bonus II (2014-2017)
PIP / Bonus III (2014-2017)
Bonus II (2015-2018)
PIP / Bonus III
(2015-2018)
Sonstiges
Summe1.434.1161.312.256685.102263.601683.996264.541
Versorgungsaufwand142.30866.13137.57417.82837.869
Gesamtvergütung1.576.4241.378.387722.676281.429721.865264.541
Alfons Lösing Chief Partner and Business Officer Seit: 01/08/2017Cayetano Carbajo Martín Chief Technology Officer Seit: 01/08/2017Nicole Gerhardt Chief Human Resources Officer Seit: 01/08/2017
Zufluss 201820172018201720182017
Festvergütung400.000166.667300.000125.000300.000125.000
Nebenleistungen61.19322.336225.09966.10818.5504.787
Summe461.193189.002525.099191.108318.550129.787
Einjährige variable Vergütung¹⁾266.50091.932199.87568.949199.87568.949
Mehrjährige variable Vergütung
Bonus II (2014-2017)
PIP / Bonus III (2014-2017)
Bonus II (2015-2018)
PIP / Bonus III
(2015-2018)
Sonstiges
Summe727.693280.934724.974260.057518.425198.736
Versorgungsaufwand97.93480.93786.80458.550196
Gesamtvergütung825.627361.871811.778318.607518.621198.736
Valentina Daiber Chief Officer for Legal and Corporate Affairs Seit: 01/08/2017Guido Eidmann Chief Information Officer Seit: 01/08/2017Rachel Empey Chief Financial Officer Bis: 31/07/2017
Zufluss 201820172018201720182017
Festvergütung300.000125.000300.000125.000350.000
Nebenleistungen16.5385.55564.60725.114159.535
Summe316.538130.555364.607150.114509.535
Einjährige variable Vergütung¹⁾199.87568.949199.87568.949280.000²⁾
Mehrjährige variable Vergütung
Bonus II (2014-2017)
PIP / Bonus III (2014-2017)
Bonus II (2015-2018)
PIP / Bonus III
(2015-2018)
Sonstiges
Summe516.413199.504564.482219.063789.535
Versorgungsaufwand39.61921.15426.73623.646
Gesamtvergütung556.032220.658591.218242.709789.535

Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern

 

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine fixe Vergütung in Höhe von 20.000 EUR jährlich, die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 80.000 EUR und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende 40.000 EUR. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich 50.000 EUR, sofern nicht der Aufsichtsratsvorsitzende oder sein Stellvertreter in diesem Ausschuss den Vorsitz hat. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Amt im Aufsichtsrat oder das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden oder Vorsitzenden eines Ausschusses nur über einen bestimmten Teil des Geschäftsjahres innehaben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Neben der Vergütung erstattet das Unternehmen den Aufsichtsratsmitgliedern die Auslagen, die in der Erfüllung ihrer Pflichten als Aufsichtsratsmitglieder anfallen, sowie eine etwaige Mehrwertsteuer auf ihre Vergütung und ihre Auslagen.

Vier Mitglieder des Aufsichtsrats und ein ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrats, die gleichsam eine Executive Funktion in einer der Gesellschaften der Telefónica, S.A. Group wahrnehmen, verzichten bzw. verzichteten auf ihre Vergütung bis zu einem Betrag von 2.000 EUR im Jahr.

Außerhalb der genannten Tätigkeiten des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wurden keine Dienstleistungen, insbesondere keine Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, erbracht.
  
NameMitglied des AufsichtsratsVergütung
(in EUR) 2018
Vergütung
(in EUR) 2017
Eva Castillo Sanz*seit 5. Oktober 2012 bis 25. Mai 201826.84980.000
Laura Abasolo García de Baquedano**seit 12. Mai 20152.0002.000
Angel Vilá Boixseit 18. September 2012 bis 4. Oktober 20172.000
María García-Legaz Ponceseit 7. Juni 20182.000
Patricia Cobian Gonzálezseit 18. September 20122.0002.000
Michael Hoffmannseit 5. Oktober 201270.00070.000
Enrique Medina Maloseit 18. September 2012 bis 24. Juli 20182.0002.000
Pablo de Carvajal Gonzalezseit 25. Juli 20182.000
Sally Anne Ashfordseit 18. September 201420.00020.000
Peter Erskineseit 19. Mai 201620.00020.000
Julio Linares Lópezseit 16. Oktober 201720.0004.219
Christoph Braun***seit 1. Juli 201638.57540.000
Thomas Pfeilseit 3. Juni 201320.00020.000
Dr. Jan-Erik Walterseit 3. Juni 201320.00020.000
Marcus Thurandseit 3. Juni 2013 bis 17. Mai 20187.50720.000
Martin Butzseit 17. Mai 201812.548
Christoph Heilseit 3. Juni 2013 bis 17. Mai 20187.50720.000
Sandra Hofmannseit 17. Mai 201812.548
Claudia Weberseit 3. Juni 201320.00020.000
Joachim Rieger****seit 31. Oktober 201424.50024.500
Jürgen Thierfelder****seit 31. Oktober 201423.16824.500

 

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG eine Vergütung in Höhe von 346 Tsd. EUR in 2018 und 382 Tsd. EUR in 2017.

Zum 31. Dezember 2018 hatte die Telefónica Deutschland Group ihren Aufsichtsratsmitgliedern keine Sicherheiten oder Darlehen gewährt und keine Garantien für sie übernommen.
  

Gesonderter zusammengefasster nichtfinanzieller Bericht

 

Die Telefónica Deutschland wird einen gesonderten, zusammengefassten, nichtfinanziellen Bericht, der die Informationen der Telefónica Deutschland Group wie auch die der Telefónica Deutschland beinhaltet unter der folgenden Webadresse öffentlich zugänglich machen: www.telefonica.de/nfe. Dieser nichtfinanzielle Bericht gemäß § 315 Abs. 5 HGB i. V. m. § 289b HGB ist Teil dieses zusammengefassten Lageberichts.
  

Angaben

nach § 315a und § 289a HGB

  

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG beträgt unverändert 2.974.554.993 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.974.554.993 nennwertlose Namensaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils 1,00 EUR (Aktien). Das Grundkapital ist voll einbezahlt. Zum 31. Dezember 2018 und bei Aufstellung dieses Lageberichts hielt die Telefónica Deutschland Holding AG keine eigenen Aktien. Gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung sind Ansprüche der Aktionäre auf Verbriefung von Anteilen ausgeschlossen. In der Hauptversammlung gewährt grundsätzlich jede Stückaktie eine Stimme. Die Aktien sind grundsätzlich frei übertragbar.
  
Stimmrechtsbeschränkung und Beschränkung der Übertragbarkeit von Aktien
Es bestehen keine grundsätzlichen Stimmrechtsbeschränkungen. Uns sind keine vertraglichen Vereinbarungen mit der Telefónica Deutschland Holding AG oder andere Vereinbarungen über die Beschränkung von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien bekannt. Neben den gesetzlichen Insider-Bestimmungen sowie dem Handelsverbot nach der Marktmissbrauchsverordnung informiert die Gesellschaft über sogenannte „Silent“ Periods von jeweils 30 Tagen vor Veröffentlichung der Finanzzahlen mit der damit verbundenen Empfehlung, in diesem Zeitraum keinen Handel zu betreiben. Es bestehen im Übrigen keine internen Governance-Vorschriften, die Beschränkungen für den Kauf und Verkauf von Aktien durch Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter vorsehen.
  
Beteiligung am Aktienkapital im Umfang von mehr als 10 % der Stimmrechte
Die Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich, hält zum 31. Dezember 2018 ca. 69,2 % der Aktien der Telefónica Deutschland Holding AG und ebensoviele Stimmrechte. Über Telefónica Germany Holdings Limited halten sowohl O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich, als auch Telefónica, S.A., Madrid, Spanien, mittelbar ca. 69,2 % der Aktien an der Telefónica Deutschland Holding AG. Darüber hinaus wurden wir nicht von Beteiligungen am Aktienkapital der Telefónica Deutschland Holding AG im Umfang von über 10 % der Stimmrechte in Kenntnis gesetzt und uns sind solche auch nicht bekannt.
  
Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, insbesondere keine Aktien mit Rechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Stimmrechtskontrolle, wenn Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind
Ebenso wie alle anderen Aktionäre üben Mitarbeiter, die Aktien der Telefónica Deutschland Holding AG halten, ihre Kontrollrechte im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung unmittelbar aus.

Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern
Im Einklang mit § 7 der Satzung und § 84 AktG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands und ist für ihre Bestellung und Abberufung sowie für die Ernennung des Vorstandsvorsitzenden (Chief Executive Officer, CEO) verantwortlich. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden.

Zum 31. Dezember 2018 setzte sich der Vorstand der Telefónica Deutschland Holding AG aus acht Mitgliedern zusammen.

Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Die Bestellung kann erneuert und die Amtszeiten können verlängert werden, sofern eine Amtszeit den Zeitraum von fünf Jahren nicht überschreitet. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied abberufen, falls ein wichtiger Grund wie grobe Verletzung von Treuepflichten vorliegt oder falls die Hauptversammlung dem betreffenden Vorstandsmitglied durch Beschluss das Vertrauen entzieht. Weitere Beendigungsmöglichkeiten – wie einvernehmliche Aufhebung – bleiben unberührt.

Die Telefónica Deutschland Holding AG unterliegt den Bestimmungen des deutschen Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG).

Gemäß § 31 MitbestG ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder notwendig. Wird diese Mehrheit bei der ersten Abstimmung des Aufsichtsrats nicht erreicht, kann die Bestellung oder Abberufung auf Vorschlag des Vermittlungsausschusses, der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zu bilden ist, in einem weiteren Wahlgang mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder erfolgen. Wird die vorgeschriebene Mehrheit auch dabei nicht erreicht, muss eine dritte Abstimmung stattfinden, die erneut eine einfache Mehrheit erfordert; bei dieser Abstimmung hat der bzw. die Aufsichtsratsvorsitzende jedoch zwei Stimmen.

Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat zudem in dringenden Fällen das Amtsgericht München gemäß § 85 Abs. 1 AktG das Mitglied auf Antrag eines Beteiligten zu bestellen.
  
Satzungsänderungen
Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung der Telefónica Deutschland Holding AG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 27 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG werden Beschlüsse der Hauptversammlung der Telefónica Deutschland über Satzungsänderungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Falls das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit der Stimmen oder des Kapitals vorsieht, so ist diese Mehrheit anzuwenden. Im Zusammenhang mit Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, ist der Aufsichtsrat jedoch gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 17 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme dieser Änderungen berechtigt.
   
Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien
Die Befugnisse des Vorstands sind in §§ 76 ff. AktG in Verbindung mit §§ 8 ff. der Satzung geregelt. Insbesondere hat der Vorstand die Gesellschaft zu leiten und sie gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.

Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien ist in § 4 der Satzung i.V.m. den gesetzlichen Bestimmungen geregelt. Zum 31. Dezember 2018 bestanden folgende Ermächtigungen des Vorstands zur Ausgabe von Aktien:
  
Genehmigtes Kapital
Zum 31. Dezember 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 18. Mai 2021 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.487.277.496 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.487.277.496 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016/I). Die Ermächtigung sieht vor, dass das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise ausgeschlossen werden kann (§ 4 Abs. 3 der Satzung). Die Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 hatte dies unter Aufhebung des bisherigen Genehmigten Kapitals 2012/I entsprechend beschlossen.
  
Bedingtes Kapital
Zum Zweck der Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien an Inhaber oder Gläubiger von Schuldverschreibungen wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 558.472.700 EUR durch Ausgabe von 558.472.700 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/l).
  
Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf von Aktien
Die Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien werden in § 57 Abs. 1 Satz 2 und §§ 71 ff. AktG geregelt.

Die Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 hat unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vom 5. Oktober 2012 eine neue Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschlossen.
  
Kontrollwechsel/Entschädigungsvereinbarungen
Wesentliche Vereinbarungen der Telefónica Deutschland Holding AG, die eine Kontrollwechselklausel enthalten, beziehen sich auf die Finanzierung.

Im Falle eines Kontrollwechsels wird bei den Kapitalmarktverbindlichkeiten das Rating der Telefónica Deutschland oder der langfristigen, ausstehenden Verbindlichkeiten der Telefónica Deutschland Group überprüft. Für den Fall, dass es zu einer in den Verträgen definierten Absenkung des Ratings kommt, räumen die Verträge der O2 Telefónica Deutschland Finanzierung GmbH als Emittentin die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung der Finanzierung zu einem Rückzahlungsbetrag von 101 % des Nennbetrags plus aufgelaufener Zinsen ein. Andernfalls wird die Verzinsung bis zum Laufzeitende um 1,25 % bzw. bezüglich der am 5. Juli 2018 begebenen Anleihe um 3,0 % p.a. erhöht.

Zu einem geringen Teil räumen weitere Verträge den Vertragspartnern im Fall eines Kontrollwechsels entsprechend der üblichen Praxis ein Kündigungsrecht ein, was die Pflicht zur Erfüllung ausstehender Verpflichtungen zur Folge hat.

Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder mit der Telefónica Deutschland Holding AG räumen das Recht ein, diese Verträge im Falle eines Übernahmeangebots durch einen Dritten mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen; diese Kündigung muss jedoch binnen sechs Monaten nach einem Kontrollwechsel erfolgen. In diesem Fall hat das betreffende Vorstandsmitglied Anspruch auf eine einmalige Entschädigung in Höhe eines festen Jahresgehalts zuzüglich des zuletzt bezogenen Jahresbonus. Dabei darf die Entschädigung jedoch nicht über der Vergütung liegen, die bis zum Ende des Vertrags zu zahlen wäre.
  
Geschäftsentwicklung der Telefónica Deutschland Holding AG

GESCHÄFTS­ENTWICKLUNG ­
DER TELEFÓNICA DEUTSCHLAND HOLDING AG

Der Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG wurde nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Die Telefónica Deutschland agiert als Holdinggesellschaft und ist als Dienstleister für das Management und die strategische Ausrichtung der Telefónica Deutschland Group und ihrer operativen Geschäftstätigkeit verantwortlich. Dadurch entsprechen ihre Chancen und Risiken und der Ausblick für das kommende Geschäftsjahr denen der Telefónica Deutschland Group. Zum 31. Dezember 2018 hat die Telefónica Deutschland keine Mitarbeiter.
  

Ertragslage

 

Die Telefónica Deutschland generiert ihre Umsatzerlöse durch die Vergütung von Dienstleistungen, die sie für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Aus der Weiterbelastung der hierfür angefallenen Kosten resultieren im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 10 Mio. EUR.

Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2018 ist aufgrund einer geringeren Kostenbasis und der damit verbundenen geringeren Kostenweiterbelastung im Berichtsjahr unter der Vorjahresprognose.

Die Umsatzerlöse sowie die Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und führen zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 2 Mio. EUR der somit auf Vorjahresniveau liegt.

Das im Vorjahr prognostizierte nahezu ausgeglichene Ergebnis wurde erreicht.
  
Umsatzerlöse unter Vorjahresniveau
Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 10 Mio. EUR (2017: 15 Mio. EUR) erzielt. Die Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen die Weiterbelastung der Kosten für die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie weiterer Verwaltungskosten, die gemäß den Vereinbarungen zur Erstattung für Managementleistungen von der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG übernommen werden. Darüber hinaus sind abgerechnete Managementleistungen in Höhe von 240 Tsd. EUR enthalten, die die Telefónica Deutschland Holding AG für die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Telefónica Germany Management GmbH erbringt.
 
Personalaufwand über Vorjahresniveau
Der Personalaufwand enthält im Wesentlichen die Vergütungen des Vorstands inklusive der sozialen Abgaben und beläuft sich im Geschäftsjahr auf 8 Mio. EUR (2017: 6 Mio. EUR). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der unterjährigen Veränderung des Vorstands im Geschäftsjahr 2017.
 
Sonstige betriebliche Aufwendungen unter Vorjahresniveau
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 4 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau. Sie beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten von externen Dienstleistern. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus geringeren externen Beratungsleistungen im Geschäftsjahr 2018.
  
Jahresfehlbetrag auf Vorjahresniveau
In 2018 erzielte die Gesellschaft wie im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 2 Mio. EUR.
  
 
T 18 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Januar bis 31. Dezember
(in Millionen EUR) 20182017Veränderung % Veränd.
Umsatzerlöse1015(5)(34,9)
Sonstige Erträge01(0)(55,0)
Betriebliche Aufwendungen(12)(18)6(32,8)
Personalaufwand(8)(6)(1)19,6
Sonstige Aufwendungen(4)(11)7(64,5)
Betriebsergebnis(1)(2)0(20,5)
Finanzergebnis00(0)>100,0
Ergebnis vor Steuern(2)(2)09,2
Ertragsteuern000>100,0
Ergebnis nach Steuern(2)(2)0(9,8)
Sonstige Steuern0(0)(100,0)
Jahresfehlbetrag(2)(2)07,4

Finanz- und Vermögenslage

 

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Die Telefónica Deutschland Holding AG ist als Dienstleister für das Management der Telefónica Deutschland Group und ihrer operativen Geschäftstätigkeit verantwortlich. Sie finanziert sich im Wesentlichen durch Eigenkapital und erwirtschaftet einen operativen Cashflow aus der Weiterbelastung der Management-Dienstleistungen an die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Telefónica Germany Management GmbH. Des Weiteren ist die Telefónica Deutschland Holding AG in das konzernweite Finanzmanagement der Telefónica Deutschland Group integriert und ist dadurch jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Insoweit gelten die weiteren Ausführungen aus dem Abschnitt Finanzlage des Konzerns.  
 
Anleihe zur Unternehmensfinanzierung
Im November 2013 bzw. im Februar 2014 hat die O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH zwei Anleihen herausgegeben mit einem Nominalwert von 600 Mio. EUR sowie 500 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf bzw. sieben Jahren. Die im Geschäftsjahr 2018 fällige Anleihe wurde im November 2018 planmäßig zurückgezahlt.

Im Juli 2018 hat die O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH eine siebenjährige Anleihe mit einem Volumen von 600 Mio. EUR platziert. Die Anleihe dient der Refinanzierung der im November 2018 fälligen Anleihe sowie für allgemeine Unternehmenszwecke.

Der Darlehensnennbetrag wurde der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG mittels eines Darlehens zur Verfügung gestellt.

Die Telefónica Deutschland Holding AG garantiert im Rahmen des konzernweiten Finanzmanagements der Telefónica Deutschland Group die pünktliche Zahlung von Zinsen, Kapital sowie etwaigen zusätzlichen Beträgen, die unter den Anleihen zu zahlen sind.
  
Investitionsvorhaben
Derzeit sind keine umfangreichen Investitionen auf Ebene der Telefónica Deutschland Holding AG geplant.

Finanzanlagevermögen nahezu auf Vorjahresniveau
Das Finanzanlagevermögen umfasste in Höhe von 9.340 Mio. EUR (2017: 10.113 Mio. EUR) die Anteile an der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München. Im Geschäftsjahr erfolgte auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses vom 3. Mai 2018 eine Entnahme der Telefónica Deutschland von insgesamt 773 Mio. EUR, gemäß § 4 Abs. 3 des Gesellschaftervertrags, dies führte zu einem entsprechenden Rückgang des Beteiligungsbuchwerts.

Unverändert zur Vorperiode betrug der Buchwert der Anteile an der Telefónica Germany Management GmbH, München 10 Mio. EUR.
  
Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Forderung gegenüber der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München in Höhe von 3 Mio. EUR. 

Geringfügiger Rückgang der Rückstellungen
Der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen von 7 Mio. EUR in 2017 auf 5 Mio. EUR zum Ende der Berichtsperiode resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen für Beratungsleistungen.

Die Rückstellungen für Pensionen liegen mit 3 Mio. EUR leicht über Vorjahresniveau.

Verbindlichkeiten leicht unter Vorjahrjahresniveau
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten liegen mit 2 Mio. EUR leicht unter Vorjahresniveau. Dies resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gesunkenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Gegenläufig dazu sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gestiegen.
  
Rückgang des Eigenkapitals
Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2018 um 775 Mio. EUR bzw. 7,7% auf 9.349 Mio. EUR (2017: 10.125 Mio. EUR) gesunken. Die Eigenkapitalveränderung ergibt sich hauptsächlich aus der am 17. Mai 2018 beschlossenen Dividendenzahlung in Höhe von 773 Mio. EUR sowie aus dem Periodenergebnis in Höhe von -2 Mio. EUR.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, eine anschließende ordentliche Kapitalherabsetzung in gleicher Höhe, die Wiederherabsetzung des Bedingten Kapitals 2014/I und damit verbundene Satzungsänderungen beschlossen. Die Kapitalmaßnahme wurde durchgeführt um ein effizientes und kapitalmarktgerechtes Eigenkapitalmanagement zu ermöglichen und die Voraussetzung für eine flexible Dividendenpolitik zu schaffen. Somit wurde die gebundene Kapitalrücklage in Höhe eines Teilbetrages von EUR 4.535.097.828,00 in eine freie Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) umgewandelt. Die Kapitalmaßnahme wurde am 4. Juni 2018 ins Handelsregister eingetragen.
  
T 19 BILANZ
Zum 31. Dezember
(in Millionen EUR)20182017Veränderung% Veränd.
Anlagevermögen
Finanzanlagen
Anteile verbundene Unternehmen9.35010.124(773)(7,6)
Umlaufvermögen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen912(3)(23,1)
Sonstige Vermögensgegenstände und übrige Aktiva01(0)(64,9)
Summe Vermögenswerte9.36010.136(777)(7,7)
Eigenkapital9.34910.125(775)(7,7)
Rückstellungen89(1)(11,7)
Verbindlichkeiten23(0)(11,7)
Summe Eigen- und Fremdkapital9.36010.136(777)(7,7)

Mitarbeiter

  

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Telefónica Deutschland Holding AG, ebenso wie im Jahr 2017, keine Mitarbeiter.
 

Nachtragsbericht

 

Bezüglich Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung, die nach Ende des Berichtsjahres eingetreten sind, wird auf > ANHANG, NACHTRAGSBERICHT IM JAHRESABSCHLUSS 2018 DER TELEFÓNICA DEUTSCHLAND HOLDING AG verwiesen.
  

Risiken und Chancen

 

Die Geschäftsentwicklung der Telefónica Deutschland Holding AG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die der Telefónica Deutschland Group. An den Risiken seiner Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die Telefónica Deutschland grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote.

Für weitere Informationen > RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT.

Die Telefónica Deutschland Holding AG als Mutterunternehmen der Telefónica Deutschland Group ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Für weitere Informationen > RISIKOMANAGEMENT UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG.

Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die Telefónica Deutschland Holding AG erfolgt in > INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS.
 

Ausblick 2019

 

Die Telefónica Deutschland Holding AG fungiert als Management- und Holdinggesellschaft. Die dauerhafte zukünftige Geschäftsentwicklung hängt somit entscheidend von der Entwicklung der operativen Gesellschaften der Telefónica Deutschland Group, insbesondere der Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG, ab. Zu der Wirtschafts- und Marktentwicklung sowie der erwarteten Entwicklung wichtiger Kennzahlen auf Ebene der Telefónica Deutschland Group verweisen wir auf den > PROGNOSEBERICHT.

Angesichts der bestehenden Verträge im Zusammenhang mit der Vergütung von Managementleistungen erwarten wir, dass die Umsatzerlöse der Telefónica Deutschland Holding AG im nächsten Geschäftsjahr leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahrs 2018 liegen werden. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Telefónica Deutschland Holding AG ein Ergebnis in ähnlicher Höhe wie in 2018.
  
Erklärung zur Unternehmensführung

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Das Unternehmen hat diese Erklärung, die auch die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sowie die Angaben nach §§ 76 Abs. 4, 111 Abs. 5 AktG und die Ausführungen zum Diversitätskonzept für Aufsichtsrat und Vorstand beinhaltet, auf seiner Website (www.telefonica.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-2018) und im Abschnitt Corporate Governance/Entsprechenserklärung des Geschäftsberichts veröffentlicht. Diese Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB ist Teil dieses zusammengefassten Lageberichts.
 
München, 15. Februar 2019

Telefónica Deutschland Holding AG Der Vorstand
  
Markus Haas
Markus Rolle
Valentina Daiber
Guido Eidmann
Nicole Gerhardt
Alfons Lösing
Cayetano Carbajo Martín
Wolfgang Metze